Medikamente, die im Verdacht stehen Todesfälle zu verursachen – unsere “Ernte” durch Tierversuche! Mixen die Arzneimittelhersteller Krebserregendes oder Tödliches in Ihre Medikamente

Mixen die Arzneimittelhersteller  undeklarierte Gifte in

ihre Medikamente damit wir leiden und versterben sollen?

Befinden sich Zionisten wieder im Aufschwung seit 1961?

Es begann mit Grünenthals Contergan und mit dem

falsch deklarierten Euthanasiemittel T61 für Tiere ab 1961!

So wie beim Tierarzneimittel “zur Einschläferung” . Wenn Sie ein Haustier besitzen sollten Sie Folgendes wissen:

https://qualvolle-einschlaeferung.de/https-qualvolle-einschlaeferung-de-w-e-l-t-s-k-a-n-d-a-l-die-verbrechen-gegen-die-tiere-menschen-seit-1961-durch-deutsches-bundesministerium-fuer-verbraucherschutz-der-intervet-msd-durch-vorgetaeus/

https://qualvolle-einschlaeferung.de/tieraerzte-benutzen-fast-alle-noch-immer-ein-toetungsmittel-zur-euthanasie-woran-alle-tiere-zu-bewusstsein-kommen-und-unter-laehmungen-unbemerkt-veraetzen-und-lange-zeit-daran-ersticken-muessen/

MSD-Deutschland, Intervet Deutschland, Merck & der Zionismus?

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen schätzt, dass allein in Deutschland 7000 Menschen durch die Einnahme von Vioxx erkrankt oder verstorben sind.[15]

Die gefälschte Studie mit Vioxx durch die MSD:

https://de.wikipedia.org/wiki/Merck_%26_Co.:

Zitat daraus: 2008 wurde bekannt, dass Studien über Vioxx von MSD manipuliert wurden, um das Medikament besser darzustellen.[12] Auch wurden firmeninterne Analysen, die schon 2001 eine Zunahme der Sterblichkeitsrate unter Vioxx zeigten, nicht publiziert und der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA auch auf Nachfrage hin nicht vorgelegt.[13] In der APPROVe Studie wurde eine falsche Statistik angewendet, die dazu führte, dass kardiovaskuläre Komplikationen erst nach 18 Monaten (etwa 540 Tabletten) signifikant häufiger auftraten. Die korrigierte Statistik zeigt einen signifikanten Anstieg von kardiovaskulären Komplikationen schon nach vier Monaten (120 Tabletten).[14] …. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen schätzt, dass allein in Deutschland 7000 Menschen durch die Einnahme von Vioxx erkrankt oder verstorben sind.[15] Zitatende

 

Mit DNA-Chips lässt sich der Einfluss von Chemikalien auf mehrere Tausend Gene besser und schneller untersuchen, als dies bislang in Tierversuchen möglich war“, so NIEHS-Direktor Kenneth Olden” Zitatende, das aber für die Pharmariesen kein erträgliches Geschäft ist, weshalb Tiere als Alibis und anschließend der Mensch Versuchskaninchen spielen müssen, damit sie uns straffrei schädigen können! 

 

Die hier aufgeführten Arzneimittel verursachen vermutlich in Kombination durch Wechselwirkungen, durch Kontraindikationen und spezifische Vorschäden oder durch die  individuellen Erkrankungen, die teilweise  wiederum arzneimittel- oder ernährungsbedingt sind, sowie evt. in Verbindung mit den Kombinationspräparaten, Todesfälle.

Ein kleiner Ausschnitt aus dem Netzwerk des arznei-telegramms, das vermutlich nur in sehr seltenen Ausnahmefällen über die Tragik der an Medikamenten Verstorbener von Ärzten oder Angehörigen informiert wird, wurde hier veröffentlicht. Das Netzwerk ist unabhängig und muss sich durch seine Mitglieder bzw. Abonnementen finanzieren. Sie sind darauf  angewiesen, dass sie von den Todesfällen, die durch  Arzneien verursacht wurden, von Angehörigen  oder von Ärzten unterrichtet werden, um so die Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und Kontraindikationen transparenter  machen zu können.

Die Internetseiten können von den Mitgliedern eingesehen werden und es sind die Einzigen öffentlich gemachten Daten, die über Medikamente und Kombinationspräparate, die dem Menschen nach mehr oder minder langer Leidenszeit zum Verhängnis wurden, vorliegen. Das deutsche BfArM zieht, wenn überhaupt, nur Präparate aus dem Verkehr, falls es sich um massenhafte Todesfälle durch  Einzel- bzw. Monopräparate handelte, jedoch nicht wenn diese durch Kombinationspräparate verursacht wurden. Denn die Pharmaindustrie genießt Hoheitsrechte bei den Deutschen, weswegen wir alle Versuchskaninchen sind, nachdem man zum Schein und als Alibi unsere Tiere kurz zuvor zu Tode quälte! 

Das arznei-telegramm ist von hochqualifizierten Fachärzten und Professoren aus den unterschiedlichen medizinischen Fachgebieten organisiert und verhilft uns etwas Einsicht in die Geheimlehre der tiertauglichen und unerforschten Arzneimittel nehmen zu können. Durch das regelmäßige arznei-telegramm werden die Mitglieder über die neuesten Medikamentenstudien und Erfahrungsberichte – Wirksamkeit, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen, Kontraindikatonen – informiert, wodurch ein Beitrag dazu geleistet werden kann, den Patienten vor verhängnisvollen und lebensgefährlichen Risiken zu bewahren.

Da die im Grunde genommen nur sehr wenige Arzneimittelopfer den Medikamenten zugeschrieben werden, bzw. die Beweise dazu fehlen, dass die Schäden oder die Todesfälle durch Arzneimittel hervorgerufen wurden und weil auch nicht alle Todesfälle gemeldet und registriert werden, so ist die Liste unvollständig. Der größte Teil der Medizin könnte verbannt werden, wenn  die Erkrankungen an der Wurzel bekämpft werden würden, und wenn nicht immer nur symptomatisch therapiert werden würde.  Sämtliche Volkskrankheiten und sog. unheilbare, bzw. lediglich tiererforschte und deswegen unbekannte Krankheiten oder auch Krebs, Leukämie neben allen Volkskrankheiten würde es gar nicht geben. Außerdem gäbe es gegen die Erkrankungen wirksame und berechenbare Heilmittel, wenn die Forschung nicht nur aus Betrug bestehen würde. Die Medikamente, die für die Todesfälle in Verdacht geraten sind, bleiben jedoch trotzdem auf dem Markt, da nicht nachgewiesen werden kann, dass diese tatsächlich für den Tod der Menschen verantwortlich waren. Erst wenn Einzelpräparate sehr viele Todesfälle nachweislich verursacht haben, werden die entsprechenden Arzneien vom Markt genommen, ausgenommen tödlich wirkende Kombinationspräparate, die natürlich  nicht.

blitz-a-t           18. Mai 2018

MEHR ZWEITTUMOREN UNTER DENOSUMAB (XGEVA) BEI KNOCHENMETASTASEN

Anbieter Amgen warnt in einem Ärzteanschreiben vor häufigeren Zweittumoren unter dem RANKL*-Antagonisten Denosumab (XGEVA) im Vergleich zum Bisphosphonat Zoledronsäure (ZOMETA, Generika), wenn die Mittel bei Patienten mit fortgeschrittenen Krebserkrankungen und Knochenbefall zur Prävention von Skelettkomplikationen verwendet werden. In einer gepoolten Analyse von vier Phase-III-Studien in dieser Indikation treten unter einmal monatlich 120 mg Denosumab bei 54 (1,5%) von 3.691 Patienten neue primäre Malignome auf im Vergleich zu 33 (0,9%) von 3.688 unter einmal monatlich 4 mg Zoledronsäure. Die kumulative Inzidenz nach einem Jahr beträgt 1,1% unter Denosumab und 0,6% unter Zoledronsäure. Die Fachinformation zu XGEVA soll um einen entsprechenden Hinweis ergänzt werden (1).

Schon in Zulassungsstudien zu Denosumab in der Therapie der Osteoporose (PROLIA) ist etwas häufigeres Auftreten von malignen Erkrankungen unter dem RANKL-Antagonisten aufgefallen (a-t 2010; 41: 60-2). Die US-amerikanische Fachinformation zu PROLIA weist bis heute darauf hin, mit der Einschränkung, dass ein kausaler Zusammenhang nicht belegt ist (2). Eine Metaanalyse zur Sicherheit von Denosumab bei Patienten mit Knochenmetastasen findet 2016 ebenfalls eine Zunahme von Zweittumoren im Vergleich zu Zoledronsäure(3).

Wir sehen die inzwischen mehrfach beobachtete Zunahme maligner Erkrankungen unter Denosumab als ein Risikosignal an, über das Patienten aufgeklärt werden müssen.

1    Amgen: Ärzteanschreiben vom 16. Mai 2018; https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/vigilanz/2018-05-16-informationsbrief-xgeva.pdf;jsessionid=F2298C60069A3D21390F2117064DABFB.1_cid344?__blob=publicationFile&v=3

2   Amgen: US-amerikanische Produktinformation PROLIA, Stand Mai 2017; https://www.accessdata.fda.gov/drugsatfda_docs/label/2017/125320s181lbl.pdf

3   CHEN, F., PU, F.: Oncol. Res. Treat. 2016; 39: 453-9

*    RANKL = Receptor Activator of Nuclear Factor Kappa B Ligand

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blitz-a-t           5. März 2018

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MULTIPLE-SKLEROSE-MITTEL DACLIZUMAB (ZINBRYTA) WELTWEIT VOM MARKT

Die Firmen Biogen und AbbVie nehmen das Multiple-Sklerose-Mittel Daclizumab (ZINBRYTA) ab sofort weltweit vom Markt. Grund ist das Auftreten einer immunvermittelten Enzephalitis/Enzephalopathie bei sieben Patienten aus Deutschland und einem aus Spanien. Laufende klinische Studien mit Daclizumab werden gestoppt, Chargen des Arzneimittels in Deutschland unverzüglich zurückgerufen (1,2).

Wir haben wegen der erheblichen Sicherheitsprobleme seit Markteinführung von der Anwendung abgeraten (a-t 2016; 47: 92-4). Bereits in Zulassungsstudien ist Daclizumab durch häufig schwerwiegende immunvermittelte Erkrankungen in verschiedenen Organsystemen aufgefallen, die bei 28% der Anwender beobachtet wurden (3). Obgleich Biogen selbst aufgrund des Wirkmechanismus, durch den regulatorische T-Zellen reduziert werden, von einem erhöhten Risiko immunvermittelterErkrankungen ausgegangen ist (4), wurde – anders als in den USA – mit Ausnahme von Autoimmunhepatitis und inzwischen auch autoimmunhämolytischer Anämie in hiesigen Fachinformationen bis zuletzt nicht davor gewarnt (5).

Ärzte sollen ihre mit ZINBRYTA behandelten Patienten so rasch wie möglich kontaktieren, um das Mittel abzusetzen. Wegen der langen Halbwertszeit müssen die Patienten gemäß Fachinformation (5) nach Absetzen noch mehrere Monate weiter überwacht werden (1).

1    Paul-Ehrlich-Institut: Sicherheitsinformation vom 2. März 2018; https://www.pei.de/DE/arzneimittelsicherheit-vigilanz/archiv-sicherheitsinformationen/2018/ablage2018/2018-03-02-verzicht-zulassung-zinbryta-daclizumab.html;jsessionid=D497F7029093B9E0127B58AEA7A633B8.2_cid329?nn=3245784

2    Biogen: Pressemitteilung vom 2. März 2018; https://www.businesswire.com/news/home/20180302005168/en/Biogen%C2%A0and-AbbVie-Announce%C2%A0the-Voluntary%C2%A0Worldwide-Withdrawal-Marketing-Authorizations

3    Biogen: US-amerikanische Produktinformation ZINBRYTA, Stand Aug. 2017; https://www.accessdata.fda.gov/drugsatfda_docs/label/2017/761029s007lbl.pdf

4    EMA: Europ. Beurteilungsbericht (EPAR) ZINBRYTA, Stand Apr. 2016; http://www.ema.europa.eu/docs/en_GB/document_library/EPAR_-_Public_assessment_report/human/003862/WC500210601.pdf

5    Biogen: Fachinformation ZINBRYTA, Stand Jan. 2018

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blitz-a-t           12. Februar 2018

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ENDLICH: AUS FÜR FLUPIRTIN (KATADOLON, GENERIKA) IN SICHT

… a-t fordert von den Anbietern sofortige eigenverantwortliche Marktrücknahme

Bei Markteinführung des Analgetikums Flupirtin (KATADOLON, Generika) 1985 wurde die Anwendungsdauerwegen potenzieller Leberschädlichkeit zunächst auf acht Tage begrenzt. Viel Leid hätte vermieden werden können, wenn Flupirtin, für das sich keine therapeutischen Vorteile gegenüber etablierten Analgetika ausmachen lassen, nicht zugelassen oder zumindest die Beschränkung der Anwendungsdauer beibehalten worden wäre. Stattdessen wurde die erlaubte Therapiedauer schrittweise verlängert und die Zeitbegrenzung zu Beginn der 2000er Jahre schließlich ganz aufgehoben (vgl. a-t 2000; 31: 30). Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie (DGS) unterstützten in der Folgezeit tatkräftig das Marketing für das Analgetikum (a-t 2012; 43: 61-2).

2013 erachtete das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die Wirksamkeit von Flupirtinbei chronischen Schmerzen als unzureichend belegt – mehr als ein Jahrzehnt, nachdem die Behörde die unbegrenzte Anwendung durchgewinkt hatte. Die zunehmende Zahl von Spontanmeldungen über schwere, auch tödliche Leberschäden, zwangen die Behörde gleichzeitig dazu, die Anwendungsdauer wieder auf maximal zwei Wochen einzuschränken – bei wöchentlichen Leberwertkontrollen und Ausweitung der Kontraindikationen auf vorbestehende  Lebererkrankung, Alkoholmissbrauch oder Komedikation mit potenziell hepatotoxischen Arzneimitteln (a-t 2013; 44: 64). Diese Maßnahmen zur Risikoabwehr griffen jedoch nicht (a-t 2017; 48: 106). Daher will jetzt der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) endlich die einzig mögliche Konsequenz ziehen und empfiehlt den Widerruf der Zulassung. Andere Maßnahmen, die das Risiko für Leberschäden verringern könnten, lassen sich nicht identifizieren. Auch stehen genügend alternative Schmerzmittel zur Verfügung (1).

Da Flupirtin auf nationaler Ebene zugelassen worden ist – neben Deutschland übrigens lediglich in Estland, Lettland, Litauen, Luxemburg, Polen, Portugal und der Slowakei, also nicht im englischen oder skandinavischen Sprachraum mit traditionell stringenteren Zulassungsentscheidungen – muss die europäische Koordinierungsgruppe für dezentral zugelassene Humanarzneimittel (CMDh) noch abschließend Stellung nehmen. Das kann bis zwei Monate oder länger dauern (2). Erst dann sind weitere Details für Patienten und Fachkreise vorgesehen. In der Zwischenzeit sollen sich Patienten mit Fragen an ihren Arzt oder Apotheker wenden.

Da es gut zwei Monate bis zur Stellungnahme der CMDh dauern kann und anschließend die Europäische Kommission noch zustimmen muss, die Nutzen-Schaden-Abwägung für Flupirtin jedoch eindeutig negativ ausfällt, haben wir die Anbieter – Aristo Pharma, Hormosan, Kade, Meda Pharma, Sanofi/Zentiva und Teva – aufgefordert, ihre Flupirtin-Produkte sofort vom Markt nehmen – als Zeichen ihrer Verantwortung für die Sicherheit der Patienten, –Red.

1   EMA: PRAC recommends that the marketing authorisation of the painkiller flupirtine be withdrawn. 9. Febr. 2018;http://www.ema.europa.eu/docs/en_GB/document_library/Referrals_document/Flupirtine-containing_medicines/Recommendation_provided_by_Pharmacovigilance_Risk_Assessment_Committee/WC500243553.pdf

2   EMA: Coordination Group for Mutal Recognition and Decentralised Procedures – Humans (CMDh); http://www.ema.europa.eu/ema/index.jsp?curl=pages/about_us/general/general_content_000310.jsp&mid=WC0b01ac058074758f

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blitz-a-t           25. September 2017

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 TÖDLICHE LEBERSCHÄDEN UNTER OBETICHOLSÄURE (OCALIVA) GEGEN PRIMÄRE BILIÄRE CHOLANGITIS

Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA warnt vor schwerwiegenden Leberschäden unter Obeticholsäure (OCALIVA), insbesondere durch Überdosierung. Die Behörde überblickt insgesamt 19 Verdachtsberichte über Todesfälle unter dem bei primärer biliärer Cholangitis (PBC) zugelassenen Reservemittel (1). Der Agonist des Farnesoid-X-Rezeptors darf nur bei unzureichendem Ansprechen auf Ursodeoxycholsäure (URSOFALK u.a.) als Zusatz oder bei deren Unverträglichkeit als Monotherapie verwendet werden (2). Von acht Patienten mit Angaben zur Todesursache starben sieben aufgrund einer Verschlechterung der PBC. Sieben gestorbene Patienten haben eine zu hohe Dosierung von täglich 5 mg Obeticholsäure eingenommen. Aufgrund der bei ihnen vorliegenden moderaten bis schweren Leberfunktionseinschränkungen hätten sie gemäß Produktinformation nicht mehr als zweimal wöchentlich 10 mg einnehmen dürfen. Entsprechend überdosiert wurde Obeticholsäureauch bei drei weiteren Patienten, die (nicht tödliche) schwere Leberschäden unter dem Mittel erlitten haben. Darüber hinaus sind schwere Leberschädigungen auch bei fünf Patienten beschrieben, bei denen vor Therapiebeginn eine allenfalls geringe Leberfunktionsstörung bekannt war (1).

Die FDA erinnert daran, dass bei mäßig schwerer bis schwerer Leberfunktionsstörung (CHILD-Pugh B und C) die empfohlene Anfangsdosis bei einmal wöchentlich (!) 5 mg liegt, gegenüber täglich 5 mg für andere Patienten (1). Gleichlautende Dosiseinschränkungen finden sich in der hiesigen Fachinformation (2). Die Leberfunktionswerte sind vor Therapiebeginn und danach häufig zu bestimmen und die Patienten engmaschig auf eine Verschlechterung der Leberfunktion zu überwachen. Gegebenenfalls ist die Dosierung zu reduzieren oder die Therapie abzusetzen. Zudem sollen die Patienten über Symptome eines potenziellen Leberschadens aufgeklärt werden und bei Auftreten unverzüglich einen Arzt aufsuchen (1).

Nach Einschätzung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) lässt sich aus der für die Nutzenbewertung herangezogenen zulassungsrelevanten POISE-Studie für Obeticholsäure kein Zusatznutzen hinsichtlich Mortalität, Morbidität und Lebensqualität ableiten, während schwere Störwirkungen signifikant häufiger auftreten als unter Plazebo (31% versus 14%). Da es sich um ein Orphan Drug handelt, wird dem Mittel dennoch ein nicht quantifizierbarer Zusatznutzen bescheinigt (vgl. a-t 2012; 43: 33-4) (3).

 

1    FDA: Drug Safety Communication vom 21. Sept. 2017; http://www.a-turl.de/?k=egni

2    Intercept: Fachinformation OCALIVA, Stand Apr. 2017

3    G-BA: Tragende Gründe, 6. Juli 2017; http://www.a-turl.de/?k=odte

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blitz-a-t 16. Juni 2010

 

Eine pdf-Version dieses blitz-a-t finden Sie unter folgendem Link:

http://www.arznei-telegramm.de/blitz-pdf/b100616.pdf

 

ANGIOTENSIN-II-ANTAGONISTEN UND KREBSRISIKO

Eine aktuelle Metaanalyse weist auf ein erhöhtes Krebsrisiko unter Angiotensin-II-Antagonisten (Sartane) hin. Risikosignale bestehen seit 2003, als in einer Studie mit Candesartan (ATACAND, BLOPRESS) eine erhöhte Krebsmortalität unter Verum im Vergleich zu Plazebo aufgefallen war (2,3% versus 1,6%) (1). Die Autoren der methodisch sorgfältig durchgeführten Metaanalyse werten nunmehr die Daten aus neun randomisierten Studien mit Sartanen aus, in denen Angaben zu Krebserkrankungen oder -todesfällen gemacht werden. Die Arbeiten wurden mit Candesartan, Telmisartan (KINZALMONO, MICARDIS), Losartan (LORZAAR, Generika) und Valsartan (DIOVAN u.a.) durchgeführt, zum überwiegenden Teil mit Telmisartan. Nach Daten aus fünf Untersuchungen mit insgesamt 61.590 Patienten wird die Neudiagnose einer Krebserkrankung bei 7,2% unter Sartanen und bei 6% in der Kontrollgruppe gestellt (Relatives Risiko [RR] 1,08; 95% Konfidenzintervall [CI] 1,01-1,15). Werden nur Studien berücksichtigt, in denen Krebserkrankungen als prädefinierter Endpunkt erfasst wurden, bleibt das erhöhte Risiko in ähnlichem Umfang und statistisch signifikant bestehen (RR 1,11; 95% CI 1,04-1,18). Das Ergebnis ist unabhängig von der Vergleichsintervention (Plazebo, Betablocker, ACE-Hemmer). Die Zahl einzeln erfasster solider Tumoren (Prostatakarzinom, Brustkrebs und Lungenkarzinom) liegt jeweils numerisch unter Sartanen höher als unter Kontrollbehandlung. Nur für Lungenkrebs ergibt sich ein signifikanter Unterschied (RR 1,25; 95% CI 1,05-1,49). Die Zahl der Krebstodesfälle steigt nicht signifikant (8 Studien, 93.515 Patienten; RR 1,07; 95% CI 0,97-1,18). Das Risiko wächst allerdings, wenn die Studiendauer drei Jahre überschreitet im Vergleich zu kürzerer Beobachtungszeit.

Die Autoren interpretieren ihre Ergebnisse als Warnsignal, weisen jedoch auf Limitierungen ihrer Analysen hin, in die keine individuellen Patientendaten, sondern lediglich Studienergebnisse eingehen. Eine genaue Risikoberechnung für jedes einzelne Sartan ist mit diesen Daten nicht möglich (2).

In einem begleitenden Editorial wird gefordert, dass die Arzneimittelbehörden jetzt unverzüglich alle Daten zu Sartanen analysieren. Der Autor rät außerdem zu einer zurückhaltenden Verordnung (3). Wir stufen aus der Substanzklasse aufgrund der Nutzenbelege aus Endpunktstudien ausschließlich Losartan (bei Hypertonie) und Candesartan (bei Herzinsuffizienz) als Mittel der letzten Reserve ein, wenn ACE-Hemmer gebraucht, aber nicht verwendet werden können. Für Me-too-Präparate wie Telmisartan oder Valsartan, für die in Studien trotz Blutdrucksenkung kein Nutzen belegt ist, sehen wir keine Indikation (a-t 2006; 37: 48-50, 2008; 39: 94-5 und 2010; 41: 40-1). Bei Olmesartan (OLMETEC, VOTUM) äußert die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA aktuell sogar den Verdacht auf erhöhte kardiovaskuläre Sterblichkeit in zwei Langzeitstudien mit Diabetespatienten (4).

(R = randomisierte Studie, M = Metaanalyse)

R  1    PFEFFER, M.A. et al.: Lancet 2003; 362: 759-66
   SIPAHI, I. et al.: Lancet Oncol. 2010; online publ. 14. Juni 2010
       NISSEN, S.E.: Lancet Oncol. 2010; online publ. 14. Juni 2010
       FDA Drug Safety Communication: Ongoing Safety Review of Benicar and Cardiovascular Events, 11. Juni 2010
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blitz-a-t 18. Mai 2005PARECOXIB (DYNASTAT) IN DER SCHWEIZ AUSSER HANDEL – IN DEUTSCHLAND JEDOCH IMMER NOCH ERHÄLTLICH

Am morgigen 19. Mai wird Pfizer in der Schweiz das Parenteral-Coxib Parecoxib (DYNASTAT, in der Schweiz als BEXTRA i.v./i.m. vermarktet) aus dem Handel ziehen (1). Die Schweizerische Arzneimittelagentur Swissmedic hat das Ruhen der Zulassung angeordnet. Parecoxib wird in der Leber rasch in den aktiven Metaboliten Valdecoxib umgewandelt. Pfizer musste das Oral-Coxib Valdecoxib (BEXTRA) Anfang April auf Anforderung der Behörden in den USA, der Europäischen Union und der Schweiz wegen des Risikos schwerer kardiovaskulärer und kutaner unerwünschter Wirkungen sowie des mangelnden Vorteils im Vergleich zu anderen nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) vom Markt nehmen (a-t 2005; 36: 43).

Swissmedic begründet die aktuelle Maßnahme: “Da Parecoxib in vivo schnell und nahezu vollständig in Valdecoxib umgewandelt wird, kann nicht davon ausgegangen werden, dass sich die Risiken der Prodrug von denjenigen des aktiven Metaboliten Valdecoxib unterscheiden. Die erhöhten Risiken können in den klinischen Studien auch nicht individuell der parenteralen oder oralen Form zugewiesen werden. Zudem ist die Exposition bei der maximalen Tagesdosis von 80 mg Parecoxib im Vergleich mit 40 mg Valdecoxib doppelt so hoch. Der potenzielle Nutzen der parenteralen galenischen Form rechtfertigt nicht das potenzielle Risiko in Form von schweren kardiovaskulären und kutanen unerwünschten Wirkungen in Kauf zu nehmen” (2).

Pfizer/Schweiz erklärt sich mit dieser Beurteilung von Swissmedic nicht einverstanden (1). Pfizer/Deutschland sieht auf Anfrage keine Veranlassung zur Marktrücknahme von Valdecoxib (DYNASTAT) in Deutschland.

Wir erachten das Ruhen der Zulassung als logische und konsequente Maßnahme zur Risikoabwehr. Der Sulfonamidabkömmling Valdecoxib scheint ein besonderes Risiko lebensbedrohlicher Hautschäden zu besitzen (a-t 2005; 36: 15-6). Die für Parecoxib ausgewiesene Indikation “postoperative Schmerzstillung” erachteten wir bereits bei der Markteinführung 2002 als Gegenanzeige, da Coxibe – wie die übrigen NSAR – die Autoregulation der Nierendurchblutung verringern und damit insbesondere an den ersten Tagen nach einer Operation akutes Nierenversagen auslösen können (a-t 2002; 33: 62-3). Opioide sind als nierenverträglichere Mittel für die postoperative Schmerzversorgung geeigneter.

1 Pfizer AG Zürich, Schreiben an die Fachkreise vom 17. Mai 2005

2 Swissmedic Aktuell: Mitteilung vom 18. Mai 2005

http://www.swissmedic.ch/cgi/printable_version/index.asp

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blitz-a-t 20. April 2005

ANTIEPILEPTIKUM OXCARBAZEPIN (TRILEPTAL):
WARNUNG VOR SCHWEREN HAUT- UND HYPERSENSITIVITÄTSREAKTIONEN

Die Firma Novartis warnt soeben in den USA mit einem Dear-Doctor-Letter vor lebensbedrohlichen Hautschäden und anderen Überempfindlichkeitsreaktionen unter Oxcarbazepin (TIMOX, TRILEPTAL; a-t 2000; 31: 43). Das Antiepileptikum dient zur Behandlung fokaler Anfälle bei Kindern und Erwachsenen. Lebensbedrohliche und tödliche Hautschäden wie STEVENS-JOHNSON-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse (LYELL-Syndrom) sind im Median 19 Tage nach Therapiebeginn aufgetreten. Die Berichtshäufigkeit überschreitet – ohne Berücksichtigung einer Dunkelziffer – die allgemeine Häufigkeit um das Drei- bis Zehnfache. Das “Grundrauschen” der schweren Hautschäden wird auf 0,5 bis 6 Ereignisse pro 1 Million Personenjahre geschätzt (1,2).

Neu ist auch die Warnung vor einem Hypersensitivitätssyndrom. Die immunogene Schädigung setzt in engem zeitlichen Zusammenhang mit der Einnahme ein (nach 4 bis 60 Tagen, im Median 13 Tagen). Das Syndrom äußert sich typischerweise – jedoch nicht ausschließlich – durch Fieber und Hautausschlag in Verbindung mit Erkrankungen anderer Organsysteme wie Eosinophilie, Thrombozytopenie und Neutropenie, Lymphadenopathie, auffälligen Leberfunktionstests und Hepatitis, Nierenbeteiligung einschließlich Nephritis, Oligurie und hepatorenalem Syndrom sowie Arthralgie und Schwäche. Auch andere Organe können betroffen sein (vgl. a-t 1992; Nr. 11: 111-3) (1,2).

Sobald Hautreaktionen oder Beschwerden auftreten, die auf ein Hypersensitivitätssyndrom hindeuten, ist Oxcarbazepin abzusetzen und auf ein anderes Antiepileptikum umzustellen (1,2).

Das erst im Jahr 2000 eingeführte Oxcarbazepin ist eine Molekülvariante von Carbamazepin (TEGRETAL u.a.), für das lebensbedrohliche Hautschäden wie LYELL-Syndrom (a-t 1992; Nr. 3: 32) und auch ein Hypersensitivitätssyndrom (“Carbamazepin-Krankheit”) (4) schon lange bekannt sind. In Bezug auf Überempfindlichkeiten wird von einer Kreuzreaktionsrate von 25% bis 30% ausgegangen (3).

Auch in Europa sollen die in den Fachinformationen der Oxcarbazepin-Präparate deklarierten Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen erweitert werden. Eine Entscheidung der europäischen Behörde EMEA hierzu steht jedoch noch aus.

1 Novartis Corp. (USA), Dear Healthcare Provider Letter vom 18. April 2005

http://www.fda.gov/medwatch/SAFETY/2005/trileptal_hcp.pdf

2 Novartis Corp. TRILEPTAL, Revised Label, March 2005

http://www.fda.gov/medwatch/SAFETY/2005/trileptal.pdf

3 Novartis Pharma: Fachinformation TRILEPTAL, Stand Okt. 2002

4 BORK, K.: “Arzneimittelnebenwirkungen an der Haut”, Schattauer, 2. Aufl. 1999: Seite 43-5

 

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blitz-a-t 15. April 2005

ERHÖHTE STERBLICHKEIT UNTER “ATYPISCHEN” NEUROLEPTIKA BEI DEMENZ

Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA warnt vor einer erhöhten Sterblichkeit älterer dementer Patienten, die wegen Verhaltensstörungen oder psychotischen Symptomen “atypische” Neuroleptika einnehmen. In 17 plazebokontrollierten, durchschnittlich zehnwöchigen Studien mit 5.106 Demenzkranken, die Risperidon (RISPERDAL), Olanzapin (ZYPREXA),Aripiprazol (ABILIFY) oder Quetiapin (SEROQUEL) erhalten, steigt das Risiko gegenüber Plazebo konsistent auf das 1,6- bis 1,7fache. Die Sterblichkeit unter “atypischen” Neuroleptika liegt bei 4,5% gegenüber 2,6% unter Plazebo. Unter den Todesursachen dominieren kardiale Komplikationen wie plötzlicher Herztod und Infektionen wie Pneumonie. Die Konsistenz der Ergebnisse bei den vier untersuchten “atypischen” Neuroleptika stützt nach Ansicht der FDA die Übertragbarkeit auf alle Mittel dieser Gruppe, einschließlich Clozapin (LEPONEX u.a.) und Ziprasidon (ZELDOX). Begonnene Behandlungen mit “atypischen” Neuroleptika bei dieser Indikation sollen überprüft werden. Begrenzte, noch nicht vollständig ausgewertete Daten weisen auf einen ähnlichen Anstieg der Sterblichkeit Demenzkranker unter älteren Neuroleptika hin (1-3).

Von der Einnahme von Olanzapin in dieser Indikation raten wir wegen der auch nach Firmenangaben nicht belegten Wirksamkeit (4) und des erhöhten Schlaganfallrisikos seit längerem ab (a-t 2004; 35: 36). Zu Aripiprazol, Clozapin und Ziprasidon finden wir keine randomisierten kontrollierten Studien, die die Wirksamkeit bei diesen Patienten belegen. In einer aktuell publizierten kleinen Studie mit Quetiapin bleibt ein Nutzen aus (5).

Risperidon, das bei Demenz ebenfalls mit erhöhtem Schlaganfallrisiko einhergeht (a-t 2002; 33: 130), führt nur in zwei von drei veröffentlichten plazebokontrollierten Studien zu signifikanter Verbesserung in den primär ausgewerteten neuropsychiatrischen Tests, wobei insbesondere Aggressivität beeinflusst wird (6-8). Die Beurteilbarkeit wird jedoch dadurch eingeschränkt, dass drei weitere plazebokontrollierte Studien nicht veröffentlicht sind (9). Klassische Neuroleptika wie Haloperidol (HALDOL u.a.) haben nach zwei neueren Metaanalysen nur einen mäßigen Nutzen bei Demenz (10,11), der sich in Studien mit Haloperidol auf Dämpfung der Aggressivität zu beschränken scheint (10). Wesentliche Unterschiede zwischen den verschiedenen konventionellen Neuroleptika lassen sich nicht erkennen (11). Auch ein Wirkvorteil von Risperidon gegenüber Haloperidol ist nicht belegt (12). Der hohe Plazeboeffekt von zum Beispiel 70% in den Studien weist auf die hohe Spontanbesserungsrate sowie auf die Bedeutung nichtmedikamentöser Interventionen wie vermehrte Zuwendung hin (12,13).

Für weitere im klinischen Alltag bei dieser Indikation ebenfalls verwendete Arzneimittel ist kein überzeugender Nutzen belegt. Ein systematisches Review zur Pharmakotherapie neuropsychiatrischer Symptome bei Demenz findet weder zu Serotonin-Wiederaufnahmehemmern noch für Valproinsäure (ERGENYL u.a.), Carbamazepin (TEGRETAL u.a.) oder Benzodiazepine ausreichende Nutzennachweise (14). Mit unerwünschten Effekten wie paradoxen Reaktionen unter Benzodiazepinen ist aber zu rechnen (14). In Studien mit Antidementiva wie Cholinesterasehemmern wird überwiegend der Einfluss auf kognitive Parameter geprüft. Der geringfügige Vorteil in Tests zur neuropsychiatrischen Symptomatik wird als klinisch irrelevant eingestuft (14). Wesentliche Endpunkte wie Lebensqualität oder Heimeinweisung werden durch diese Mittel offenbar nicht beeinflusst (a-t 2005; 36: 31).

Die neuen Warnungen vor “atypischen” Neuroleptika bei Demenz unterstreichen die Notwendigkeit, die unkritische Anwendung dieser Mittel bei Pflegeheimbewohnern mit Demenz (15-17) einzuschränken. Die Indikation für eine Neuroleptikatherapie bei diesen Patienten ist streng zu stellen. Sie soll nur in Betracht gezogen werden, wenn nichtmedikamentöse Maßnahmen versagt haben oder ungeeignet sind und nur bei schwerer psychotischer Symptomatik oder Aggressivität, wenn sie mit Selbst- oder Fremdgefährdung einhergehen. Bei individueller Nutzen-Risiko-Abwägung kommen unseres Erachtens unter den Neuroleptika derzeit nach wie vor am ehesten klassische, möglichst wenig anticholinerg wirkende Mittel wie Haloperidol, Melperon (EUNERPAN u.a.) oder Pipamperon (DIPIPERON u.a.) in Betracht. Die Mittel sollen so niedrig dosiert werden wie möglich und nur kurzfristig mit regelmäßigen Absetzversuchen verordnet werden.

1 FDA Talk Paper vom 11. Apr. 2005,

http://www.fda.gov/bbs/topics/ANSWERS/2005/ANS01350.html

2 FDA Public Health Advisory vom 11. Apr. 2005,

http://www.fda.gov/cder/drug/advisory/antipsychotics.htm

3 FDA Alert for Healthcare Professionals vom 11. Apr. 2005,

http://www.fda.gov/cder/drug/InfoSheets/HCP/olanzapine_fluoxetineHCP.pdf

4 Lilly: Rote-Hand-Brief zu ZYPREXA vom 8. März 2004

5 BALLARD, C. et al.: BMJ 2005; 330: 874

6 BRODATY, H. et al.: J. Clin. Psychiatr. 2003; 34: 134-43

blitz-a-t 7. April 2005

COX-2-HEMMER VALDECOXIB (BEXTRA) VOM MARKT

Die Beratungen in der FDA vom Februar 2005 zu Nutzen und Schaden von Cox-2-Hemmern (a-t 2005; 36: 25-6) münden jetzt in Maßnahmen: Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde hat Pfizer, den Hersteller von Valdecoxib (BEXTRA) aufgefordert, den Cox-2-Hemmer “freiwillig” vom Markt zu nehmen. Pfizer/USA hat der Aufforderung bereits zugestimmt. Auch in Deutschland ist ein Rückruf von BEXTRA und ein entsprechender Rote-Hand-Brief vorgesehen. Die Maßnahme beruht auf folgender Bewertung (1):

1. Die kardiovaskuläre Sicherheit ist für die Langzeitanwendung von Valdecoxib unzureichend belegt. In Kurzzeitstudien ist jedoch ein Risiko kardiovaskulärer Komplikationen bei Patienten nach Bypass-Operationen deutlich geworden (1) (a-t 2005; 36: 25-6; relatives Risiko 3,7). Die FDA geht davon aus, dass dies bei der chronischen Anwendung von Bedeutung sein kann.

2. Unter Valdecoxib sind schwere und lebensbedrohliche Hautreaktionen beschrieben, auch Todesfälle. Die Gefährdung durch Hautschäden lässt sich für einzelne Patienten nicht vorhersehen. Die Schädigung ist bei Patienten mit und ohne Sulfonamid-Allergie in der Vorgeschichte und nach Kurz- und Langzeitanwendung aufgetreten (1). Das Risiko einer Hautschädigung durch Valdecoxib scheint besonders auffällig zu sein (a-t 2005; 36: 15-6).

3. Irgendein Vorteil von Valdecoxib im Vergleich zu anderen nichtsteroidalen Antirheumatika ist nicht belegt (1).

In den USA ist jetzt nur noch Celecoxib (CELEBREX) als Cox-2-Hemmer im Handel. Wegen der insgesamt negativen Nutzen-Schaden-Bilanz forderten wir wiederholt die Marktrücknahme aller erhältlichen Cox-2-Hemmer, vorrangig auch des besonders schlecht verträglichen Etoricoxib (ARCOXIA; vgl. a-t 2005; 36: 22).

1 FDA Public Health Advisory vom 7. April 2005

http://www.fda.gov/cder/drug/advisory/COX2.htm

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blitz-a-t    23. Februar 2005

CICLESONID (ALVESCO): NEUES INHALATIVES STEROID OHNE GESICHERTE VORTEILE
BEI ASTHMA 

Seit Anfang Februar wird mit Ciclesonid (ALVESCO) ein neues Kortikoid
zur Inhalation bei persistierendem Asthma Erwachsener angeboten. Wegen
zahlreicher Anfragen versenden wir diese Kurzbewertung als blitz-a-t.
Die Werbung verspricht: “In der Lunge aktiviert – auf die Lunge
konzentriert” (1). Das Prodrug Ciclesonid soll erst in der Lunge durch
enzymatischen Umbau in den wirksamen Metaboliten umgewandelt werden (“on
site-Aktivierung” (1)). Dadurch sollen lokale und systemische
Stoerwirkungen, die auch unter inhalativen Kortikoiden beobachtet
werden, vermieden werden (2). Ob das Konzept funktioniert, ist jedoch
nicht belegt. Unerwuenschte Wirkungen koennen auch durch Verteilung des
aktiven Metaboliten im Koerper hervorgerufen werden. Dessen systemische
Bioverfuegbarkeit nach Inhalation betraegt mehr als 50% (3).

Die publizierte Studienlage ist miserabel: Von den dreimonatigen
Therapiestudien, in denen das Mittel mit Plazebo, Budesonid (PULMICORT
u.a.) und Fluticason (FLUTIDE u.a.) verglichen wird (4-6), ist nur eine
vollstaendig veroeffentlicht (4). Diese plazebokontrollierte Studie
sowie die in Uebersichten referierten fragmentarischen Daten lassen
darauf schliessen, dass Ciclesonid in Dosierungen von taeglich 0,08 mg
bis 0,64 mg Lungenfunktion und Asthmasymptome besser beeinflusst als ein
Scheinmedikament (4-6). 0,08 mg bis 0,32 mg Ciclesonid sollen die
Beschwerden etwa gleich gut lindern wie 0,4 mg Budesonid (5,6) oder
0,176 mg Fluticason (6).

Ob Ciclesonid tatsaechlich vertraeglicher ist als andere inhalative
Steroide, laesst sich aus den veroeffentlichten klinischen Daten nicht
ableiten. Als haeufige unerwuenschte Wirkung (ueber 1%) wird in der
Fachinformation paradoxer Bronchospasmus angegeben, gelegentlich (0,1%
bis 1%) treten Heiserkeit, Husten und andere lokale Reaktionen im Mund-
und Rachenbereich auf (3).

Nach unveroeffentlichten Daten soll Ciclesonid im direkten Vergleich die
koerpereigene Kortisolproduktion weniger stark beeinflussen als
Fluticason und Budesonid (5,6). Die klinische Relevanz dieses Befundes
ist jedoch unklar. Linsentruebungen, die bei einigen Patienten in einer
Phase-III-Studie auffallen, weisen auf systemische Effekte von
Ciclesonid hin. Das Auftreten von Linsentruebungen wird derzeit in einer
Sicherheitsstudie ueberprueft (7). In der Fachinformation finden sich
Warnhinweise auf moegliche systemische Effekte wie bei anderen
inhalativen Kortikoiden (3).

In der empfohlenen Dosierung von 0,16 mg Ciclesonid taeglich kostet das
neue Asthmamittel ALVESCO (120 Hub zu 0,16 mg 67,15 Euro) monatlich mit
16,79 Euro rund 2,5-mal so viel wie taeglich 0,4 mg Budesonid mit 6,55
Euro (BUDES N Dosieraerosol, 600 Hub zu 0,2 mg 65,45 Euro). Das
Pulverinhalat des Budesonid-Originals (PULMICORT TURBOHALER, 200 Plv. zu
0,2 mg 58,99 Euro) liegt bei einer Tagesdosierung von 0,4 mg mit 17,70
Euro im Preisbereich von Ciclesonid.

FAZIT: Die Wirksamkeit des neuen Asthmamittels Ciclesonid (ALVESCO) ist
insbesondere im Vergleich zu Standardkortikoiden zur Inhalation
mangelhaft dokumentiert. Die angeblich bessere Vertraeglichkeit laesst
sich mit den bisher veroeffentlichten klinischen Daten nicht belegen.
Wir sehen nach derzeitigem Kenntnisstand keine Vorteile fuer das neue
inhalative Kortikoid.

1   Altana: Werbung in Aerzte Ztg. vom 7. Febr. 2005
2   Aerzte Ztg. vom 19. Maerz 2004
3   Altana: Fachinformation ALVESCO, Stand Jan. 2005
4   CHAPMAN, K.R. et al.: Allergy 2005; 60: 330-7
5   REYNOLDS, N.A., SCOTT, L.J.: Drugs 2004; 64: 511-9
6   HUMBERT, M: Expert Opin. Investig. Drugs 2004; 13: 1349-60
7   Scrip 2004; Nr. 2915: 25

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blitz-a-t     16. Februar 2005

UNTER KREBSVERDACHT: NEURODERMITIS-MITTEL PIMECROLIMUS (DOUGLAN, ELIDEL)
UND TACROLIMUS (PROTOPIC)

Die US-amerikanische Arzneimittelbehoerde FDA erwaegt, kuenftig mit
einem besonders hervorgehobenen Warnhinweis (“black box”) auf ein
moegliches Krebsrisiko der bei atopischer Dermatitis verwendeten Externa
Pimecrolimus (DOUGLAN, ELIDEL; a-t 2004; 35: 42-3) und Tacrolimus
(PROTOPIC; a-t 2002; 33: 50-1) aufmerksam zu machen. Hintergrund sind
eine steigende Zahl von Berichten ueber Krebs in Verbindung mit den
beiden Immunsuppressiva sowie neue tierexperimentelle Daten (1). Derzeit
liegen der Behoerde 19 Meldungen zu Krebs unter oertlicher Anwendung von
Tacrolimus vor sowie 10 entsprechende Berichte zu Pimecrolimus, darunter
Lymphome und Hauttumoren (2,3).

Bei oraler oder parenteraler Anwendung von Immunsuppressiva
einschliesslich dem in der Transplantationsmedizin verwendeten
Tacrolimus (PROGRAF) ist eine erhoehte Rate von Krebserkrankungen
bekannt, vor allem von Lymphomen. Pimecrolimus ist bislang
ausschliesslich als Externum erhaeltlich. Unter einer derzeit erprobten
oralen Zubereitung werden jedoch im Tierversuch ebenfalls Lymphome
beobachtet, und zwar unter allen geprueften Dosierungen. Eine Dosis, bei
der kein Effekt auftritt (no effect level), laesst sich nicht angeben.
Mitarbeiter der FDA beurteilen die immunsuppressiven Effekte beider
Externa bei Tieren, die sich vorzugsweise im Auftreten von Lymphomen
manifestieren, als ueberzeugend und gleichsinnig (“strong, consistent
and compelling”). Die Lymphomentwicklung steigt nach den
tierexperimentellen Daten mit der kumulativen Dosis. Obwohl ein
definitiver Beweis einer Kanzerogenitaet auch fuer den Menschen bislang
aussteht, haelt die FDA einen deutlichen Warnhinweis im Sinne des
vorbeugenden Verbraucherschutzes fuer geboten (1).

Sowohl Pimecrolimus als auch Tacrolimus haben in den USA lediglich
Reservestatus. Steigende Verordnungszahlen insgesamt und zunehmender
Gebrauch bei Kindern einschliesslich Kleinkindern unter zwei Jahren,
fuer die die beiden Immunmodulatoren nicht zugelassen sind, weisen
jedoch auf eine wesentlich breitere Verwendung hin. Dies wird von der
FDA auf aggressive Vermarktung zurueckgefuehrt. Das moegliche
Krebsrisiko gefaehrdet aber vor allem Kinder, bei denen nach oertlicher
Anwendung der Immunsuppressiva haeufiger messbare Blutspiegel gefunden
werden als bei Erwachsenen.

Hierzulande darf Pimecrolimus ohne Einschraenkung bei Kindern ab zwei
Jahren verwendet werden, waehrend Tacrolimus wie in den USA lediglich
als Reservemittel bei ungenuegender Wirksamkeit oder Unvertraeglichkeit
herkoemmlicher Mittel zur Kurzzeit- und intermittierenden
Langzeitbehandlung zugelassen ist. Vor allem Pimecrolimus wird entgegen
den Vorgaben des Heilmittelwerbegesetzes immer wieder direkt bei Laien
beworben (a-t 2004; 35: 91-2) oder die Anwendung auf herstellernahen
Veranstaltungen beispielsweise bereits bei Kindern in den ersten sechs
Lebensmonaten nahegelegt (4). Wir fordern Reservestatus fuer beide
Immunmodulatoren, Beschraenkung auf ausschliesslich kurzfristige
Anwendung sowie einen deutlichen Warnhinweis auf das moegliche
Krebsrisiko. Ein Verbot des Gebrauchs bei Kindern ist zu erwaegen, -Red.

1   TEMECK, J., Division of Pediatric Drug Development:
http://www.fda.gov/ohrms/dockets/ac/05/briefing/2005-4089b2_01_02_DPDD%20Consult.pdf
2   FDA: Alert for Healthcare Professionals zu Pimecrolimus vom 14.
Febr. 2005, zu finden unter:
http://www.fda.gov/cder/drug/InfoSheets/HCP/ElidelHCP.pdf
3   FDA: Alert for Healthcare Professionals zu Tacrolimus vom 14. Febr.
2005, zu finden unter:
http://www.fda.gov/cder/drug/InfoSheets/HCP/ProtopicHCP.pdf
4   KOELLGES, R.: zit. nach Aerzte Ztg. vom 29. Jan. 2004

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blitz-a-t      8. Februar 2005

ROTE-HAND-BRIEF FEHLT:
HEPATITIS, RHABDOMYOLYSE U.A. UNTER LIPIDSENKER EZETIMIB (EZETROL, IN
INEGY)

Die kanadische Gesundheitsbehoerde und Merck Frosst/Schering (Kanada)
warnen in einem Dear Doctor Letter vor neu erkannten Nebenwirkungen des
Lipidsenkers Ezetimib (EZETROL, in INEGY; a-t 2002; 33: 110-1 und 2004;
35: 46-7). Allein oder in Kombination mit einem Statin sind
Rhabdomyolyse (meist bei Absetzen reversibel), Hepatitis, akute
Pankreatitis (bei akuten Abdominalschmerzen an diese Diagnose denken)
und Thrombozytopenie beschrieben. Zudem gibt es Hinweise auf Interaktion
mit dem oralen Antikoagulans Warfarin (COUMADIN) mit der Folge von
Blutungen (1).

Mit Ausnahme der Pankreatitis fehlen entsprechende Angaben in der
deutschen Fachinformation (2). Von MSD Deutschland ist derzeit kein
entsprechender Rote-Hand-Brief in Sicht.

1   Health Canada, Merck Frosst/Schering Pharmaceuticals:
Aerzteanschreiben vom 1. Febr. 2005;
http://www.hc-sc.gc.ca/hpfb-dgpsa/tpd-dpt/ezetrol_hpc_e.html
2   MSD: Fachinformation EZETROL 10 mg Tabletten, Stand Juli 2004

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blitz-a-t       8. Februar 2005

ETORICOXIB (ARCOXIA) BESONDERS SCHLECHT VERTRAEGLICH –
WARUM DER COX-2-HEMMER IN DEN USA BISLANG NICHT ZUGELASSEN IST

“Vorteilhaftes gastrointestinales und kardiovaskulaeres
Vertraeglichkeitsprofil” – so bewarb die Firma MSD den Cox-2-Hemmer
Etoricoxib (ARCOXIA) (1), nachdem sie Rofecoxib (VIOXX) wegen Herz- und
Kreislaufschaeden vom Markt genommen hatte (a-t 2004; 35: 116). Nach
bislang unveroeffentlichten Daten sollen kardiovaskulaere Ereignisse
unter Etoricoxib jedoch doppelt so haeufig vorkommen wie unter
Diclofenac (VOLTAREN u.a.; a-t 2005; 36: 15-6).

Gutachter der amerikanischen Arzneimittelbehoerde FDA folgern jetzt aus
den vorliegenden Vergleichsstudien (mehr als 6.000 Patientenjahre) mit
Plazebo, Naproxen (PROXEN u.a.) und anderen nichtsteroidalen
Entzuendungshemmern, dass Etoricoxib bezueglich Todesfaellen und
schwerer kardiovaskulaerer Ereignisse “schlechter abzuschneiden scheint
als alle Vergleichsmittel” (2,3). Die Gesamtmortalitaet ist unter
Etoricoxib numerisch am hoechsten (0,49/100 Patientenjahre). Die
Mortalitaetsrate unter Naproxen (0,29) entspricht Plazebo (0,30), die
von Nicht-Naproxen-NSAR liegt bei 0,40. Es faellt auf, dass
kardiovaskulaere Todesfaelle unter Etoricoxib zum Teil bereits nach
kurzer Anwendungszeit aufgetreten sind (z.B. nach 19, 38 oder 97 Tagen),
die beiden Diclofenac-bezogenen Todesfaelle dagegen erst nach mehr als
drei Jahren. Die Zahl kardiovaskulaerer Ereignisse steigt unter
Etoricoxib gegenueber Plazebo bereits innerhalb von zwoelf Wochen an.
Die Gutachter interpretieren die Datenlage als Signal fuer
kardiovaskulaere Toxizitaet (2).

Der moegliche Vorteil von Etoricoxib hinsichtlich der
Magen-Darm-Vertraeglichkeit wird als “marginal” eingestuft (2).

In den USA ist Etoricoxib nach wie vor nicht zugelassen. Die
US-amerikanische Verbraucherschutzgruppe Public Citizen fordert – wie
auch wir – wegen negativer Nutzen-Schaden-Bilanz die Marktruecknahme
aller erhaeltlichen Cox-2-Hemmer (4).

1   MSD: ARCOXIA aktuell 09/2004, Beilage DMW 2004; 129, Nr. 41
2   Arthritis & Drug Safety and Risk Management Advisory Committee
Briefing Package, Febr. 16, 17 and 18, 2005; ARCOXIA, Safety Review of
Safety and GI;
zu finden unter:
http://www.fda.gov/ohrms/dockets/ac/05/briefing/2005-4090b1-01.htm, dort
bei “TabT Original NDA Review”
3   RICHWINE, L.: Reuters 4. Febr. 2005
4   Public Citizen, Petition vom 24. Jan. 2005;
http://www.citizen.org/publications/release.cfm?ID=7358&secID=1678&catID=126

Redaktion arznei-telegramm

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blitz-a-t      21. Dezember 2004

NAPROXEN (PROXEN U.A.) AUCH KARDIOTOXISCH?

In einer aktuellen Stellungnahme (1) weist die US-amerikanische
Arzneimittelbehoerde FDA darauf hin, dass nach vorlaeufigen Daten aus
einer abgebrochenen Studie, in der die nichtsteroidalen Antirheumatika
Naproxen (PROXEN u.a.) und Celecoxib (CELEBREX) bei 2.500 Patienten mit
erhoehtem Risiko fuer Alzheimer-Demenz gegen Plazebo geprueft wurden,
kardiale Ereignisse oder Schlaganfaelle unter Naproxen etwa 1,5 mal so
haeufig vorkommen wie unter Scheinmedikament (2).

Die Meldung ueberrascht, da Naproxen verschiedentlich kardioprotektive
Eigenschaften zugeschrieben wurden. Unter anderem wurde das erhoehte
Risiko von Rofecoxib (VIOXX) in der VIGOR-Studie – faelschlicherweise –
auf die angeblich protektiven Eigenschaften des Vergleichpraeparates
Naproxen zurueckgefuehrt (a-t 2001; 32: 102-3). Bevor aus den aktuellen
Daten Rueckschluesse auf Therapieentscheidungen abgeleitet werden, sind
Details abzuwarten. Angesichts der Diskussion um die Risiken der
Cox-2-Hemmer erachten wir diese Mitteilung dennoch fuer relevant.

Redaktion arznei-telegramm

1  US-amerikanische Arzneimittelbehoerde (FDA);
http://www.fda.gov/bbs/topics/news/2004/NEW01148.html
2  CNN: http://www.cnn.com/2004/HEALTH/12/20/study.halted.ap/index.html

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blitz-a-t      18. Dezember 2004

DAS AUS FUER COX-2-HEMMER –
JETZT AUCH STUDIE MIT CELECOXIB (CELEBREX) GESTOPPT
CAVE KARDIOVASKULAERES RISIKO DER COXIBE

Die Bilder gleichen sich. Soeben wird – wenige Monate vor Abschluss –
die auf drei Jahre angelegte plazebokontrollierte APC (Adenoma
Prevention with Celecoxib)-Studie mit rund 2.000 Patienten gestoppt,
weil die Haeufigkeit kardiovaskulaerer Ereignisse unter Celecoxib
(CELEBREX) signifikant zunimmt (1). Mit der APC-Studie sollte geprueft
werden, ob der Cox-2-Hemmer zur Vorbeugung von Kolonpolypen wirksam ist.
Erst im September war fuer MSD die Verdoppelung des kardiovaskulaeren
Risikos in einer entsprechenden Studie Anlass, Rofecoxib (VIOXX) vom
Markt zu nehmen (a-t 2004; 35: 117-8). Eine Marktruecknahme von
Celecoxib ist offensichtlich noch nicht erfolgt, obwohl die
Herz-Kreislauf-Gefaehrdung (kombinierter Endpunkt: kardiovaskulaerer
Tod, akuter Herzinfarkt und Schlaganfall) in APC deutlich ist:

Plazebo: 6 Herz-Kreislauf (HK)-Ereignisse
Celecoxib, 2 x tgl. 200 mg: 15 HK-Ereignisse (2,5faches Risiko
gegenueber Plazebo)
Celecoxib, 2 x tgl. 400 mg: 20 HK-Ereignisse (3,4faches Risiko
gegenueber Plazebo).

Zwei weitere Studien mit Celecoxib (Prevention of Spontaneous
Adenomatous Polyps Trial und Alzheimer’s Disease Anti-inflammatory
Prevention Trial), die in Groesse und Dauer mit der APC-Studie
vergleichbar sind, laufen weiter, weil bei diesen kein erhoehtes
kardiovaskulaeres Risiko aufgefallen sein soll (1).

Bereits die im Jahr 2000 veroeffentlichte CLASS-Studie (Celecoxib
Long-term Arthritis Safety Study) gibt Hinweise auf eine thrombogene
Wirkung von Celecoxib. Aufgrund des Wirkmechanismus ist hinsichtlich der
kardiovaskulaeren Schaedlichkeit von einem Gruppeneffekt der Coxibe
auszugehen. Wir haben aufgrund der Sicherheitsbedenken und fehlender
Vorteile generell von der Verwendung von Cox-2-Hemmern abgeraten (z.B.
a-t 2004; 35: 125-6). Auch die Autoren eines im Internet
vorveroeffentlichten Leserbriefes im New England Journal of Medicine
empfehlen jetzt Aerzten, den ebenfalls von Pfizer vertriebenen
Cox-2-Hemmer Valdecoxib (BEXTRA) zum “Schutz der Allgemeinheit” nicht
mehr zu verordnen (3). Nach einer bislang unveroeffentlichten
Metaanalyse soll auch Valdecoxib das Risiko von Herzinfarkten und
Schlaganfaellen verdoppeln. Der Cox-2-Hemmer wird daher als “Zeitbombe”
bezeichnet (a-t 2004; 35; 142). Hinzu kommt, dass Abkoemmlinge wie
Celecoxib, Parecoxib (DYNASTAT) und Valdecoxib wegen ihrer
Sulfonamidstruktur ein zusaetzliches Risiko lebensbedrohlicher
Hautreaktionen bergen, Valdecoxib moeglicherweise staerker als die
anderen Coxibe (4).

Spaetestens seit Mitte der 90er Jahre ist Firmenmitarbeitern von Merck &
Co. (MSD) ein kardiovaskulaeres Risikopotenzial von Cox-2-Hemmern
bekannt. Es hat aber fast ein Jahrzehnt gedauert, bis die Erkenntnisse
umgesetzt wurden und Rofecoxib vom Markt genommen wurde. Weitere
Verzoegerungen von Risikomassnahmen fuer Coxibe sind unter dem
Gesichtspunkt des vorbeugenden Verbraucherschutzes nicht mehr
akzeptabel. Schliesslich ist das Schaedigungspotenzial zu eindeutig und
zudem fuer verschiedene Cox-2-Hemmer nahezu identisch. Aus den
bisherigen Erfahrungen ist abzuleiten, dass Warnungen sowie Korrekturen
an Produktinformationen durch das Marketing unterlaufen werden koennen
und die Verordnungen nicht relevant beeinflussen. Die Marktruecknahme
von Celecoxib und den uebrigen Cox-2-Hemmern erscheint ueberfaellig.

1   FDA Statement on Halting of a Clinical Trial of the Cox-2 Inhibitor
Celebrex, December 17, 2004;
http://www.fda.gov/bbs/topics/news/2004/NEW01144.html
2   FDA Alert for Practitioners Celebrex (celecoxib), 12/17/04,
http://www.fda.gov/cder/drug/infopage/celebrex/celebrex-hcp.pdf
3   RAY, W.A. et al.: N. Engl. J. Med. 2004; 351: 2767
(Erscheinungsdatum 23. Dez. 2004, vorveroeffentlicht unter
http://content.nejm.org/cgi/content/abstract/NEJMc045711)
4   Scrip 2004; Nr. 3004: 24

ALTERNATIVEN FUER COX-2-HEMMER: Die Europaeische Arzneimittelbehoerde
EMEA stuft das Risiko schwerer gastrointestinaler Schaeden
(Perforationen, Ulzera, Blutungen) von Coxiben und nichtsteroidalen
Antirheumatika (NSAR) wie Diclofenac (VOLTAREN u.a.) und Ibuprofen
(BRUFEN u.a.) als “vergleichbar” ein (1). Aufgrund des hohen
Bewaehrungsgrades empfiehlt sich die Rueckumstellung auf solche NSAR, so
kurz und so niedrig dosiert wie moeglich. Bei Arthroseschmerzen soll
vorrangig Parazetamol (BENURON u.a.) versucht werden. Parazetamol plus
Kodein (in TALVOSILEN FORTE u.a.) beziehungsweise andere
Opioidanalgetika kommen aber auch bei diesen Patienten sowie bei
rheumatoider Arthritis als Alternative zu NSAR in Betracht (a-t 2004;
35: 125-6).

1   Coxibe, Abschluss des europaeischen Bewertungsverfahrens vom 30.
April 2004; zu finden unter
http://www.bfarm.de/de/Arzneimittel/am_sicher/am_sicher_akt/index.php?more=coxibe.php

Redaktion arznei-telegramm

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Gf: Wolfgang BECKER-BRUESER

 

blitz-a-t      2. November 2004

FIRMENINTERNE DOKUMENTE ZEIGEN:
MSD* KANNTE KARDIOVASKULAERES SCHAEDIGUNGSPOTENZIAL VON ROFECOXIB
(VIOXX) FRUEHZEITIG 

“Unerwartet” seien die vermehrten Herzinfarkte und Schlaganfaelle unter
Rofecoxib (VIOXX) in der APPROVe-Studie (a-t 2004; 35: 116) gekommen,
betont  der Vorstand des US-Konzerns Merck & Co., Raymond GILMARTIN,
anlaesslich der Marktruecknahme des Cox-2-Hemmers im September 2004 (1).
Dem Vorwurf der Datenunterdrueckung tritt die Firma hierzulande mit
ganzseitigen Anzeigen entgegen: “MSD hat Behoerden, Aerzte und Apotheker
im Interesse des Patientenwohls stets umgehend informiert.”(2)  Und
nicht nur das: Die Firma verklagt Zeitungs- und Fernsehredaktionen, die
ueber die Datenmanipulationen in Verbindung mit Rofecoxib oder ueber
Hochrechnungen zur Zahl der moeglicherweise Geschaedigten berichtet
haben.

Firmeninterne E-Mails, die das Wall Street Journal am 1. November
veroeffentlicht, bestaetigen jedoch jetzt die schlimmsten
Befuerchtungen. Sie dokumentieren nicht nur, dass die Firma bereits in
der zweiten Haelfte der 90er Jahre ein kardiovaskulaeres
Schaedigungspotenzial ihres Cox-2-Hemmers befuerchtet hat, sondern geben
auch einen erschreckenden Einblick in die Desinformationsstrategien zur
Zerstreuung dieses Verdachts in der Oeffentlichkeit. Bereits ab 1996
wird diskutiert, wie Studien angelegt sein muessten, damit das
kardiovaskulaere Risiko von Rofecoxib moeglichst verborgen bleibt. Die
heutige Vizepraesidentin fuer klinische Forschung sieht Merck & Co. im
Februar 1997 in einer ausweglosen Situation (“No-win situation”). Werde
Rofecoxib mit Azetylsalizylsaeure (ASS; ASPIRIN u.a.) kombiniert, koenne
das Risiko gastrointestinaler Probleme steigen. Ohne ASS bereite “die
Moeglichkeit erhoehter kardiovaskulaerer Ereignisse grosse Sorge”. Ihr
Loesungsvorschlag: Patienten mit kardiovaskulaeren Problemen sollten von
den Studien ausgeschlossen werden, damit die Rate kardiovaskulaerer
Probleme zwischen Rofecoxib-Patienten und den anderen “nicht auffaellt”.
“Wenn die Patienten in der VIOXX-Gruppe nicht zusaetzlich
Azetylsalizylsaeure erhalten, wird es mehr thrombotische Ereignisse
geben” und das Coxib abstuerzen (“kill the drug”) (1). Als drei Jahre
spaeter die ersten vorlaeufigen Ergebnisse der VIGOR-Studie mit dem
deutlichen Hinweis auf Zunahme von Herzinfarkten unter Rofecoxib im
Vergleich mit Naproxen (PROXEN u.a.) bekannt werden, kommentiert der
Forschungsleiter der Firma intern: Die kardiovaskulaeren Ereignisse
“sind eindeutig vorhanden” und “wie wir befuerchtet haben, sind sie
durch den Wirkmechanismus bedingt” (1).

Offiziell leugnet Merck & Co. alle Hinweise auf die kardiovaskulaere
Schaedlichkeit des Cox-2-Hemmers. Das Wall Street Journal zitiert aus
einem 16-seitigen Trainingsdokument (“DODGE” (Trick, Winkelzug)), mit
dem offenbar Pharmareferenten geschult werden, Negativargumenten zu
Rofecoxib zu begegnen (1). Forscher und Referenten werden
eingeschuechtert nach dem Motto: “Sie achten besser darauf, was Sie
sagen” (1). In der Publikation der VIGOR-Studie (3), an der
Firmenmitarbeiter beteiligt sind, werden die vollstaendigen Risikodaten
unterdrueckt (a-t 2001; 32: 87-8). Den Herausgeber einer unabhaengigen
spanischen Arzneimittelzeitschrift verklagt Merck & Co., weil dieser die
“so genannten Vorteile von Celecoxib und Rofecoxib” als
“wissenschaftlichen Betrug” bezeichnet hat (a-t 2004; 35: 16). Das
Verfahren verliert die Firma. Der Versuch, Autoren einer
Fallkontrollstudie, die auf ein erhoehtes Herzinfarktrisiko unter
Rofecoxib hinweist, zur Unterdrueckung eines Teils ihrer Negativdaten zu
bewegen, scheitert ebenfalls (1).

In Presseverlautbarungen, Artikeln medizinischer Fachzeitschriften und
auf Symposien wird die Botschaft verbreitet, dass nicht Rofecoxib
kardiotoxisch, sondern das Vergleichs-NSAR in VIGOR, Naproxen,
kardioprotektiv sei (4). Dies, obgleich offenbar auch firmenintern
erkannt wurde (1), dass selbst unter der unbewiesenen Annahme einer dem
ASS vergleichbaren thrombozytenaggregationshemmenden Wirksamkeit von
Naproxen die Differenz zu Rofecoxib – Verfuenffachung des
Herzinfarktrisikos, Verdoppelung von kardiovaskulaeren Ereignissen
insgesamt – nicht erklaerbar ist (5). Bis August 2004 haelt die Firma an
dieser Anfang 2000 entwickelten Argumentation fest, die nach den
Veroeffentlichungen des Wall Street Journals endgueltig zusammenbricht.
Die jetzt bekannt gewordene interne Diskussion duerfte die Position der
Firma in Schadenersatzklagen drastisch verschlechtern.

1   WILDE MATHEWS, A., MARTINEZ, B.: Wall Street Journal online vom 1.
Nov. 2004
2   MSD: “Wir leben Verantwortung”, Anzeige in Sueddt. Ztg. vom 22. Okt.
2004
3   BOMBARDIER, C. et al.: New Engl. J. Med. 2000; 343: 1520-8
4   TOPOL, E.J.: New Engl. J. Med. 2004; 351: 1707-9
5   WRIGHT, J. M.: Can. Med. Ass. J. 2002; 167: 1131-7

*   MSD ist die deutsche Tochter des US-amerikanischen Konzerns Merck &
Co.

Redaktion arznei-telegramm

A.T.I. Arzneimittelinformation Berlin GmbH
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Gf: Wolfgang BECKER-BRUESER

 

blitz-a-t      10. September 2004

CAVE: UMSATZBETEILIGUNGEN BEI ARZNEIVERORDNUNGEN –
VERSTOSS GEGEN DIE BERUFSORDNUNG DER AERZTINNEN UND AERZTE

In der September-Ausgabe des arznei-telegramm, die heute in den Versand
gegangen ist, berichtet ein Kollege ueber eine “schamlose Form der
Korruption” (a-t 2004; 35: 97): Eine Pharmareferentin von
ct-Arzneimittel hat ihm eine Umsatzbeteiligung von 5% bis 7,5% fuer
verordnete Praeparate der Firma angeboten – ohne Vertrag, aber mit
Verordnungsnachweis ueber Ausdrucke der Praxissoftware.

Dies beschreibt offensichtlich die Spitze eines Eisberges. So schliesst
auch die Firma Sandoz, die Generika-Sparte der Novartis GmbH, –
schriftliche – Vertraege ueber eine prozentuale “Provision” auf dem
“berechneten  Umsatzzuwachs … im Vertragsgebiet” ab, verbunden mit
Knebelparagraphen und Geheimhaltungsklausel (Mustervertrag der Sandoz
Pharmaceuticals GmbH mit Gesundheitsnetz, 2. Mai 2004).*

Ueber solche Abmachungen versuchen Pharmafirmen, Aerzte an sich zu
binden und sich Marktanteile zu sichern. Und die Methode zeigt Wirkung.
Dem arznei-telegramm liegt das Anschreiben eines Aerztevereins vom 15.
August 2004 vor, dem nach eigenen Angaben 90% der niedergelassenen
Aerzte der Region angehoeren. Der Verein empfiehlt allen Apotheken
dieses Bereiches, sich mit “Generica Sandoz” zu bevorraten, “um immer
lieferfaehig zu sein”.

Der Wettbewerb unter den mehr als 100 Anbietern von Generika wird auf
diese Weise ausgehebelt – zum Schaden der Patienten, der
Versichertengemeinschaft und moeglicherweise auch der Aerzte, die von
solchen Regelungen zu profitieren glauben. Firmen wie Sandoz und ct
verleiten Verordner dazu, gegen die Berufsordnung zu verstossen. §34 der
(Muster-) Berufsordnung regelt, dass es “Aerztinnen und Aerzten …
nicht gestattet (ist), fuer die Verordnung von Arznei-, Heil- und
Hilfsmitteln oder Medizinprodukten eine Verguetung oder andere Vorteile
fuer sich oder Dritte zu fordern, sich oder Dritten versprechen zu
lassen oder anzunehmen”.

Nicht nur Interventionen der zuständigen Aerztekammern, sondern auch
der Staatanwaltschaft erscheinen möglich. Ob Straftatbestände erfüllt
sind, wird derzeit geprüft.

Redaktion arznei-telegramm

*   Wir bitten unsere Leser um Mitteilung weiterer entsprechender
Angebote von Firmen.

A.T.I. Arzneimittelinformation Berlin GmbH
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Der Todesplan

Therapie: (VIOXX 25 mg Tabletten) Rofecoxib, (PREDNISOLON 5 mg Tabletten) Prednisolon, (Azetylsalizylsäure (INN)) Azetylsalizylsäure.

Nach Dauereinnahme von Rofecoxib, Azetylsalizylsäure und Prednisolon akutes Hämatinerbrechen; Tod am selben Tag im Blutungsschock.

Therapie: Lithiumzitrat, Azetylsalizylsäure, Chinin.

Panzytopenie (Sternalknochenmarksdiagnose), Sepsis, akutes Nierenversagen, pulmonale Insuffizienz, protrahierte gastrointestinale Blutung, Multiorganversagen.

 

Therapie: (MARCUMAR Tabletten) Phenprocoumon, (ASPIRIN Tabletten) Azetylsalizylsäure, (Doxycyclin (INN)) Doxycyclin, (NOVODIGAL Tabletten) Beta-Azetyldigoxin, (LOPIRIN 25 mg Tabletten) Captopril.

Massive intrazerebrale Blutung, TPZ- Abfall, Tod.

 

Therapie 23-Jjähriger: (NOVALGIN 2 ml Ampullen) Metamizol-Natrium, (ASPIRIN Tabletten) Azetylsalizylsäure, (PASPERTIN Tropfen) Metoclopramid, (ESBERITOX N Tabletten). Thujaextrakt – Indigowurzelextrakt – Echinacea-purpurea-Wurzelextrakt. Epidermolysis acuta toxica LYELL? Schwere Darmblutungen, Verbrauchskoagulopathie, Sepsis, Schock, Tod.

 

Therapie 11-jähriges Kind: (VACCINEURIN (aH 10/92)) Bakterienlysat, (TRAMAL 100 mg Ampullen), Tramadol-HCl, (PSYQUIL 10 mg Ampullen (aH 5/03)) Triflupromazin, (LUMINAL Injektionslösung), Phenobarbital. Am Tage der Injektion Fieber bis 41 Grad C; abends Fieberrückgang, zunehmende Bewußtseinseintrübung, Tachykardie; nachts tonischer Krampfanfall; bei Krankenhausaufnahme bewußtlos; komatöses Kind mit Multiorganversagen; maschinell beatmet; terminale Niereninsuffizienz (tägliche Dialyse erforderlich), Gerinnungsstörung (Quick 7,2%, PTT 80,9 sec, Fibrinogen 96 mg%), akutes Leberversagen mit GOT 2356 U/l, GPT 2296 U/l, Gamma-GT 49 U/l, Bilirubin 9,7 mg%; Kreatinin 315 umol/l, LDH 3520 U/l, Abfall von Kalzium; am 9. Behandlungstag massive intrakranielle Ventrikel- und intrazerebrale Blutung, drei Tage später verstorben.

 

Therapie: (MADOPAR 62,5 Kapseln) Levodopa + Benserazid 4:1. Zerebraler Krampfanfall 3 Tage nach Absetzen von MADOPAR; Streckkrämpfe; maligne Hyperthermie; Bewußtseinseintrübung; GOT und GPT erhöht; kein Anhalt für zerebrale Raumforderung oder infektiöse Ursache des Fiebers;

Tod wegen Herz-Kreislauf-Versagen und Pneumonie.

 

Therapie: (MADOPAR 62,5 Kapseln) Levodopa + Benserazid 4:1, (DOPERGIN 0,2 Tabletten) Lisurid, (MOVERGAN 5 mg Tabletten Selegilin-HCl, (PK-MERZ 100 mg Tabletten) Amantadin. Maligne Hyperthermie; Koma; schlaffe Tetraparese; Kreislaufversagen mit Schockzustand; Verbrauchskoagulopathie; CPK 288 U/l;

Tod durch Herz-Kreislauf-Versagen.

 

Therapie: (ARTEPARON Ampullen (aH)) Mucopolysaccharidpolysulfat, (PROCAIN RÖDLER 0.5%)Benzylalkohol – Prokain-HCl-Neuraltherapie – Natriumdisulfit. Anaphylaktischer Schock mit tödlichem Ausgang.

 

Therapie: (SPALT Tabletten (aH)) Phenazonsalizylat – Salizylamid – Benzylmandelat – Koffein. Akute Agranulozytose. zwei Wochen vor stationärer Aufnahme Einnahme von SPALT Tabletten wegen Kopfschmerzen, danach Fieber, Lungenentzündung; Komplikation: Herz-Kreislaufstillstand zwei Tage nach stat. Aufnahme mit erfolgreicher Reanimation; maschinelle Beatmung notwendig; Patientin starb neun Tage nach stationärer Aufnahme.

 

Nach Einnahme von Lamivudin plus Zidovudin und Abacavir schwere Hepatotoxizität mit nachfolgendem hepatorenalem Syndrom, atypische Laktatazidose, disseminierte intravasale Gerinnung, GOT bis 650 U/l, GPT bis 320 U/l, LDH bis 770 U/l, Thrombozytopenie; Urämie; Tod.

 

Am ersten Einnahmetag von Chlormezanon und Parazetamol: Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Sehstörungen in Form von Doppelbildern, Brechreiz; einen Tag später Klinikaufnahme, Verdacht auf aseptische Meningitis; vier Tage nach Einnahme, zunehmende Niereninsuffizienz, Thrombopenie, cholestatische Hepatose, Pankreatitis, Verlegung in Universitätsklinik, Patient verstorben.

 

Aufgrund einer Azetylsalizylsäuretherapie Magenperforation, elf Tage nach Operation Tod durch fulminante Lungenembolie.

 

Nach dreiwöchiger Einnahme von Acetylsalizylsäure Entwicklung eines perforierendes Ulcus duodeni mit Peritonitis, Patient an Peritonitis verstorben.

 

6 Monate nach Therapiebeginn mit Aspirin schwere Magenblutung; endoskopisch fanden sich im distalen Corpus ventriculi multiple, fibrinbedeckte kleine Ulcerationen, im distalen Corpus war ein kleines Ulcus mit einem blutenden Gefäßstumpf; nach Umspritzung mit Suprarenin stand die Blutung; da die Dignität der Ulcerationen nicht eindeutig bioptisch geklärt werden konnte, wurde eine Magen-Op vorgenommen; histologisch ließ sich kein Malignom feststellen; 2 Tage post Op verstarb der Patient nach einem Infarktrezidiv.

Nach Einnahme von Beta-Azetyldigoxin und Azetylsalizylsäure intrazerebrale Massenblutung (CT-gesichert) nach häuslichem Sturz (infolge “Kreislaufkollaps”), Tod.

 

Nach Einnahmen von Azetylsalizylsäure, Nifedipin, Isosorbidmononitrat und Glyzeroltrinitrat blutendes Magenulkus, Bluterbrechen; gastroskopisch: Blutung aus spritzendem arteriellen Gefäß cardianah; Arterenolunterspritzung, Fibrinkleber, Blutstillung; 7 Tage später unter Rezidivblutung hämorrhagischer Schock; Laparotomie: Übernähung des spritzenden arteriellen Gefäßes und Vagotomie, 3000 ml Erythrozyten-Konzentrat intraoperativ; postoperativ bei Herzkreislaufinsuffizienz und pulmonaler Insuffizienz beatmet;

Exitus letalis im protrahierten Herzkreislaufversagen weitere 8 Tage später.

 

Nach Einnahme von Ibuprofen, Amoxicillin und Homöopathie Ipecacuanha D4, Bryonia D4, Aconitum D4, Echinacea-purpurea-Presssaft, Indigowurzelextrakt, Wasserdosttinktur und Chinarindenextrakt Ausbildung einer Rhabdomyolyse (CK 32.270, LDH 19.870 U/l) mit protrahiertem Schockgeschehen, Myoglobinurie im Urin und im Ultrafiltrat positiv, erhöhte Gefäßpermeabilität; verstorben.

 

Nach Einnahmen von Ademetioninbisulfat, Piroxicam, Ibuprofen und Fluocortolon zunehmende Übelkeit, Stunden nach Einnahme der ersten beiden Tabletten GUMBARAL (Ademetioninbisulfat) akuter Tod.

 

Nach Einnahmen von Alfuzosin-HCl und Nifedipin nach morgendlicher Einnahme Unwohlsein, Patient “habe sich hinlegen müssen”; nach knapp zweiwöchiger Einnahme plötzlich Luftnot im Liegen, kurz danach Pulslosigkeit von der Ehefrau festgestellt, Bewusstseinsverlust; nach einigen Minuten Schnappatmung, Zyanose, Asystolie, Abbruch der Reanimation nach 30 Minuten, Tod.

 

Die nach einer Therapie mit  Allergenextrakte (NOVO-HELISEN DEPOT Suspension) mit 19monatiger Hyposensibilisierungstherapie – Verdoppelung der Dosis auf 0,4 ml gegenüber vorangegangener, 7 Tage zurückliegender Injektion, danach anaphylaktischer Schock mit Atem- und Herzstillstand, Tod 2 Wochen nach stat. Einlieferung.

 

Nach elftägiger Allopurinol-Therapie: Während stationärem Aufenthalt Leukopenie mit Leukozyten von 1100/ul festgestellt, im Differentialblutbild 13 Eosinophile, 52 Leukozyten, absetzen, einen Tag später Temperaturanstieg, im Verlauf der nächsten Tage auf bis zu 40 Grad Celsius; symptomatische Behandlung mit Ofloxacin und Parazetamol; Verdacht auf toxische allopurinolinduzierte Granulozytopenie mit bakterieller Superinfektion; drei Tage nach Beginn des Fiebers Zustand stabilisiert, Laborparameter deutlich gebessert, abends Temperaturanstieg auf 39,5 Grad Celsius, Atem- und Herzstillstand, Tod.

Nach Einahme von Allopurinol, Furosemid, Enalaprilmaleat, Digitoxin, Isosorbiddinitrat, Kalium-DL-hydrogenaspartat, Magnesium-DL-hydrogenaspartat.

Entwicklung eines STEVENS-JOHNSON-Syndrom, Übergang in LYELL-Syndrom, Tod.

 

Therapie: Alprostadil, Heparin, Dopamin-HCl, Sucralfat, Pirenzepin-HCl, Metformin-HCl.

Kreislaufstabil nach Infusionstherapie, etwa 4 Wochen nach Infusionsende erstmals kardiopulmonale Dekompensation, Behandlung auf Intensivstation, schlechte Lungenfunktion nach Stabilisierung des Kreislaufs anhaltend, Intubation, eitrige Bronchienverlegung, nach Absaugen pulmonal rekompensiert, 2 Wochen später Vorfußamputation, 2 Tage später Sepsis, Nierenversagen, extrapyramidal-motorische Symptomatik, 2 Wochen später kardiopulmonale Dekompensation, Tod

 

Medikamentöse Therapie: Alprostadil, Dihydralazin, Clonidin-HCl,  Hydrochlorothiazid, Amilorid-HCl,  Captopril,  Glibenclamid, Metformin-HCl. Verschlechterung einer kardialen Insuffizienz, Lungenödem, frischer Hinterwandinfarkt mit Exitus letalis

Medikation: Alprostadil, Theophyllin, Furosemid, Metildigoxin, Allopurino, BRONCHO SPRAY Dosieraerosol (aH 8/99)), Salbutamol-Inhalat, Prednison, Azetylzystein.

Nach 12 Tagen stationärer Therapie 3wöchige ambulante Fortsetzung der Behandlung insges. 3 Wochen (3 Amp. über 3 Stunden als Infusion); keine subjektive Besserung der arteriellen Verschlußkrankheit; keine kardiale Verschlechterung; kein Lungen- oder Beinödem; Gamma-GT 35 U/l, Kreatinin, Harnstoff, Kalium im Normbereich; 1 1/2 Monate nach Therapieende plötzlicher Herztod.

 

Therapie: (PROSTAVASIN Ampullen 20 ug) Alprostadil, Nifedipin, Glibenclamid.

Zunächst Ischämien, dann Tod durch Herzinfarkt.

 

Therapie: Desipramin, Amantadin. Wenige Tage nach Dosiserhöhung von Desipramin und Amantadin akute Temperaturerhöhung auf 40,7 Grad Celsius; am Folgetag Anstieg auf 41,5 Grad Celsius; kein Anhalt für Infektion; nach Behandlung mit Physostigmin Normothermie innerhalb von zwei Stunden;

nachfolgend fulminantes Multiorganversagen, Hirnstammeinklemmung bei Ödem und Einblutung in den Hirnstamm; Tod; Diagnose: zentral anticholinerges Syndrom.

 

Mediamentöse Therapie: Enalaprilmaleat, Xipamid, Diltiazem-HC, Theophyllin, Fluticasonpropionat-Inhalat, Fenoterol-HBr-Inhalat, Ipratropiumbromid-Inhalat, Phenprocoumon, Amiodaron-HCl.

 Zwei bis drei Tage nach Beginn der aufsättigenden Einnahme von Amiodaron Bewusstlosigkeit und Schnappatmung bei Kammerflimmern; trotz sofortiger kardiopulmonaler Reanimationsversuche mit mehrfacher Defibrillation und hoch dosierter kreislaufunterstützender Medikation Tod durch Kammerflimmern.

 

Therapie durch Amiodaron-HCl: Haut- und Sklerenikterus, Oberbauchsonographie und endoskopische retrograde Cholangiopankreatographie (ERCP) unauffällig, extra- und intrahepatische Gallengänge sowie Gallenblase steinfrei, Feinnadelpunktion der Leber: cholestatische (medikamentös-toxische) Leberschädigung, intrahepatische Cholestase, möglicherweise durch Amiodaron; im weiteren Verlauf maximaler Anstieg der Cholestaseparameter, Bilirubin zuletzt 41 mg/dl, Anstieg der Nierenretentionswerte,

Tod durch toxisches Herz-Kreislaufversagen bei Leberausfallkoma.

 

Plötzlicher Herztod nach Amiodaron-HCl (NOVODIGAL MITE Tabletten), Beta-zetyldigoxin (Captopril (INN)), Captopril (MARCUMAR Tabletten), Phenprocoumon.

 

Nach zweiwöchiger Einnahme von (CORDAREX Tabletten) Amiodaron-HCl Kammerflimmern, Tod.

 

Nach Einnahme von Amiodaron-HCl Thrombopenie, Thrombozyten bis 3000/ul, trotz intensiv-medizinischer Therapie nicht beherrschbar, zum Tode des Patienten führend.

 

Nach Einnahmen von(CORDAREX Tabletten) Amiodaron-HCl

Lungenfibrose (fibrosierende Alveolitis),

  1. 4 Wochen nach histologischem Nachweis Tod.

 

Nach Einnahmen von Amiphenazol-HCl, Isosorbidmononitrat, Azetylsalizylsäure und SZILLOSAN Dragees (aH) (Maiglöckchenextrakt, Meerzwiebelextrakt, Adoniskrautextrakt,
Weißdornblätter/blüten-Extrakt).

Agranulozytose, Leukopenie mit relativer Lymphozytose am letzten Tag der DAPTAZILE-Einnahme festgestellt, Fieber mit 40 Grad, Tachykardie, Sepsis, Verbrauchkoagulopathie; einen Tag später unter Antibiotika und Heparintherapie verstorben, Todesursache: Verdacht auf Rechtsherzversagen in der septischen Kreislaufbelastung.

 

Medikation: Intoxikation (vermutlich 80 Tabletten) mit Herz-Kreislaufstillstand, Ateminsuffizienz durch Amitriptylin, Chlordiazepoxid.

 

Therapie mit: (AUGMENTAN 2,2 g Ampullen) Co-amoxiclav (Amoxicillin + Clavulansäure 4+1), (DORMICUM) Midazolam, (DOLANTIN Ampullen 1 ml) Pethidin-HCl.

Nach Endokarditisprophylaxe mit Co-amoxiclav und Sedierung mit Midazolam und Pethidin vor geplanter Koloskopie Abfall der Sauerstoffsättigung, Verlegung auf Intensivstation und sofortige Intubation; Radiologie: alveoläres Lungenödem, umschriebene Infiltrate nicht abgrenzbar, Verdacht auf Aspiration; Blutgasanalyse: respiratorische Azidose; nachts zunehmende Oligurie, Fieber bis 39 Grad Celsius, Hämoglobin-Abfall auf 5,8 mg/dl; am Folgetag massiver Anstieg der Transaminasen, der Nierenwerte, der CK, der CK-MB, Laktatdehydrogenase 20.000 U/l, Quick-Wert bis 20%; wegen Hämoglobin-Abfalls auf 5,8 mg/dl Transfusion von zwei Erythrozytenkonzentraten, trotz fehlender Sedierung tief komatös, Tod; Diagnose: fulminantes Leberversagen bei Verdacht auf Arzneimittelnebenwirkung; Obduktion von Angehörigen nicht gewünscht.

 

Therapie mit Co-amoxiclav (Amoxicillin + Clavulansäure 4+1), Metronidazol, Cefotaxim, Gentamicin, Clarithromycin. Exanthem;

etwa eine Woche nach Absetzen von Amoxicillin plus Clavulansäure Ikterus mit Bilirubin bis 740 umol/l, schwerer toxisch-allergischer Leberschaden mit Lebersynthesestörung und hepatorenalem Syndrom, Leberversagen mit Aszites, vorübergehend dialysepflichtiges Nierenversagen, Labor: Transaminasen und alkalische Phosphatase erhöht, Quick bis 20%, Albumin bis 20 g/l, Kreatinin bis 370 umol/l, Bluteosinophilie, IgE über 7000 kU/l, RAST auf Penicillin G und V positiv; zweieinhalb Monate später noch nicht wieder völlig hergestellt;

Patient verstirbt an oberer gastrointestinaler Blutung bei schwerer hepatogener Koagulopathie.

 

Medikation: (DOLO-NEUROBION (aH)) Vitamin B6 hoch dosiert, Metamizol-Natrium, Cyanocobalamin, hoch dosiert, Vitamin B1 hoch dosiert.

Nach stationärer Aufnahme wegen geplanter Allergentestung Behandlung von dort aufgetretenen Rückenschmerzen mit DOLO-NEUROBION; nach i.m.-Injektion anaphylaktischer Schock mit Luftnot, Zyanose, Bewußtlosigkeit; erfolglose Reanimation, Tod.

 

Therapie: (SUPERTENDIN DEPOT 5 mg (aH 10/90)) Dexamethasonazetat, Cyanocobalamin, hoch dosiert, Vitamin B1, hoch dosiert, Lidokain-HCl 
(Indometazin (INN)), Indometazin.

Akute Oberbauchsymptomatik, Serum hyperlipämisch; Todesursache: Linksherzinsuffizienz mit massivem Lungenödem beidseits, links stärker als rechts, bei massiver Fettstoffwechselentgleisung.

 

Therapie: (Ampullen) Aprotinin, (EUTHYROX 125 Tabletten) Levothyroxin-Natrium (L-T4), (BELOC-ZOK MITE Tabletten) Metoprolol, ANTRA MUPS 20 Tabletten) Omeprazol, (OLTAREN DISPERS Tabletten) Diclofenac-Na, TAVOR 2,5 Tabletten) Lorazepam.

Unmittelbar nach intraoperativer Infusion von Aprotinin Kreislaufversagen; Verdacht auf anaphylaktische Reaktion; nach entsprechender Therapie und Volumengabe Stabilisierung der Kreislaufverhältnisse ohne begleitende Katecholamintherapie; etwa eine halbe Stunde später diffuse Blutungsneigung; keine Blutung aus größeren Gefäßen, Gerinnungsdiagnostik: Vollbild einer Verbrauchskoagulopathie; zunehmender Blutverlust mit erneutem und nicht beherrschbaren Kreislaufversagen;

nach Verlegung auf Intensivstation Tod im hämorrhagischen Schock.

 

Therapie: (Ampullen) Aprotinin. Nach zehnminütiger Infusion nach Narkoseeinleitung für eine erneute Herzoperation anaphylaktischer Schock; insgesamt 15 Minuten später notfallmäßiger Anschluss der Herz-Lungen-Maschine; praktisch keine Reaktion auf Vasopressoren; nach erfolgtem Aortenklappenersatz kein Entwöhnen von der Herz-Lungen-Maschine möglich, Exitus in tabula im Herzversagen nach insgesamt siebenstündiger künstlicher Beatmung mit der Herz-Lungen-Maschine.

 

Therapie: (TISSUCOL-Kit 0,5) Thrombin, Kalziumchlorid, Fibrinogen, Aprotinin, Plasmafibronectin, Plasminogen, Blutgerinnungsfaktor XIII.

Mutmaßlicher anaphylaktischer Schock mit Todesfolge nach lokaler Injektion von TISSUCOL in ein Aneurysma spurium; durch Obduktion alternative Todesursachen weitestgehend ausgeschlossen.

 

Medikation von 44-Jähriger und 25-Jähriger Patientinnen: (HISMANAL Tabletten (aH 3/99)) Astemizol.

Nach Einnahme von Astemizol Herzrhythmusstörungen mit Kammerflimmern, späte Reanimation, Koma über drei Monate, Tod, Myokarditis auf Grund des Sektionsbefundes mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen.

 

(DYSURGAL Tropfen) Strychninnitrat + Ephedrin + Atropinsulfat, (LANITOP E Tabletten) Metildigoxin, (VERTIGOHEEL) Petroleum D8 – Conium D3 – Ambra D6 – Cocculus D4.

Schwerer Angina-pectoris-Anfall und dekomp. Herzinsuffizienz nach der dritten Einnahme von DYSURGAL; trotz Intensivstation verstorben.

 

Therapie: (TOLYPRIN Tabletten (aH 11/03)) Azapropazon, (NOVODIGAL MITE Tabletten) Beta-Azetyldigoxin, (EUGLUCON N Tabletten), Glibenclamid (BIFITERAL Sirup), Laktulose.

Massive Blutung aus pylorusnahem Ulcus ventriculi, generalisiertes Exanthem; Exitus nach Sepsis und kardialer Dekompensation.

 

Therapie: (DIAMOX Tabletten) Azetazolamid.

Nach dem vierten Trekkingtag und Bewältigung eines 5.000 m hohen Passes nachts Hirnödem, später am Morgen Lungenödem; trotz Lagerung im Überdruckzelt verstorben.

 

Blutersatz: (Vollblut-Konserve (INN)) Blut, (Erythrozytenkonzentrat (INN)) Erythrozyten.

Acht Jahre nach Transfusion von Vollblut und Erythrozytenkonzentrat HIV-Infektion festgestellt, Non-A-Non-B-Hepatitis; an AIDS verstorben.

 

Blutersatz: BLUTTRANSFUSION) Blut, elf Jahre nach Bluttransfusionen HIV-Infektion festgestellt, multimorbid; an AIDS verstorben.

 

Therapie: (PPSB-KONZENTRAT BEHRING) Blutgerinnungsfaktor II – Blutgerinnungsfaktor X – Blutgerinnungsfaktor IX – Blutgerinnungsfaktor VII.

Ca. zehn Jahre nach Behandlung mit PPSB-Gerinnungskonzentrat Herpes zoster am linken Oberschenkel; vier Monate später Klinikaufnahme wegen zunehmender Beinödeme, Gewichtsverlust von 15 kg in 18 Monaten, Hepatitis C und erhöhter Tumormarker; bei Aufnahme zunehmende Schwäche, Durchschlafstörungen, Husten ohne Auswurf, Appetitlosigkeit, intermittierende Diarrhoen, atrophische Muskulatur, Bewegungen verlangsamt, Spider naevi am Oberkörper, diskretes Palmarerythem, Antikörper gegen Hepatitis-C-Virus positiv, HIV-Test positiv, T-Helferzellzahl 113/ul, im Sputum gehäuft Candida-Hefen und Klebsiellen; in der Sonographie der Leber Zirrhose-typischer Befund; ERCP: milde chronische Pankreatitis; Ösophagusvarizen I. Grades, hypertensive Gastropathie, Hiatushernie mit fibrinbelegter Erosion; Knochenszintigraphie: Zahnfokus im Unterkiefer, computertomographisch multiple Lymphome in Thorax und Abdomen; Infiltrat im rechten Lungenoberlappen, Verdacht auf Pilz-Pneumonie; HIV-Wasting-Syndrom, AIDS Stadium III/3 C, spezifische Therapie; Patient ca. 16 Monate später an HIV-Erkrankung verstorben.

 

Therapie: (MARCUMAR Tabletten) Phenprocoumon, (BERIPLEX HS 250) Blutgerinnungsfaktor VII – Blutgerinnungsfaktor IX – Blutgerinnungsfaktor X – Blutgerinnungsfaktor II, (ISOKET RETARD 20 mg Tabletten) Isosorbiddinitrat, (CHINIDIN-DURILES Tabletten) Chinidin, (DYTIDE H Tabletten) Co-triamterzid (Hydrochlorothiazid + Triamteren 1:2).

Etwa zwei Monate nach PPSB-Behandlung zunehmende gürtelförmig ausstrahlende Oberbauchbeschwerden, heller Stuhl, dunkler Urin, stationäre Aufnahme, Leber stumpf, derb, glatt und druckschmerzhaft tastbar, Non-A-Non-B-Virushepatitis, Patient verstorben.

 

Therapie: (PPSB-KONZENTRAT BEHRING) Blutgerinnungsfaktor X – Blutgerinnungsfaktor IX – Blutgerinnungsfaktor II – Blutgerinnungsfaktor VII.

Patient erhielt 11/84 eine Amp. PPSB “Behring”; 1990 HIV-Test positiv, Patient leidet seit der Gabe von PPSB an einer chronischen Hepatitis; HIV-Infektion im Stadium WR 6, ca. 2 Jahre nach Bekanntwerden der HIV-Infektion: zerebrale Toxoplasmose, Cytomegalievirus-Infekt mit Radikulomyelitis, Enzephalitis, nekrotisierende Retinitis beidseits, Amaurosis beidseits; Tod.

 

Therapie: (PPSB-KONZENTRAT BEHRING) Blutgerinnungsfaktor II – Blutgerinnungsfaktor X – Blutgerinnungsfaktor IX – Blutgerinnungsfaktor VII.

Ca. zehn Jahre nach Behandlung mit PPSB-Gerinnungskonzentrat Herpes zoster am linken Oberschenkel; vier Monate später Klinikaufnahme wegen zunehmender Beinödeme, Gewichtsverlust von 15 kg in 18 Monaten, Hepatitis C und erhöhter Tumormarker; bei Aufnahme zunehmende Schwäche, Durchschlafstörungen, Husten ohne Auswurf, Appetitlosigkeit, intermittierende Diarrhoen, atrophische Muskulatur, Bewegungen verlangsamt, Spider naevi am Oberkörper, diskretes Palmarerythem, rechts mehr als links, postthrombotisches Syndrom, Systolikum, trophische Nagelstörungen, Akrozyanose, diskrete Lymphknotenvergrößerungen in den Leisten, Leber konsistenzvermehrt; Antikörper gegen Hepatitis-C-Virus positiv, HIV-Test positiv, T-Helferzellzahl 113/ul, im Sputum gehäuft Candida-Hefen und Klebsiellen; in der Sonographie der Leber Zirrhose-typischer Befund; ERCP: milde chronische Pankreatitis; Ösophagusvarizen I. Grades, hypertensive Gastropathie, Hiatushernie mit fibrinbelegter Erosion; Knochenszintigraphie: Zahnfokus im Unterkiefer, computertomographisch multiple Lymphome in Thorax und Abdomen; Infiltrat im rechten Lungenoberlappen, Verdacht auf Pilz-Pneumonie; HIV-Wasting-Syndrom, AIDS Stadium III/3 C, spezifische Therapie; Patient ca. 16 Monate später an HIV-Erkrankung verstorben.

 

Therapie: (MARCUMAR Tabletten) Phenprocoumon, (BERIPLEX HS 250) Blutgerinnungsfaktor VII – Blutgerinnungsfaktor IX – Blutgerinnungsfaktor X – Blutgerinnungsfaktor II, (ISOKET RETARD 20 mg Tabletten) Isosorbiddinitrat, (CHINIDIN-DURILES Tabletten) Chinidin, (DYTIDE H Tabletten) Co-triamterzid (Hydrochlorothiazid + Triamteren 1:2).

Etwa zwei Monate nach PPSB-Behandlung zunehmende gürtelförmig ausstrahlende Oberbauchbeschwerden, heller Stuhl, dunkler Urin, stationäre Aufnahme, Leber stumpf, derb, glatt und druckschmerzhaft tastbar, Non-A-Non-B-Virushepatitis, Patient verstorben.

 

Therapie: (PPSB-KONZENTRAT BEHRING) Blutgerinnungsfaktor X – Blutgerinnungsfaktor IX – Blutgerinnungsfaktor II – Blutgerinnungsfaktor VII.

Patient erhielt 11/84 eine Amp. PPSB “Behring”; 1990 HIV-Test positiv, Patient leidet seit der Gabe von PPSB an einer chronischen Hepatitis; HIV-Infektion im Stadium WR 6, ca. 2 Jahre nach Bekanntwerden der HIV-Infektion: zerebrale Toxoplasmose, Cytomegalievirus-Infekt mit Radikulomyelitis, Enzephalitis, nekrotisierende Retinitis beidseits, Amaurosis beidseits; Tod.

 

Medikation: (PPSB-KONZENTRAT BEHRING) Blutgerinnungsfaktor II -Blutgerinnungsfaktor X – Blutgerinnungsfaktor IX – Blutgerinnungsfaktor VII.

Ca. zehn Jahre nach Behandlung mit PPSB-Gerinnungskonzentrat Herpes zoster, Verdacht auf Pilz-Pneumonie; HIV-Wasting-Syndrom, spezifische Therapie; Patient an HIV-Erkrankung verstorben.

 

Therapie: (MARCUMAR Tabletten) Phenprocoumon, (BERIPLEX HS 250) Blutgerinnungsfaktor VII – Blutgerinnungsfaktor IX – Blutgerinnungsfaktor X – Blutgerinnungsfaktor II – (ISOKET RETARD 20 mg Tabletten) Isosorbiddinitrat,  (CHINIDIN-DURILES Tabletten) Chinidin, (DYTIDE H Tabletten) Co-triamterzid (Hydrochlorothiazid + Triamteren 1:2). Patient erhielt 11/84 eine Amp. PPSB “Behring”;

1990 HIV-Test positiv, Patient leidet seit der Gabe von PPSB an einer chronischen Hepatitis; HIV-Infektion im Stadium WR 6, ca. 2 Jahre nach Bekanntwerden der HIV-Infektion: zerebrale Toxoplasmose, Cytomegalievirus-Infekt mit Radikulomyelitis, Enzephalitis, nekrotisierende Retinitis beidseits, Amaurosis beidseits; Tod.

 

Therapie: Faktor VIII (INN)) Blutgerinnungsfaktor VIII.

HIV-Infektion nach Faktor-VIII-Hochdosisbehandlung mit nicht hitzeaktivierten Präparaten, 1990 Tod an den Folgen der AIDS-Erkrankung 5 Jahre nach Diagnosestellung.

 

Therapie: (TISSUCOL-Kit 0,5) Thrombin – Kalziumchlorid – Fibrinogen – Aprotinin – Plasmafibronectin – Plasminogen – Blutgerinnungsfaktor XIII.

Mutmaßlicher anaphylaktischer Schock mit Todesfolge nach lokaler Injektion von TISSUCOL in ein Aneurysma spurium; durch Obduktion alternative Todesursachen weitestgehend ausgeschlossen.

 

Therapie 29-jährig weiblich: (Antibiotikum (INN)) Antibiotikum, (PENICILLIN V-WOLFF) Penicillin-V-Kalium,  (KIRIM GYN Tabletten) Bromocriptin.

Nach achttägiger Einnahme von Bromocriptin verstorben; laut Obduktionsbericht keine eigenständige Herzmuskelerkrankung, Verdacht auf akute massive Magen-Darm-Motilitätsstörung, Elektrolytstörung und nachfolgend Herzrhythmusstörungen mit plötzlichem Herzstillstand.

 

Therapie 19-jährigen männlich: (Ibuprofen (INN)) Ibuprofen, (AMOXICILLIN-RATIOPHARM 750 Tabletten) Amoxicillin, (TOXI-LOGES Tropfen) – Ipecacuanha D4 – Bryonia D4 – Aconitum D4 – Echinacea-purpurea-Presssaft – Indigowurzelextrakt – Wasserdosttinktur – Chinarindenextrakt.

Ausbildung einer Rhabdomyolyse (CK 32.270, LDH 19.870 U/l) mit protrahiertem Schockgeschehen, Myoglobinurie im Urin und im Ultrafiltrat positiv, erhöhte Gefäßpermeabilität; verstorben.

 

Therapie:  (TEMGESIC Ampullen) Buprenorphin, (PSYQUIL 10 mg Ampullen (aH 5/03)) Triflupromazin.

Etwa 30 Minuten nach Gabe von Buprenorphin und Triflupromazin. Blauverfärbung der Lippen, Erbrechen, Aspiration, Kreislaufstillstand 6 Stunden postoperativ, Atemstillstand, Patient schlaff, enge Pupillen, ohne Reaktion, Wiederbelebungsmaßnahmen; Koma mit erhaltener mittlerer bis oberer Hirnstammfunktion; Interaktion bzw. Überdosierung bei gleichzeitiger Gabe von Opioid und einer anderen stark sedierenden Substanz wird diskutiert; 5 1/2 Monate später tödliches Herz-Kreislauf-Versagen bei apallischem Syndrom.

 

Therapie 38-Jährige:  (JONOSTERIL HL (aH 1987)) Natriumazetat – Magnesiumazetat – Natriumchlorid – Fruktose – Kaliumazetat,  (LAEVULOSE Infusion) Fruktose, (AMINOSTERIL KE) Exthoxzorutosid, Elektrolyte Aminosäuren – Dexpanthenol – Vitamin B6 – Sorbitol, parenteral.

Massive Hypoglykämie, metabolische Azidose, Transaminasenanstieg, Tachykardie, Hypertonie, Anurie, Bewußtlosigkeit, Tod; Fruktoseintoxikation bei hereditärer Fruktoseintoleranz, Gerinnungssstörungen mit Schleimhautblutungen, Hypotonie, Temperaturabfall, kardiale Dekompensation.

 

Therapie: (TISSUCOL-Kit 0,5) Thrombin – Kalziumchlorid – Fibrinogen – Aprotinin – Plasmafibronectin – Plasminogen – Blutgerinnungsfaktor XIII.

Mutmaßlicher anaphylaktischer Schock mit Todesfolge nach lokaler Injektion von TISSUCOL in ein Aneurysma spurium; durch Obduktion alternative Todesursachen weitestgehend ausgeschlossen.

 

Therapie: Captopril (INN)) Captopril, (MONO-EMBOLEX NM Ampullen) Certoparin-Na, (Spironolakton (INN)) Spironolakton, (Furosemid (INN)) Furosemid, (Beta-Azetyldigoxin (INN)) Beta-Azetyldigoxin.

Nach ca. sechswöchiger Captopril-Einnahme Verwirrtheit, Aggressivität, Stürze mit Hautablederungen an den Unterarmen; Klinikeinweisung; massive Unterschenkelödeme, Kreatinin 4,2 mg/dl, Hypothermie, Blutdruckabfall, unter Dopamin im Normbereich, Nierenversagen, Anurie trotz Behandlung mit Furosemid und physiologischer Kochsalzlösung, Hypoglykämie: Blutzucker 20 mg/dl ohne Einnahme von Antidiabetika, Leukozytose, Blutgasanalyse: metabolische Azidose, Tod infolge Multiorganversagen.

 

Therapie: (TENSOBON 25 Tabletten) Captopril, (AURORIX Tabletten) Moclobemid, (ZYRTEC Tabletten) Cetirizin-2HCl, (IS 5 MONO-RATIOPHARM 20 Tabletten) Isosorbidmononitrat.

Tachykardie, Arrhythmie, Tod.

 

Therapie: (LOPIRIN 25 mg Tabletten) Captopril, (NOVODIGAL Tabletten)
Beta-Azetyldigoxin, (SPIRO COMP.-RATIOPHARM Tabletten) Spironolakton,
Furosemid.

Etwa 15 Minuten nach Einnahme 1/4 Tablette schwerer apoplektischer Insult; die schwere Hemiparese führte zu schwerer Bettlägerigkeit und in der Folge zu einer schwächebedingten finalen Pneumonie bei Atem- und Abhustschwäche (11 Tage nach der Einnahme).

 

Therapie: (LOPIRIN COR 12,5 mg Tabletten) Captopril, (NOVODIGAL Tabletten) Beta-Azetyldigoxin, (SPIRO COMP.-RATIOPHARM Tabletten), Furosemid, Spironolakton.

Innerhalb von 60 Minuten nach Ersteinnahme einer halben Tablette LOPIRIN COR (SPIRO. COMP. wurde für 3 Tage abgesetzt) schwerer apoplektischer Insult, 2 Wochen später Todesfolge.

 

Therapie: (LOPIRIN 25 mg Tabletten) Captopril, (MODURETIK Tabletten) Hydrochlorothiazid, Amilorid-HCl (PRAVIDEL 5 mg Kapseln), Bromocriptin (HONVAN (aH 2002)), Fosfestrol. onströses Ödem des Halses und der unte- ren Gesichtshälfte sowie des Kehlkopfes, Krankenhausaufnahme, Besserung nach Prednisolon, Patient verstarb nach Rezidiv des QUINCKE- Ödems.

 

Therapie: (LOPIRIN 25 mg Tabletten) Captopril, (MUCOSOLVAN Tabletten) Ambroxol-HCl, (FAVISTAN Tabletten) Thiamazol, (VOLTAREN 25 Dragees) Diclofenac-Na, (LASIX 40 mg Tabletten) Furosemid.

4 Tage nach OP deutlicher inspiratorischer Stridor, Dyspnoe, schweres Glottisödem; Besserung nach Absetzen von LOPIRIN; Tod an einer zunehmenden globalen Herzinsuffizienz.

 

Therapie: (Captopril (INN)) Captopril.

“Ungeklärte” Panmyelopathie, starke Anämie, Thrombozyten unter 10.000, Agranulozytose, Tod.

 

Therapie: TEGRETAL 200 Tabletten) Carbamazepin. 

Tödliche Asystolie.

 

Therapie 43-Jährige: (FINLEPSIN Tabletten) Carbamazepin. 20 Tage nach Beginn der Einnahme von Carbamazepin Hautausschlag und Konjunktivitis, stationär toxische epidermale Nekrolyse festgestellt, erste Blasenbildungen im Bereich beider Füße und im Bereich der Mundschleimhäute, auf die gesamte Körperoberfläche übergehend, auch Trachealschleimhaut später mit Nekrolysen, Punktat von Blasen ohne bakterielles oder virales Wachstum; Patient primär tracheotomiert und beatmet, nach 14 Tagen Tod an Multiorganversagen.

 

Therapie: TEGRETAL 400 RETARD Tabletten) Carbamazepin, (LIQUEMIN 5.000 (aH 1988)) Heparin, (REFOBACIN 80 mg Ampullen) Gentamicin, (CLAFORAN 0,5 i.v./i.m. + 2 ml) Cefotaxim.

Toxisches Leberversagen mit exzessivem Anstieg der Leberwerte und Gerinnungsstörungen sowie pulmonale Infekte, Verdacht auf REYE-Syndrom, Tod an zentralem Regulationsversagen bei nicht beherrschbarer Pneumonie

 

Medikation: (DILATREND 25 mg Tabletten) Carvedilol, (MARCUMAR Tabletten) Phenprocoumon, (Furosemid (INN)) Furosemid, (XANEF COR 2,5 mg Tabletten) Enalaprilmaleat, (EUGLUCON N Tabletten) Glibenclamid, (SAROTEN 10 mg Dragees (aH 4/03)) Amitriptylin, (Kalzium (INN)) Kalzium.

Nach einmaliger Einnahme einer halben Tablette Carvedilol (12,5 mg) Kreislaufdepression mit kardiogener Schocksymptomatik; trotz Intensivtherapie mit Katecholaminen Exitus letalis sechs Stunden später

 

Therapie 53-Jährige: (DILATREND 25 mg Tabletten) Carvedilol, (VENTILAT Dosieraer.+Inhalationsrohr (aH)) Oxitropiumbromid-Inhalat, (DIGIMERCK PICO 0.5 Tabletten) Digitoxin.

Etwa 50 Minuten nach erstmaliger Einnahme einer halben Tablette Carvedilol Bronchospasmus, zunehmende Atemnot, keine Besserung nach Oxitropiumbromid, 25 Minuten später Tod im Status asthmaticus

 

Medikation: (CLAFORAN 2,0 zur Infusion (mit Lsgsm.)) Cefotaxim, Cefazolin (FLUIMUCIL Granulat 100 mg (aH 7/94)), Azetylzystein (EUPHYLLIN RETARD (aH 9/90)), Theophyllinethylendiamin (DIGIMERCK MINOR Tabletten), Digitoxin.

LYELL-Syndrom, Tod

 

Medikation: (SUPRAX 400 Tabletten) Cefixim, (DELIX 2,5 Tabletten) Ramipril, (Ofloxacin (INN)) Ofloxacin, (Cotrimoxazol (INN)) Cotrimoxazol, (DELIX 2,5 PLUS Tabletten) Hydrochlorothiazid – Ramipril.

Mangelnder Appetit, Übelkeit, Erbrechen, Gelbfärbung der Haut, stark reduzierter Allgemeinzustand nach mehrmonatiger Einnahme von Ramipril und nach Behandlung mit zunächst Cefixim, dann mit Ofloxacin; bei Krankenhausaufnahme wegen inzwischen eine Woche anhaltender Beschwerden, am dritten Tag der Einnahme von Ofloxacin, Haut massiv exsikkiert; im Abdomensonogramm perihepatischer perisplenischer Aszites; starke Schwäche, Somnolenz, Bilirubin 10,6 mg/dl, GOT 676 U/l, GPT 733 U/l, LDH 681 U/l; bei Verdacht auf toxisch/arzneimittelbedingtes Leberversagen Behandlung mit Kortison, Vitamin K, Azetylzystein und Frischplasma; trotz intensivmedizinischer Behandlung keine Stabilisierung; Tod

 

Medikation: (CLAFORAN 2,0 zur Infusion (mit Lsgsm.)) Cefotaxim, Cefazolin (FLUIMUCIL Granulat 100 mg (aH 7/94)), Azetylzystein (EUPHYLLIN RETARD (aH 9/90)), Theophyllinethylendiamin (DIGIMERCK MINOR Tabletten), Digitoxin.

LYELL-Syndrom, Tod

 

Mediaktion: (ROCEPHIN i.v. 1 g) Ceftriaxon, (VAGIMID Tabletten) Metronidazol, (TRIAMPUR COMPOSITUM Tabletten) Cotriamterzid (Hydrochlorothiazid + Triamteren 1:2) (CORINFAR Tabletten) Nifedipin, (ISOKET 10 Tabletten) Isosorbiddinitrat, (THEOPHYLLARD RETARD Kps. (aH 7/01)) Theophyllin, (METHIZOL SD 5 Tabletten) Thiamazol.

Zwei Tage nach perioperativer Ceftriaxon-Gabe Blähungen und Durchfall, weitere zwei Tage später toxischer Zustand mit paralytischem Ileus, Peritonitis; bei Relaparotomie makroskopisch kein Nahtleck gefunden, Anastomosen-Mikroinsuffizienz, gelbgrüne Fibrinbeläge in Bauchhöhle und Kolonlumen, Histologie: pseudomembranöse Enterokolitis, bakteriologisch: E. coli, Enterokokken, Bacteroides fragilis; Tod infolge Intoxikation

 

Therapie 11-jähriges Kind: (ZINACEF 250 i.v./i.m. + 5 ml) Cefuroxim.

Bei zweiter Anwendung tödlich verlaufender anaphylaktischer Schock

 

Medikation: (ZINNAT 500 Tabletten) Cefuroximaxetil, (ROCEPHIN zur Infusion 2 g) Ceftriaxon, (BINOTAL 2 g z. Inj.) Ampicillin, parenteral.

Pseudomembranöse Colitis, Nachweis von Clostridium difficile, vorübergehende Besserung nach CLONT und später Vancomycin, Exitus

 

 

Medikation: (CELEBREX 200 mg Kapseln) Celecoxib, (SOTALEX MITE Tabletten) Sotalol-HCl, (XANEF 10 mg Tabletten) Enalaprilmaleat, (NORVASC 10 mg Tabletten (aH)) Amlodipin, (LASIX 40 mg Tabletten) Furosemid, (Allopurinol (INN)) Allopurino.

Nach mehrmonatiger Einnahme von Celecoxib Kollaps, Erbrechen; nach Einlieferung ins Krankenhaus zunehmende Eintrübung, Intubation und kontrollierte Beatmung erforderlich; bei klinischem Verdacht auf Basilaristhrombose Versuch einer Lysetherapie; in Kontroll-Computertomogramm am folgenden Tag Diagnose eines beidseitigen Kleinhirninfarktes mit Ödemrisiko; neurochirurgische Absaugung der infarzierten Kleinhirnanteile; bei erneuter Kontrolle zusätzliche Infarzierung des Mittelhirns; komatös; hohes Fieber bis 40 Grad Celsius; zunehmende Kreislaufinstabilität mit sehr hohen Temperaturen als Zeichen der Autolyse; Tod

 

Medikation: (CELEBREX 100 mg Kapseln) Celecoxib.

Nach einmaliger Einnahme Auftreten von Dyspnoe, Unruhe, Vigilanzminderung bis Somnolenz, Patient nicht erweckbar, Bilirubin 5,6 mg/dl, Gamma-GT 195 U/l, Laktatdehydrogenase 272 U/l, Kreatinin 1,3 mg/dl, Natrium 128 mol/l, Quick-Wert 53%, im Computertomogramm Ausschluss einer intrazerebralen Blutung; Tod im Coma hepaticum

 

 

Medikation: (JOGUN Kapseln) Zellulose, vernetzte.

Nach Einnahme von 10 Kapseln innerhalb eines Tages mechanischer Ileus durch Bezoarbildung; komplikationsreicher Verlauf mit Darminsuffizienz und nachfolgender Dekompensation der zirrhotischen Leber; protrahiertes Multiorganversagen; Tod

 

Medikation: (EMBOLEX NM Ampullen (aH 12/02)) Lidokain-HCl, Certoparin-Na, Dihydroergotaminmesilat , (FRAXIPARIN 0,3 Fertigspritzen) Nadroparin-Kalzium, (CARBOSTESIN) Bupivakain-HCl.

Dringender Verdacht auf sub- oder epidurale Blutung nach Spinalanästhesie, dadurch Cauda-Syndrom, Decubitus, Pneumonie; Patient verstorben

 

 

Therapie 19-Jähriger: (Ibuprofen (INN)) Ibuprofen, (AMOXICILLIN-RATIOPHARM 750 Tabletten) Amoxicillin, (TOXI-LOGES Tropfen) Ipecacuanha D4 – Bryonia D4 – Aconitum D4 
Echinacea-purpurea-Presssaft – Indigowurzelextrakt – Wasserdosttinktur – Chinarindenextrakt.

Ausbildung einer Rhabdomyolyse (CK 32.270, LDH 19.870 U/l) mit protrahiertem Schockgeschehen, Myoglobinurie im Urin und im Ultrafiltrat positiv, erhöhte Gefäßpermeabilität; verstorben.

 

Medikation: (CORDICHIN Tabletten) Verapamil-HCl, Chinidin (DIGIMERCK 0,1 Tabletten), Digitoxin, (Furosemid (INN)) Furosemid, (MARCUMAR Tabletten) Phenprocoumon.

Nach zweitägiger Einnahme von Verapamil plus Chinidinbisulfat (CORDICHIN) Kreislaufstillstand bei Kammerflimmern, Reanimation erfolglos, Exitus letalis.

 

Medikation: (CORDICHIN Tabletten) Chinidin, Verapamil-HCl, (NOVODIGAL MITE Tabletten) Beta-Azetyldigoxin.

Plötzlicher Tod im Bett unter Therapie mit NOVODIGAL und CORDICHIN wegen Rhythmusprophylaxe bei Sinusrhythmus nach Vorhofflimmern

 

Medikation: (CHINIDIN-DURILES Tabletten) Chinidin, (ISOPTIN 80 mg Dragees) Verapamil-HCl, (DIGIMERCK 0,1 Tabletten) Digitoxin, (DIGIMERCK Ampullen 0.25 mg) Digitoxin, (Heparin (INN)) Heparin, (LASIX 40 mg Tabletten) Furosemid, (LASIX 20 Injektionslösung) Furosemid.

Nach Einnahme von Chinidin und Verapamil in ungewöhnlich hoher kombinierter Anfangsdosis von zweimal 500 mg bzw. dreimal 80 mg zusätzlich zu Digitoxin (0,7 mg) starke Übelkeit und Brechreiz, am Morgen, dem Tag nach der Einnahme, tot im Bett aufgefunden; Todesursache vermutlich Chinidin-induzierte Herzrhythmusstörung bei gleichzeitiger Anwendung von Verapamil und Digitoxin

 

Medikation: Lithiumzitrat – Azetylsalizylsäure – Chinin, (FELDEN 20 mg Zäpfchen) Piroxicam.

Panzytopenie (Sternalknochenmarksdiagnose), Sepsis, akutes Nierenversagen, pulmonale Insuffizienz, protrahierte gastrointestinale Blutung, Multiorganversagen

 

Medikation:  (LIMBATRIL) Amitriptylin – Chlordiazepoxid

Intoxikation (vermutlich 8 Tabletten) mit Herz-Kreislaufstillstand, Ateminsuffizienz

 

Medikation: (MUSKEL TRANCOPAL COMPOSITUM Zäpf.(11/96)) Chlormezanon, Paracetamol.

Am ersten Einnahmetag Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Sehstörungen in Form von Doppelbildern, Brechreiz; einen Tag später Klinikaufnahme, Verdacht auf aseptische Meningitis; vier Tage nach Einnahme GOT 55 U/l, GPT 59 U/l, gamma-GT 146 U/l, alkalische Phosphatase 254 U/l, Bilirubin 8,4 mg/dl, Lipase 1008 U/l, Kreatinin 5,5 mg/dl, Harnstoff 148 mg/dl, c-reaktives Protein 174 mg/l, Leukozyten 14300/ul, Thrombozyten 39000/ul, Blutzucker nüchtern 265 mg/dl, Natrium 132 mval/l, Kalium 3,3 mval/l, Kalzium 2,0 mval/l, Oligurie, zunehmende Niereninsuffizienz, Thrombopenie, cholestatische Hepatose, Pankreatitis, Verlegung in Universitätsklinik, Patient verstorben.

 

Medikation: (NOVALGIN Tropfen) Metamizol-Natrium, (MUSKEL TRANCOPAL Tabletten (aH 11/96)) Chlormezanon, (AMUNO 50 mg Kapseln (aH 12/02)) Indometazin, (FERRO SANOL Dragees)  Eisen(II)-glycinsulfat.

Etwa 2 Mon. nach NOVALGIN- und MUSKEL TRANCOPAL-Therapie stat. Aufnahme mit Bizytopenie (Erythrozytopenie, Thrombozytopenie), HK 17%, Hb 5,7 g%, Erys 1,91 Mill./ul, Leukos 7.200/ul, Thrombos 10.000/ul, Sternalpunktat: fehlende Erythropoese, voll ausreifende Granulopoese, kein Hinweis auf lympho- oder myeloproliferative Erkrankung, Coombs-Test negativ, Thrombozyten-AK-Test ausstehend; unter Therapie mit Glukokortikoiden, Ery- und Thrombozytenkonzentraten rezidivierende Weichteil- und intestinale Blutungen, woran Pat. verstarb.

 

Medikation: (ARTEPARON Ampullen (aH)) Mucopolysaccharidpolysulfat aus Rindertracheen (MARCUMAR Tabletten) Phenprocoumon, (Famotidin (INN)) Famotidin.

Generalisierte Immunvaskulitis mit Fieber, vaskulitisartige Hauterscheinungen mit Petechien (histol. leukozytoklastische Hypersensibilitätsvaskulitis), zwei Wochen nach Injektion beginnendes Guillain-Barre-Syndrom (Tetraparese), in den folgenden Wochen vaskulitisbedingte Ileitis terminalis und nephrotisches Syndrom, Myositis; Virus-Serologie, ANA, ANCA, Anti-DNA, Basalmembran-AK negativ; Tod an Enterobacter-Sepsis nach immunsuppressiver Therapie (Prednisolon, Azathioprin).

 

Medikation: (ARTEPARON Ampullen (aH)) Mucopolysaccharidpolysulfat aus Rindertracheen, (PROCAIN RÖDLER 0.5%) Benzylalkohol – Prokain-HCl-Neuraltherapie –Natriumdisulfit.

Anaphylaktischer Schock mit tödlichem Ausgang.

 

Medikation: (DECA-DURABOLIN 50 mg Ampullen) Nandrolon, (PROVIRON 25 mg Tabletten (aH 7/03))
Mesterolon, (NOLVADEX 10 Tabletten) Tamoxifen, (PPSB-KONZENTRAT (INN)) Blutgerinnungsfaktor X – Blutgerinnungsfaktor VII – Blutgerinnungsfaktor IX – Blutgerinnungsfaktor II,  (DIANABOL (Rußland)) Metandienon, (Choriongonadotropin, human (INN)) Choriongonadotropin, human, (Blutplasma (INN)) Blutplasma, (KYBERNIN HS 500 ANTITHROMBIN III) Antithrombin III

Nach dreiwöchiger Einnahme von Metandienon und Anwendung von Nandrolon sowie zehntägiger Einnahme von Tamoxifen und Mesterolon wässriger Stuhl, Druckschmerz im Oberbauch, Übelkeit bei oder vor dem Essen, keine Lust mehr am Essen, dunkler Urin, Gelbverfärbung der Augen; durch Hausarzt veranlaßte Laboruntersuchungen: alkalische Phosphatase bis 266 U/l, gamma-GT bis 133 U/l, Bilirubin bis 30,9 mg/dl, GOT bis 953 U/l, GPT bis 2233 U/l, LDH bis 710 U/l, HBs-Antigen, HBe-Antigen und HBc-Antigen positiv; Weiteranwendung der Anabolika für etwa zwei (Metandienon und Nandrolon) bis drei (Tamoxifen und Mesterolon) Wochen, zusätzlich parenterale Anwendung von humanem Choriongonadotropin; drei Wochen nach Beginn der Beschwerden Absetzen jeglicher Anabolika; stationäre Einweisung auf Drängen der Familie; bei Aufnahme ausgeprägter Ikterus, Leberwerte weiterhin extrem erhöht; im EKG Zeichen einer mit Sportlerherz und Anabolika-Abusus zu vereinbarenden linksventrikulären Hypertrophie; sonographischer Befund vereinbar mit akuter Hepatitis; fulminante Hepatitis B, schwerer Verlauf wahrscheinlich toxischer Genese bei Anabolikaeinnahme; rasche Verschlechterung des Allgemeinzustandes, zwei Wochen nach Aufnahme hepatische Enzephalopathie, mäßiger perihepatischer Aszites, Gerinnungsstörung; Behandlung u.a. mit PPSB, Antithrombin-III-Konzentrat, Frischplasma; 16 Tage nach Aufnahme Verlegung auf Intensivstation, am selben Tag zunehmende Verwirrtheit, Bewußtlosigkeit, Leberausfallskoma, Intubation, Beatmung; einen Tag später computertomographisch generalisiertes Hirnödem, drohende Einklemmung; Verlegung in Universitätsklinik; wegen stark positivem Hepatitis-B-Antigen zunächst keine Lebertransplantation möglich, Tod

 

 

Medikation: (ZIENAM 500 i.v. mit Lösungsmittel) Imipenem, Cilastatin, (Heparin (INN)) Heparin, (Furosemid (INN)) Furosemid.

Nach neuntägiger i.v.-Gabe von Imipenem Thrombozytenabfall auf 143/nl, der sich auch nach sofortigem Absetzen bis auf 10/nl fortsetzt; trotz Transfusion von zwei Thrombozytenkonzentraten kein Anstieg der Thrombozytenzahl; vier Tage später Tod infolge Subarachnoidalblutung; Differentialdiagnose: septische Thrombopenie

 

Medikation: (DYNORM 2,5 Tabletten) Cilazapril, (EUGLUCON N Tabletten) Glibenclamid, (AQUAPHOR 10 Tabletten) Xipamid, (DIPIPERON Tabletten) Pipamperon.

Seit Beginn der Einnahme von Cilazapril Apathie, Adynamie, drei Tage später Erbrechen, Bewusstlosigkeit, nicht messbarer Blutdruck und Tod an den Folgen der Aspirationspneumonie

 

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Medikation: (ARTEPARON Ampullen (aH)) Mucopolysaccharidpolysulfat aus Rindertracheen (MARCUMAR Tabletten) Phenprocoumon, (Famotidin (INN)) Famotidin.

Generalisierte Immunvaskulitis mit Fieber, vaskulitisartige Hauterscheinungen mit Petechien (histol. leukozytoklastische Hypersensibilitätsvaskulitis), zwei Wochen nach Injektion beginnendes Guillain-Barre-Syndrom (Tetraparese), in den folgenden Wochen vaskulitisbedingte Ileitis terminalis und nephrotisches Syndrom, Myositis; Virus-Serologie, ANA, ANCA, Anti-DNA, Basalmembran-AK negativ; Tod an Enterobacter-Sepsis nach immunsuppressiver Therapie (Prednisolon, Azathioprin).

 

Medikation: (ARTEPARON Ampullen (aH)) Mucopolysaccharidpolysulfat aus Rindertracheen, (PROCAIN RÖDLER 0.5%) Benzylalkohol – Prokain-HCl-Neuraltherapie –Natriumdisulfit.

Anaphylaktischer Schock mit tödlichem Ausgang.

 

Medikation: (DECA-DURABOLIN 50 mg Ampullen) Nandrolon, (PROVIRON 25 mg Tabletten (aH 7/03))
Mesterolon, (NOLVADEX 10 Tabletten) Tamoxifen, (PPSB-KONZENTRAT (INN)) Blutgerinnungsfaktor X – Blutgerinnungsfaktor VII – Blutgerinnungsfaktor IX – Blutgerinnungsfaktor II,  (DIANABOL (Rußland)) Metandienon, (Choriongonadotropin, human (INN)) Choriongonadotropin, human, (Blutplasma (INN)) Blutplasma, (KYBERNIN HS 500 ANTITHROMBIN III) Antithrombin III

Nach dreiwöchiger Einnahme von Metandienon und Anwendung von Nandrolon sowie zehntägiger Einnahme von Tamoxifen und Mesterolon wässriger Stuhl, Druckschmerz im Oberbauch, Übelkeit bei oder vor dem Essen, keine Lust mehr am Essen, dunkler Urin, Gelbverfärbung der Augen; durch Hausarzt veranlaßte Laboruntersuchungen: alkalische Phosphatase bis 266 U/l, gamma-GT bis 133 U/l, Bilirubin bis 30,9 mg/dl, GOT bis 953 U/l, GPT bis 2233 U/l, LDH bis 710 U/l, HBs-Antigen, HBe-Antigen und HBc-Antigen positiv; Weiteranwendung der Anabolika für etwa zwei (Metandienon und Nandrolon) bis drei (Tamoxifen und Mesterolon) Wochen, zusätzlich parenterale Anwendung von humanem Choriongonadotropin; drei Wochen nach Beginn der Beschwerden Absetzen jeglicher Anabolika; stationäre Einweisung auf Drängen der Familie; bei Aufnahme ausgeprägter Ikterus, Leberwerte weiterhin extrem erhöht; im EKG Zeichen einer mit Sportlerherz und Anabolika-Abusus zu vereinbarenden linksventrikulären Hypertrophie; sonographischer Befund vereinbar mit akuter Hepatitis; fulminante Hepatitis B, schwerer Verlauf wahrscheinlich toxischer Genese bei Anabolikaeinnahme; rasche Verschlechterung des Allgemeinzustandes, zwei Wochen nach Aufnahme hepatische Enzephalopathie, mäßiger perihepatischer Aszites, Gerinnungsstörung; Behandlung u.a. mit PPSB, Antithrombin-III-Konzentrat, Frischplasma; 16 Tage nach Aufnahme Verlegung auf Intensivstation, am selben Tag zunehmende Verwirrtheit, Bewußtlosigkeit, Leberausfallskoma, Intubation, Beatmung; einen Tag später computertomographisch generalisiertes Hirnödem, drohende Einklemmung; Verlegung in Universitätsklinik; wegen stark positivem Hepatitis-B-Antigen zunächst keine Lebertransplantation möglich, Tod

 

 

Medikation: (ZIENAM 500 i.v. mit Lösungsmittel) Imipenem, Cilastatin, (Heparin (INN)) Heparin, (Furosemid (INN)) Furosemid.

Nach neuntägiger i.v.-Gabe von Imipenem Thrombozytenabfall auf 143/nl, der sich auch nach sofortigem Absetzen bis auf 10/nl fortsetzt; trotz Transfusion von zwei Thrombozytenkonzentraten kein Anstieg der Thrombozytenzahl; vier Tage später Tod infolge Subarachnoidalblutung; Differentialdiagnose: septische Thrombopenie

 

Medikation: (DYNORM 2,5 Tabletten) Cilazapril, (EUGLUCON N Tabletten) Glibenclamid, (AQUAPHOR 10 Tabletten) Xipamid, (DIPIPERON Tabletten) Pipamperon.

Seit Beginn der Einnahme von Cilazapril Apathie, Adynamie, drei Tage später Erbrechen, Bewusstlosigkeit, nicht messbarer Blutdruck und Tod an den Folgen der Aspirationspneumonie

 

Medikation. (TAGAMET 200 mg Tabletten) Cimetidin.

Nach Laparotomie wegen eines Colon-Tumors Leberversagen und schließlich Exitus; bei der Obduktion akute gelbe Leberdystrophie, die ätiologisch nicht einzuordnen ist. toxikologische Untersuchungen ohne Befund

 

Medikation. (CIPROBAY 250 Tabletten) Ciprofloxacin, (VOLTAREN DISPERS Tabletten) Diclofenac-Na

Eine Woche nach einwöchiger Einnahme von Ciprofloxacin erste Zeichen einer abdominellen Vaskulitis mit Subileus; trotz intensiver Behandlung im Krankenhaus stetige Verschlechterung des Gesundheitszustandes innerhalb der nächsten zwei Wochen auf dem Boden einer seit Jahren bestehenden rezidivierenden Vaskulitis und bei Verdacht auf chronisch myeloische monozytäre Leukämie (CMML); Tod unter dem Bild einer systemischen Vaskulitis in Folge Rechtsherzversagen bei Broncho-Pneumonie.

 

Medikation. (CIPROBAY Tabletten) Ciprofloxacin.

Wenige Wochen nach Einnahme von Ofloxacin in nicht reduzierter Dosis trotz erhöhtem Kreatinin und zwei Tage nach Beendigung der Einnahme von Ciprofloxacin erhängt aufgefunden

 

Medikation: CIPROBAY 250 Tabletten) Ciprofloxacin.

Drei Tage nach Absetzen Selbstmord durch Erhängen

 

Medikation: (CIPROBAY 250 Tabletten) Ciprofloxacin.

Nach Beendigung der achttägigen Einnahme weiterhin starke Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Verschlechterung des Allgemeinzustandes, keine Besserung nach symptomatischer Behandlung; Klinikeinweisung; wegen erneuten Salmonellennachweises im Stuhl Einnahme von Ciprofloxacin 2 x 500 mg täglich, zunehmende Müdigkeit, Abgeschlagenheit, formale Denkstörungen, Patientin spürt “die Tiere in ihrem Bauch krabbeln”; dreiwöchige Behandlung in Universitätsklinik, weiterhin Einnahme von Ciprofloxacin, Stuhlproben negativ, weitere Untersuchungen ohne wesentlichen Befund, Verdacht auf psychovegetative Überlastungsreaktion, schwere Schlafstörungen, nächtliche Angstzustände; nach Entlassung Abgeschlagenheit, Antriebslosigkeit, reaktive Depression, Behandlung mit Amitriptylin und Clorazepat, Besserung, Hausarbeit möglich; Patientin erhängt aufgefunden, Suizid

 

Medikation: (Theophyllin (INN)) Theophyllin, (Diazepam (INN)) Diazepam, (Prednisolon, oral (INN)) Prednisolon, (ACC 200 Brausetabletten) Azetylzystein, (Ranitidin (INN)) Ranitidin,
(Heparin-Na, niedermolekulares (INN)) Certoparin-Na, (EUNERPAN 25 Dragees) Melperon-HCl, (DISTRANEURIN Kapseln) Clomethiazol, (CIPROBAY 250 Tabletten) Ciprofloxacin, 
(Beclometasondipropionat (INN)) Beclometasondipropionat-Inhalat.

Nach etwa zehntägiger Einnahme von Ciprofloxazin zusätzlich zur Dauermedikation mit Theophyllin nachts generalisierter Krampfanfall, Tachyarrhythmie, Sistieren des Krampfanfalls und normale Herzfrequenz nach Diazepam und Verapamil intravenös, Absetzen von Theophyllin, innerhalb von eineinhalb Tagen erneut mehrere, anfangs sehr heftige Krampfanfälle, Behandlung mit Diazepam, Clonazepam, Aufsättigung mit Phenytoin, Theophyllinspiegel: 77 mg/l, Theophyllinintoxikation vermutlich bedingt durch zusätzliche Ciprofloxacin-Einnahme; zwei Tage später Patient komatös, keine Reaktion auf Schmerzreize, Augen beim Drehen des Kopfes starr, kurz darauf spontane Gesichtsbewegungen und Öffnen der Augen; kardiopulmonal guter Zustand, Absetzen von Verapamil; am Tag darauf, Patient bradykard, hypoton, Tod

 

Therapie 25-jJhrige: (CIPROBAY 500 Tabletten) Ciprofloxacin, (BRONCHORETARD 350 Kapseln) Theophyllin, (BERODUAL Dosieraerosol (aH)) Ipratropiumbromid-Inhalat , Fenoterol-HBr-Inhalat.

Tod durch Herzkreislaufversagen, nachdem die Patientin tagelang zittrig war. Fragliche Erstickung im Status asthmaticus

 

Medikation: (PROPULSIN Suspension (aH 8/00)) Cisaprid.

Nach zweimaliger Einnahme von Cisaprid zunächst Erholung, dann unter regelmäßiger Einnahme Verschlechterung des Allgemeinzustandes, zunehmender Abbau aller vitalen Funktionen, Patientin bewegungsunfähig, stupurös, konnte nicht mehr sprechen und essen; auftretende Lungenentzündung wurde mit Antibiotika behandelt, nach 11 Tagen Tod an Herz-Kreislauf-Versagen und Lungenentzündung

 

Medikation: CITALOPRAM-BIOMO 20 mg Tabletten) Citalopram, (AMITRIPTYLIN-NEURAXPHARM 10 Drg.) Amitriptylin, (ACTRAPID INNOLET 100 IE/ml 3 ml) Insulin human, (HCT VON CT Tabletten) Hydrochlorothiazid, (FUROSEMID ACIS 40 mg Tabletten) Furosemid, (ENALAPRIL 10 VON CT Tabletten) Enalaprilmaleat, (EISENDRAGEES-RATIOPHARM) Eisen(II)-sulfat.

Notfallmäßige Klinikeinweisung bei akut aufgetretener brachiofazial betonter Hemiparese links nach Absetzen von Phenprocoumon und mehrtägiger Einnahme von Citalopram;

Verdacht auf Hirninfarkt im Stromgebiet der Arteria cerebri media rechts; Tachyarrhythmia absoluta; nach kardialer Rekompensation mehrere Tage später erneut akute kardiopulmonale Dekompensation mit Todesfolge

 

Medikation: (AUGMENTAN 2,2 g Ampullen) Co-amoxiclav (Amoxicillin + Clavulansäure 4+1), (DORMICUM) Midazolam, (DOLANTIN Ampullen 1 ml) Pethidin-HCl.

Nach Endokarditisprophylaxe mit Co-amoxiclav und Sedierung mit Midazolam und Pethidin vor geplanter Koloskopie Abfall der Sauerstoffsättigung, Verlegung auf Intensivstation und sofortige Intubation; Radiologie: alveoläres Lungenödem, umschriebene Infiltrate nicht abgrenzbar, Verdacht auf Aspiration; Blutgasanalyse: respiratorische Azidose; nachts zunehmende Oligurie, Fieber bis 39 Grad Celsius, Hämoglobin-Abfall auf 5,8 mg/dl; am Folgetag massiver Anstieg der Transaminasen, der Nierenwerte, der CK, der CK-MB, Laktatdehydrogenase 20.000 U/l, Quick-Wert bis 20%; wegen Hämoglobin-Abfalls auf 5,8 mg/dl Transfusion von zwei Erythrozytenkonzentraten, trotz fehlender Sedierung tief komatös, Tod; Diagnose: fulminantes Leberversagen bei Verdacht auf Arzneimittelnebenwirkung; Obduktion von Angehörigen nicht gewünscht

 

Medikation: (AUGMENTAN Tabletten (aH 5/01)) Co-amoxiclav (Amoxicillin + Clavulansäure 4+1), (CLONT i.v. (aH 11/02)) Metronidazol, (CLAFORAN 1,0 i.v./i.m.) Cefotaxim, (REFOBACIN 10 mg Ampullen) Gentamicin, (KLACID Tabletten) Clarithromycin.

Exanthem; etwa eine Woche nach Absetzen von Amoxicillin plus Clavulansäure Ikterus mit Bilirubin bis 740 umol/l, schwerer toxisch-allergischer Leberschaden mit Lebersynthesestörung und hepatorenalem Syndrom, Leberversagen mit Aszites, vorübergehend dialysepflichtiges Nierenversagen, Labor: Transaminasen und alkalische Phosphatase erhöht, Quick bis 20%, Albumin bis 20 g/l, Kreatinin bis 370 umol/l, Bluteosinophilie, IgE über 7000 kU/l, RAST auf Penicillin G und V positiv; zweieinhalb Monate später noch nicht wieder völlig hergestellt; Patient verstirbt an oberer gastrointestinaler Blutung bei schwerer hepatogener Koagulopathie

 

Therapie 22-Jährige: (TAVEGIL Ampullen) Clemastin, (SOLU-DECORTIN H 50 Ampullen)
Prednisolon.

Nach i.v.-Gabe Unwohlsein, Kopfschmerzen, zwei Minuten nach Prednisolon i.v. Hyperventilation, Tachykardie, Kammerflimmern, Tod.

 

Therapie: (SOBELIN 150 Kapseln) Clindamycin, (H-INSULIN HOECHST (aH 8/1999)) Insulin human, (ISOKET 20 Tabletten) Isosorbiddinitrat, (CIPROBAY 200 Infusionsflasche) Ciprofloxacin, (ASPIRIN 100 Tabletten (aH 8/99)) Azetylsalizylsäure,
(IBUPROFEN 600 mg Tbl SANOL (aH 7/94)) Ibuprofen, (TRAMAL Tropfen)
Tramadol-HCl, (Parazetamol (INN)) Parazetamol, (KOHLE-COMPRETTEN Tabletten)
Kohle, medizinische, (LIDAPRIM Fertiginfusion 250 ml (aH)) Trimethoprim + Sulfametrol
(SPIZEF 2,0 zur Infusion) Cefotiam, (CLONT i.v. (aH 11/02)) Metronidazol, (CODEINUM PHOSPH. WOELM Tbl. 0.03 (aH)) Kodeinphosphat, (BACTRIM 5 ml i.v. (aH)) Co-trimoxazol

Durchfälle und Leibschmerzen mit Meteorismus am 8. Tag nach Absetzen von SOBELIN; pseudomembranöse Enterocolitis; Tod in Folge Lungenembolie bei Oberschenkelthrombose rechts (Obduktion)

 

Medikation: PSYTON Tabletten (aH 1/86)) Nomifensin, Clobazam.

Suizid

 

 

Therapie 26-Jähriger: ANAFRANIL 75 mg RETARD Tabletten) Clomipramin-HCl , (JATROSOM Dragees) Tranylcypromin, Trifluoperazin.

2 Stunden nach erster ANAFRANIL-Einnahme Zittern, Schweißausbrüche, Unwohlsein, zu Bett gelegt; kurze Zeit später desorientiert, bewegungsunsicher; Notarzt: getrübtes Sensorium, weite Pupillen, unkontrollierte Motorik, Hypotonie, Hyperventilation; geringe Sedierung mit 20 mg Diazepam; stationäre Einweisung per Notarztwagen; Phasen von heftigem Muskelzittern, unregelmäßige Atmung, Strabismus convergens, ständiges Pendeln der Bulbi nach rechts und links; EKG: Tachykardie; Leukozytose mit 15500 /qmm, Hyperkaliämie (6,2 mval/l); eigenmächtige JATROSOM-Überdosierung bzw. Interaktion der Medikamente vermutet; Temperatur 41 Grad Celsius, flache ungleichmäßige Atmung; Transport auf Intensivstation; Intubation und Beatmung; Abnahme der Herzfrequenz, Herzmassage, Reanimation mit 80 mg Dantrolen i.v., 300 mval Na-bikarbonat und 4 mg Adrenalin, externer endokardialer Schrittmacher; Tod 4 1/2 Stunden nach Auftreten der ersten Symptome unter dem Bild eines Herz-Kreislauf-Versagens infolge nicht beherrschbarer Azidose bei medikamentös induzierter maligner Hyperthermie.

 

Medikation: (PLAVIX Tabletten) Clopidogrel.

Wenige Tage nach Beginn der Einnahme in ihrem Heim für betreutes Wohnen mit den Zeichen einer stattgehabten großen Blutung aus dem oberen Gastrointestinaltrakt tot aufgefunden

 

Medikation: (LEPONEX 100 Tabletten) Clozapin , (HALDOL-JANSSEN DECANOAT 1 ml Ampullen) Haloperidoldecanoat, (EUTHYROX 100 Tabletten) Levothyroxin-Natrium (L-T4),  (AKINETON RETARD Tabletten) Biperiden.

Nach zweimonatiger Behandlung mit LEPONEX Vergiftung, Nierenversagen, zweiwöchiges Koma auf der Intensivstation, Tod

 

Medikation: (AUGMENTAN 2,2 g Ampullen) Co-amoxiclav (Amoxicillin + Clavulansäure 4+1), (DORMICUM) Midazolam , (DOLANTIN Ampullen 1 ml) Pethidin-HCl.

Nach Endokarditisprophylaxe mit Co-amoxiclav und Sedierung mit Midazolam und Pethidin vor geplanter Koloskopie Abfall der Sauerstoffsättigung, Verlegung auf Intensivstation und sofortige Intubation; Radiologie: alveoläres Lungenödem, umschriebene Infiltrate nicht abgrenzbar, Verdacht auf Aspiration; Blutgasanalyse: respiratorische Azidose; nachts zunehmende Oligurie, Fieber bis 39 Grad Celsius, Hämoglobin-Abfall auf 5,8 mg/dl; am Folgetag massiver Anstieg der Transaminasen, der Nierenwerte, der CK, der CK-MB, Laktatdehydrogenase 20.000 U/l, Quick-Wert bis 20%; wegen Hämoglobin-Abfalls auf 5,8 mg/dl Transfusion von zwei Erythrozytenkonzentraten, trotz fehlender Sedierung tief komatös, Tod; Diagnose: fulminantes Leberversagen bei Verdacht auf Arzneimittelnebenwirkung; Obduktion von Angehörigen nicht gewünscht

 

Therapie 53-Jähriger: (AUGMENTAN Tabletten (aH 5/01)) Co-amoxiclav (Amoxicillin + Clavulansäure 4+1), (CLONT i.v. (aH 11/02)) Metronidazol, (CLAFORAN 1,0 i.v./i.m.) Cefotaxim , (REFOBACIN 10 mg Ampullen) Gentamicin, (KLACID Tabletten) Clarithromycin.

Exanthem. Etwa eine Woche nach Absetzen von Amoxicillin plus Clavulansäure Ikterus mit Bilirubin bis 740 umol/l, schwerer toxisch-allergischer Leberschaden mit Lebersynthesestörung und hepatorenalem Syndrom, Leberversagen mit Aszites, vorübergehend dialysepflichtiges Nierenversagen, Labor: Transaminasen und alkalische Phosphatase erhöht, Quick bis 20%, Albumin bis 20 g/l, Kreatinin bis 370 umol/l, Bluteosinophilie, IgE über 7000 kU/l, RAST auf Penicillin G und V positiv; zweieinhalb Monate später noch nicht wieder völlig hergestellt; Patient verstirbt an oberer gastrointestinaler Blutung bei schwerer hepatogener Koagulopathie.

 

 

Medikation: EUSAPRIM Tabletten (aH)) Cotrimoxazol, (EUSAPRIM 5 ml i.v. (aH)) Cotrimoxazol, (DYTIDE H Tabletten) Cotriamterzid (Hydrochlorothiazid + Triamteren 1:2),  (LASIX 20 Injektionslösung) Furosemid , (SOSTRIL 150 Tabletten) Ranitidin, (SOSTRIL Ampullen) Ranitidin, (ASPIRIN 300 Tabletten (aH 8/99)) Azetylsalizylsäure, (HEPARIN 10.000 I.E.) Heparin, (LANITOP Tabletten) Metildigoxin, (BRICANYL Tabletten) Terbutalinsulfat,  (UNIPHYLLIN 400 mg RETARD Tabletten) Theophyllin, (MUCOSOLVAN Tabletten) Ambroxol-HCl.

Am 8. Behandlungstag mit Cotrimoxazol generalisiertes Exanthem, Fieber; an Folgetagen Nieren- und Leberversagen, Rhabdomyolyse, Verbrauchskoagulopathie; zwei Tage später Exitus im Kreislaufversagen; im Sektionsbefund an Haut Zeichen von Vaskulitis, Leber und Niere unspezifisch

 

Medikation: (EUSAPRIM FORTE Tabletten) Cotrimoxazol.

Nach zweitägiger Einnahme Cholestase; nach insgesamt dreitägiger Einnahme in den folgenden Wochen zunehmende Cholestase und Leberfunktionseinschränkung; intrahepatische Cholestase per Leberpunktat nachgewiesen; zwei Monate nach Therapiebeginn Tod infolge Enzephalopathie

 

Medikation: (BACTRIM FORTE Tabletten (aH 2/99)) Cotrimoxazol.

Fulminante nekrotisierende Hepatitis, innerhalb von drei Monaten Tod durch Leberversagen

 

Medikation: (COTRIM-RATIOPHARM Tabletten) Cotrimoxazol, (ASS-RATIOPHARM 100 Tabletten (aH 1/01)) Azetylsalizylsäure, (PHENHYDAN Tabletten) Phenytoin, (ISMO 20 Tabletten).
Isosorbidmononitrat Fünf Tage nach Einnahmebeginn generalisierte Rötung, dann exfoliative Dermatitis, 2 Tage später Vollbild eines LYELL-Syndroms mit Betonung von Stamm, Hals und Gesicht; nach Auftreten des Exanthems Absetzen von Co-trimoxazol, Elektrolyt- und Flüssigkeitsbilanzierung (i.v.-Ausgleich), sterile Abdeckung der Läsionen, initial 1000 mg SOLU DECORTIN, weiter mit 100 mg/Tag; Laborparameter: Anstieg von Leukozyten (4.600 auf 13.030), gamma-GT (56 auf 218 U/l), LDH (270 auf 418 U/l), Harnstoff (31 auf 69 mg/dl), Kreatinin (0,9 auf 1,12 mg/dl), GOT (11 auf 32 U/l), GPT 12 auf 37 U/l), Abfall Hb von 12,2 auf 11 mg/dl, Diphenylhydatoin 8,3 ug/ml; Tod durch respiratorische Insuffizienz bei Lungenödem (dabei ZVD 5 cm H2O). Verzicht auf maschinelle Beatmung aus Altersgründen

 

Medikation: COTRIM-RATIOPHARM z. Infusion (aH 7/91)) Co-trimoxazol, Ca. 10 Min. nach Erstgabe (2 Amp. in 500 ml Fruktoselösung; ca. 100 ml eingelaufen) Laryngospasmus, Lungenödem; Reanimation ohne Erfolg

 

Medikation: (KEPINOL Suspension für Erw.) Co-trimoxazol, (TRENTAL 400 Dragees) Pentoxifyllin.

Nasen- und Magenblutung, Leukozytose mit 37.000/ul, davon 94% atypische Lymphozyten, kein Hinweis auf leukämische Infiltrate, Tod durch Verbrauchskoagulopathie

 

Medikation: (EUSAPRIM Tabletten (aH)) Cotrimoxazol, (EUSAPRIM 5 ml i.v. (aH)) Cotrimoxazol , (DYTIDE H Tabletten) Co-triamterzid (Hydrochlorothiazid + Triamteren 1:2), (LASIX 20 Injektionslösung) Furosemid, (SOSTRIL 150 Tabletten) Ranitidin, (SOSTRIL Ampullen) Ranitidin, (ASPIRIN 300 Tabletten (aH 8/99)) Azetylsalizylsäure, (HEPARIN 10.000 I.E.) Heparin, (LANITOP Tabletten) Metildigoxin, (BRICANYL Tabletten) Terbutalinsulfat,  (UNIPHYLLIN 400 mg RETARD Tabletten) Theophyllin, (MUCOSOLVAN Tabletten) Ambroxol-HCl.

Am 7. Behandlungstag mit Co-trimoxazol generalisiertes Exanthem, Fieber; an Folgetagen Nieren- und Leberversagen, Rhabdomyolyse, Verbrauchskoagulopathie; zwei Tage später Exitus im Kreislaufversagen; im Sektionsbefund an Haut Zeichen von Vaskulitis, Leber und Niere unspezifisch

 

 

Medikation: (SPALT Tabletten (aH)) Phenazonsalizylat – Salizylamid – Benzylmandelat – Koffein.

Akute Agranulozytose. zwei Wochen vor stationärer Aufnahme Einnahme von SPALT Tabletten wegen Kopfschmerzen, danach Fieber, Lungenentzündung; Komplikation: Herz-Kreislaufstillstand zwei Tage nach stat. Aufnahme mit erfolgreicher Reanimation; maschinelle Beatmung notwendig; Patientin starb neun Tage nach stationärer Aufnahme

 

 

Medikation: (Diclofenac (INN) parenteral) Diclofenac-Na, (DEXA-PHLOGONT Ampullen (a.H. 7/91)) Lidokain-HCl – Dexamethason – Prednisolon – Cyanocobalamin, hoch dosiert.

Etwa acht Stunden nach Injektion von Diclofenac und DEXA-PHLOGONT gemischt unklarer Tod während des Schlafs

 

Medikation: AMBENE COMP.Doppelampullen (aH 12/02)) Cyanocobalamin, hoch dosiert Phenylbutazon (ALEXAN zur Injektion 2 ml (aH 2/03)) Cytarabin,  (PEROXINORM 4 mg zur Injektion (aH 7/94)) Orgotein.

Akute myeloische Leukämie festgestellt während “Behandlung mit unbegreiflicher Vielzahl” von AMBENE- Injektionen ab Oktober 90, im Laufe des Jahres 1991 31 Infiltrationen mit Orgotein (PEROXINORM) paravertebral; Tod am 13.11.91 an Herzversagen (Kammerflimmern, Asystolie), vermutlich ausgelöst durch frischen Myokardinfarkt (CK 137 U/l) in vorangehender Woche Behandlung mit Cytarabin (ALEXAN); wegen der Leukämie konnte das Grundleiden des Patienten nicht wie üblich behandelt werden

 

Therapie 48-Jähriger: (DOLO-NEUROBION (aH)) Vitamin B6, hoch dosiert – Metamizol-Natrium – Cyanocobalamin, hoch dosiert -Vitamin B1, hoch dosiert.

Nach stationärer Aufnahme wegen geplanter Allergentestung Behandlung von dort aufgetretenen Rückenschmerzen mit DOLO-NEUROBION; nach i.m.-Injektion anaphylaktischer Schock mit Luftnot, Zyanose, Bewußtlosigkeit; erfolglose Reanimation, Tod

 

Therapie 42-Jähriger: SUPERTENDIN DEPOT 5 mg (aH 10/90)) Dexamethasonazetat ,Cyanocobalamin, hoch dosiert – Vitamin B1, hoch dosiert – Lidokain-HCl – (Indometazin (INN)) Indometazin.

Akute Oberbauchsymptomatik, Serum hyperlipämisch; Todesursache: Linksherzinsuffizienz mit massivem Lungenödem beidseits, links stärker als rechts, bei massiver Fettstoffwechselentgleisung

 

Therapie 35-Jähriger: DELPHIMIX 2 (aH)) Cyanocobalamin, hoch dosiert – Triamcinolondiazetat.

Nach Injektion von DELPHIMIX auf dem Weg von Arztpraxis zum Auto Kollapssturz auf Hinterkopf: Schädelbasisbruch, Tod

 

 

Therapie 45-Jähriger: (ANDROCUR Tabletten) Cyproteronazetat, (HALDOL-JANSSEN 2 mg Tabletten) Haloperidol, (DIPIPERON Tabletten) Pipamperon, (NEUROCIL Tropfen) Levomepromazin.

Während Behandlung mit Cyproteronazetat Gewichtszunahme; nach mehrjähriger Einnahme perakute Lungenembolie; erfolglose Reanimation, Tod; bei Sektion ausgedehnte Lungenembolie, Phlebothrombose der unteren Körperpartie nicht mehr nachweisbar

 

Therapie 27-Jährige : (DIANE 35 Dragees) Cyproteronazetat – Ethinylestradiol.

Nach etwa zweijähriger Einnahme stationäre Einweisung wegen zunehmender Dyspnoe, Verdacht auf Lungenembolie, Tod acht Tage später nach fulminanter Lungenembolie bei Verdacht auf Kavathrombose

 

Terapie 48-Jähriger: PERTOFRAN Dragees (aH 6/03)) Desipramin, (Amantadin (INN)) Amantadin.

Wenige Tage nach Dosiserhöhung von Desipramin und Amantadin akute Temperaturerhöhung auf 40,7 Grad Celsius; am Folgetag Anstieg auf 41,5 Grad Celsius; kein Anhalt für Infektion; nach Behandlung mit Physostigmin Normothermie innerhalb von zwei Stunden; nachfolgend fulminantes Multiorganversagen, Hirnstammeinklemmung bei Ödem und Einblutung in den Hirnstamm; Tod; Diagnose: zentral anticholinerges Syndrom.

 

Therapie 24-Jährige: MARVELON Tabletten) Ethinylestradiol + Desogestrel.

Oberschenkelthrombose links, Lysetherapie mit Streptokinase, in der folgenden Nacht fulminante Lungenembolie, Notfall-Op., Herz-Kreislauf-Stillstand, Reanimation erfolglos

 

Medikation 24-Jährige: MARVELON Tabletten) Ethinylestradiol + Desogestrel.

Rückenschmerzen, die ambulant mit Injektionen behandelt wurden, 5 Tage später wegen Luftnot, Unruhe und Rückenschmerzen beim Hausarzt, danach zu Hause zusammengebrochen, Krankenhaus-Einweisung, Diagnose: Lungenembolie; Versuch einer Lyse mit Streptokinase; massive Ventilationsstörung, Reanimation, Notfall-Op., intraoperativ verstorben; Sektion: rezid., final fulmin. Lungenarterien-Embolie, keine Emboliequelle

 

Medikation 16-Jährige: (MARVELON Tabletten) Ethinylestradiol + Desogestrel.

fulminante rezidivierende Lungenembolie mit letalem Ausgang.

 

Medikation: Diclofenac (INN) parenteral) Diclofenac-Na, (DEXA-PHLOGONT Ampullen (a.H. 7/91)) Lidokain-HCl – Dexamethason – Prednisolon – Cyanocobalamin, hoch dosiert.

Etwa acht Stunden nach Injektion von Diclofenac und DEXA-PHLOGONT gemischt unklarer Tod während des Schlafs.

 

Medikation 42-Jähriger: SUPERTENDIN DEPOT 5 mg (aH 10/90)) Dexamethasonazetat, Cyanocobalamin, hoch dosiert – Vitamin B1, hoch dosiert – Lidokain-HCl – (Indometazin (INN)) Indometazin.

Akute Oberbauchsymptomatik, Serum hyperlipämisch; Todesursache: Linksherzinsuffizienz mit massivem Lungenödem beidseits, links stärker als rechts, bei massiver Fettstoffwechselentgleisung.

 

Medikation: (DOLOBENE Gel) Dimethylsulfoxid, Heparin, extern, Dexpanthenol, extern.

Bei Zustand nach Sturz und persistierenden Schmerzen (Fraktur ausgeschlossen) vom Hausarzt DOLOBENE Gel verordnet; nach ca. 5 Tagen Blasenbildung re. Oberschenkel, Übergang zur tiefen Nekrose trotz Absetzen; dann innerhalb von 3 Tagen Infektion der Haut- und Fett gewebsnekrose, massive Eiterung und Vorstellung in Ambulanz wegen Atembeschwerden, Exitus letalis nach 30′ im septischen Schock; massive Gewebszerstörung mit Abszeßhöhle mit ca. 30 x 20 x 5 cm und Hautnekrose ca. 10 x 10 cm; nach Angaben des Hausarztes vom Zeitpunkt der Blasenbildung bis zum Tod maximal fünf bis sechs Tage

 

Medikation: (VALIUM 10 Ampullen) Diazepam.

Ca. 10 Min. nach Injektion Exitus letalis.

 

Medikation: (VALIUM 10 Ampullen) Diazepam, (AMUNO M (aH 9/96)) Magnesiumhydroxid, Indometazin, Aluminiumhydroxid-Magnesiumkarbonat-Trockenge, (AVIL-RETARD Dragees (aH)) Pheniramin, (DOLO-NEUROBION Dragees (aH 11/89)) Vitamin B6, hoch dosiert –
Cyanocobalamin, hoch dosiert – Ethenzamid – Vitamin B1, hoch dosiert, Parazetamol, (ALDACTONE 50 SALTUCIN Drg (aH 6/03)) Butizid – Spironolakton, (NOVODIGAL Tabletten) Beta-Azetyldigoxin, (CARNIGEN MONO Tropfen (aH 11/96)) Oxilofrin, (URBASON 4 Tabletten) Methylprednisolon, (IMODIUM Kapseln) Loperamid-HCl, (DIACARD Tropfen (aH)) Kampfer – Weißdornblätter/blüten-Extrakt – Baldrianwurzelextrakt – Cactus-grandiflorus-Tinktur.

Tod durch akutes Herzversagen während einer Diazepam-vorbehandelten Gastrointestinalendoskopie.

 

 

Medikation 30-Jährige:DICLOFENAC-RATIOPHARM 75 SL RETARD Kps) Diclofenac-Na, (PENICILLIN V 1 MEGA HEUMANN Tbl.) Penicillin-V-Kalium.

Etwa zweieinhalb Stunden nach Einnahme von Diclofenac beginnendes allergisches Ödem mit massiver Verlegung der oberen Atemwege mit hypoxischem Hirnschaden als Folge; etwa drei Wochen nach Klinikaufnahme verstorben

 

Medikation: (DICLAC 75 ID RETARD Tabletten) Diclofenac-Na.

Vier Tage nach achttägiger Einnahme perforiertes Magenulkus; Tod

 

Medikation 30-Jährige: (Diclofenac (INN) parenteral) Diclofenac-Na.

Nach intramuskulärer Injektion schwere Allgemeinsymptome: Schüttelfrost, starke Schmerzen im Bereich des Daumens; zunehmend auch im Bereich der Injektion rechts gluteal; zwei Tage nach Injektion stationäre Aufnahme, Labor: C-reaktives Protein 56 mg/dl, Leukopenie, beginnende Thrombozytopenie, Fieber bis 41 Grad Celsius; ausgeprägte Schocksymptomatik; Weichteilgewebe um die Injektionsstelle massiv angeschwollen; Diagnose nekrotisierende Weichteilinfektion mittels MR; sofortige Operation; am Abend der OP Vollbild eines fulminanten septischen Schocks, 1200 Leukozyten/ul, hohe Entzündungsparameter, entgleiste thrombozytäre und plasmatische Gerinnung, starke Hypoglykämieneigung als Ausdruck eines Leberversagens, Anurie; am Folgetag Hämofiltration, Beatmung, Behandlung mit ZIENAM und Vancomycin, wegen ausgedehnter retroperitonealer Phlegmone und Aszites erneute OP mit Cholezystektomie; in OP-Abstrich und Blutkulturen Nachweis von ß-hämolysierenden Streptokokken Gruppe A, Diagnose: “streptococcal toxic shock syndrome”; ausgeprägte Rhabdomyolyse, Kreatinkinase 83.400 U/l; Hornhautinfektion des rechten Auges; nach Wechsel auf hochdosiertes Penicillin G, Clindamycin und Gentamicin unter fortgesetzter Zufuhr von IgM in den Folgewochen persistierendes Multiorganversagen, mehrere krisenhafte Exazerbationen bei chronischer Sepsis, mehrere OP’s; sechseinhalb Wochen nach der Injektion Verschlechterung des Allgemeinzustandes, Somnolenz, operative Ausräumung einer rechtshirnigen intrazerebralen Massenblutung vermutlich von Stammganglienabszess ausgehend; in den folgenden vier Wochen anhaltendes septisches Kreislaufversagen, drohende Hirnstammeinklemmung, ausgeprägte phlegmonöse Infiltrationen im Retroperitoneal-, Gluteal- und Oberschenkelbereich, Ulzeration der Hornhautinfektion, neurologisches Defizit mit anhaltender Somnolenz, zunehmende Muskelatrophie; Exitus letalis in Folge Multiorganversagens.

 

Medikation 38-Jährige: (EFFEKTON sulfitfrei Ampullen) Diclofenac-Na.

Nach intramuskulärer Injektion anaphylaktische Reaktion mit Herz-Kreislauf-Versagen; trotz Reanimation Tod infolge hypoxischen Hirnschadens.

 

Medikation: (Diclofenac (INN) parenteral) Diclofenac-Na.

Nach intramuskulärer Injektion Schmerzen “überall”; am Folgetag weiterhin Schmerzen und Unwohlsein, fremdanamnestisch kein Fieber, keine Kopfschmerzen, keine Schmerzen in der Brust, keine Tachypnoe, kein Erbrechen; am Morgen des nächsten Tages tot im Bett aufgefunden; Obduktionsbefund: ausgeprägte eitrige Entzündung der rechten Thoraxhöhle (450 ml rahmiger Eiter), Pleuritis, eitrige Bronchopneumonie, Perikarditis, Mediastinitis, entzündliche Mitreaktion der Milz, unspezifische Entzündung der Leber.

 

Medikation 27-Jährige: VOLTAREN Ampullen) Diclofenac-Na, (Lidokain parenteral (INN)) Lidokain-HCl-Lokalanästhesie.

Fünf Tage nach Verabreichung einer Ampulle Diclofenac tot im Bett aufgefunden, Obduktionsbefund: schwere Pyelonephritis links, geringer auch rechts, diffuser Tubulusschaden beidseits als Korrelat eines akuten Nierenversagens, kein Hinweis auf septische Streuung.

 

Medikation: (Diclofenac (INN) parenteral) Diclofenac-Na.

Eineinhalb Stunden nach letzter i.m.-Injektion Zeichen eines anaphylaktischen Schocks, Patientin “bricht zusammen”, notfallmäßige stationäre Aufnahme, rasch zunehmende intravasale Hämolyse, nachfolgend disseminierte intravasale Gerinnung, beatmungspflichtig, Verlegung in Klinik mit Dialysemöglichkeit, Patientin verstirbt im hämorrhagischen Schock bei fulminantem Verlauf.

 

Medikation 20-Jährige  (:DICLOPHLOGONT Ampullen) Diclofenac-Na.

Blutdruckabfall, Atemnot im Verlauf von 30-60 min nach i.m.-Injektion einer Ampulle, Reanimation, apallisches Syndrom, Exitus letalis

 

Medikation: (DICLO-WOLFF 50 Tabletten) Diclofenac-Na, (DIGIMERCK MINOR Tabletten) Digitoxin, (BRICANYL DURILES Tabletten) Terbutalinsulfat, (CORDICHIN Tabletten) Verapamil-HCl, Chinidin, (AFONILUM RETARD Kapseln) Theophyllin.

Akuter Asthmaanfall (Atemnot kurz, dann Kollaps) mit Exitus lethalis nach 1 Tbl. DICLO WOLFF 50.

 

Medikation: Diclofenac (INN) rektal) Diclofenac-Na, (OSSIN RETARD Dragees (aH 7/03)) Natriumfluorid/Osteoporose, (ENIRANT Tropfen (aH 4/95)) Dihydroergocristinmesilat, (BENURON Tabletten) Parazetamol, (ENCEPHABOL 100 Dragees) Pyritinol.

Melaena, zum Tode führende, obere gastrointestinale Blutung

 

Medikation 56-Jährige: (VOLTAREN Ampullen) Diclofenac-Na, (MUSKEL TRANCOPAL Tabletten (aH 11/96)) Chlormezanon, (AMBENE N Tabletten (aH)) Cyanocobalamin, hoch dosiert, Phenylbutazon, Aluminiumglyzinat, Vitamin B1, hoch dosiert, (NORMOC Tabletten)
Bromazepam, (FENISTIL RETARD Tabletten (aH 1998).)
Dimetindenmaleat Foudroyant verlaufende hämolytische Anämie

 

Medikation: VOLTAREN 100 Zäpfchen) Diclofenac-Na.

Penetrierende Ulzera duodeni, Exitus durch Aspirationspneumonie

 

 

Medikation: (Diclofenac (INN) parenteral) Diclofenac-Na, (DEXA-PHLOGONT Ampullen (a.H. 7/91)) Lidokain-HCl – Dexamethason – Prednisolon – Cyanocobalamin, hoch dosiert.

Etwa acht Stunden nach Injektion von Diclofenac und DEXA-PHLOGONT gemischt unklarer Tod während des Schlafs

 

 

 

Medikation 38-Jährige: (ZERIT 40 mg Kapseln) Stavudin, (CRIXIVAN 400 mg Kapseln) Indinavir, (VIDEX 400 mg Kapseln) Didanosin, (NORVIR 100 mg Kapseln) Ritonavir.

Während gleichzeitiger Einnahme von Stavudin, Indinavir, Didanosin und Ritonavir Hypertriglyzeridämie von mehr als 600 mg/dl; zweieinhalb Wochen später nekrotisierende Pankreatitis, Laktatazidose, vier Tage später Tod in Folge Kreislaufversagens

 

Medikation 25-Jährige: (ZERIT 15 mg Kapseln) Stavudin, (VIDEX 125 mg Kapseln) Didanosin, (SUSTIVA 100 mg Kapseln) Efavirenz.

Nach mehrmonatiger antiretroviraler Kombinationsbehandlung (HAART) Erbrechen, Oberbauchschmerzen; während des dreitägigen Klinikaufenthaltes außer Hepatomegalie mit sonografischen Kriterien einer Fettleber kein relevanter Befund, Pankreasfermente bei Mehrfachkontrollen normal; zehn Tage später nach fortgesetzter Einnahme erneute Klinikeinweisung wegen unstillbaren Erbrechens, Oberbauchschmerzen, Adynamie; Nachweis einer Helicobacter pylori-positiven Gastritis und Duodenitis; kein Hinweis auf Pankreatitis; im weiteren Verlauf Stupor, massive Hyperventilation, dekompensierte metabolische Azidose mit Blut-pH von 7,1 bei fehlendem Ketonhinweis und normalen Blutzuckerwerten, normaler Nierenfunktion und normalen Kreislaufverhältnissen; unter intensivmedizinischer Behandlung mit sofortigem Azidose-Ausgleich weitere Verschlechterung, Beatmungspflicht; zum Berichtszeitpunkt etwa drei Wochen später Beatmung wegen Pneumonie, akutes Nierenversagen; Diagnose: metabolische Azidose, vermutlich Laktatazidose mit pulmonalen und renalen Komplikationen in Folge von HAART mit Stavudin; etwa eine Woche später verstorben

 

Medikation 33-Jährige: (VALETTE Dragees) Ethinylestradiol + Dienogest.

Fulminante Lungenembolie; Tod

 

Medikation:  (EMBOLEX NM Ampullen (aH 12/02)) Lidokain-HCl – Certoparin-Na – Dihydroergotaminmesilat, (FRAXIPARIN 0,3 Fertigspritzen) Nadroparin-Kalzium, (CARBOSTESIN) Bupivakain-HCl.

Dringender Verdacht auf sub- oder epidurale Blutung nach Spinalanästhesie, dadurch Cauda-Syndrom, Decubitus, Pneumonie; Patient verstorben.

 

Medikation 35-Jähriger: (VOMEX A i.v. 10 ml) Dimenhydrinat, (Physiologische Kochsalzlösung) Natriumchlorid, (Glukose-Lösung (INN)), Glukose.

Etwa 30 Minuten nach zweistündiger Infusion von Dimenhydrinat in physiologischer Kochsalzlösung Herzkreislaufstillstand, Reanimationsbemühungen, nach mehrfacher Adrenalingabe im EKG bradykarder Sinusrythmus, Patient stirbt etwa drei Stunden später im Krankenhaus.

 

Medikation: (DOLOBENE Gel) Dimethylsulfoxid , Heparin, extern, Dexpanthenol, extern.

Bei Zustand nach Sturz und persistierenden Schmerzen (Fraktur ausgeschlossen) vom Hausarzt DOLOBENE Gel verordnet; nach ca. 5 Tagen Blasenbildung re. Oberschenkel, Übergang zur tiefen Nekrose trotz Absetzen; dann innerhalb von 3 Tagen Infektion der Haut- und Fett gewebsnekrose, massive Eiterung und Vorstellung in Ambulanz wegen Atembeschwerden, Exitus letalis nach 30′ im septischen Schock; massive Gewebszerstörung mit Abszeßhöhle mit ca. 30 x 20 x 5 cm und Hautnekrose ca. 10 x 10 cm; nach Angaben des Hausarztes vom Zeitpunkt der Blasenbildung bis zum Tod maximal fünf bis sechs Tage

 

Medikation: (PERSANTIN FORTE Dragees (aH 2/01)) Dipyridamol, (NITROLINGUAL) Glyzeroltrinitrat,  (Digoxin (INN)) Digoxin, (Prednison (INN)) Prednison, (ADALAT RETARD Tabletten) Nifedipin, (NIONG RETARD Tabletten (Schweiz)) Glyzeroltrinitrat, (Kalzium (INN)) Kalzium.

Nach ca. zweiwöchiger Dipyridamol-Einnahme wiederholt Schwindelanfälle, nach ca. sechswöchiger Einnahme mehrere Tage Diarrhoe, nach ca. siebenwöchiger Einnahme schwerer Angina-pectoris-Anfall, notfallmäßige Klinikeinweisung, nach Notversorgung mehrere Tage bewusstlos, Fortsetzung der Therapie mit Dipyridamol, während des Klinikaufenthalts Infektion (angeblich Bronchopneumonie) und Behandlung mit Antibiotika, außerdem mindestens sechsmal schwere nächtliche Angina-pectoris-Anfälle, einmalig nach Angina-pectoris-Anfall und Behandlung mit Morphin zwei Tage bewusstlos; nach Klinikentlassung mehrere schwere, meist nächtliche mit Nitroglyzerin gut beherrschbare Angina-pectoris-Anfälle; drei Wochen darauf erneute Klinikeinweisung wegen Myokardinfarkt, Therapie mit Heparin, einen Tag später manifeste Linksdekompensation, nach Furosemid leichte Besserung, einen Tag später Blutdruckabfall, Tachykardie, Linksherzinsuffizienz und Tod durch Pumpversagen.

 

Medikation: (NOVALGIN 5 ml Ampullen) Metamizol-Natrium.

Panmyelophthise, Tod.

 

Medikation 10-Jährige: (NOVALGIN Tropfen) Metamizol-Natrium, (ISOCILLIN Saft) Penicillin-V-Kalium, (VOMEX A FORTE Zäpfchen für Schulkinder) Dimenhydrinat.

Nach erster Einnahme von Metamizol und Penicillin-V-Kalium Erbrechen, wenige Stunden später Fieberanstieg von 39,3 auf 40,7 Grad Celsius, weiterhin Erbrechen, Kind “schnauft schlecht”, scheint zu phantasieren; Behandlung mit Dimenhydrinat-Zäpfchen und Wadenwickeln; Fieberrückgang auf 39,1 Grad Celsius, Wiederanstieg auf 40,3 Grad Celsius, kein Phantasieren; ca. acht Stunden nach erster Medikamenteneinnahme zweite Metamizoleinnahme; unmittelbar darauf bäumt sich das Kind auf, droht zu ersticken, Lippen dunkelblau, Mund nicht zu öffnen, daher Mund-zu-Nase-Beatmung durch den Vater; zwanzig Minuten später Eintreffen des Notarztes, Kind laut Eltern noch am Leben, laut Notarzt klinisch tot; erfolgloser Reanimationsversuch, laut Eltern mit Metamizol-Injektion, laut Notarzt kein venöser Zugang möglich, keine Metamizolgabe; Tod des Kindes; unmittelbar nach dem Tod rote Flecken am Körper des Mädchens bemerkt

 

Medikation 59-Jähriger: (BARALGIN M Ampullen (aH 7/01)) Metamizol-Natrium, (VIBRAVENÖS Ampullen) Doxycyclin.

Unmittelbar nach Injektion anaphylaktischer Schock, Status asthmaticus mit nachfolgendem Herz-Kreislauf-Stillstand, Apnoe, Koma, Wiederbelebungsmaßnahmen und notfallmäßige Klinikeinweisung, hypoxische Hirnschädigung, Verdacht auf apallisches Syndrom, Tod

 

Medikation 19-Jähriger: (NOVALGIN Tabletten) Metamizol-Natrium

Petechiale Blutungen, Somnolenz, Verdacht auf MOSCHCOWITZ-Syndrom, Tod.

 

Medikation 20-Jährige: (Metamizol (= Novaminsulfon) (INN)) Metamizol-Natrium, (VOLTAREN 100 Zäpfchen) Diclofenac-Na, (GELONIDA NA Zäpfchen für Erw. (aH 4/03)) Kodeinphosphat, Azetylsalizylsäure, Parazetamol.

Fulminante Pneumonie, Anbehandlung mit Erythromycin und O2, bei stat. Aufnahme 40 Grad rektal, über fünf Stunden rasch zunehmende Hypoxie, Atem- und Kreislaufstillstand, erfolglose Reanimation über 90 Minuten; Leukopenie 1100/ml, Tod.

 

Mediaktion 44-Jähriger: NOVALGIN 2 ml Ampullen) Metamizol-Natrium.

Plötzlicher Herztod; Todesursache laut Sektionsbericht: anaphylaktischer Schock.

 

Medikation 21-Jährige: (NOVALGIN Tropfen) Metamizol-Natrium.

Tod durch Verbrauchskoagulopathie

 

Medikation 31-Jährige: (NOVALGIN Tropfen) Metamizol-Natrium.

Foudroyante Sepsis, Thrombozytopenie, Leukopenie; Tod

 

Medikation 48-Jähriger: (DOLO-NEUROBION (aH)) Vitamin B6, hoch dosiert – Metamizol-Natrium – Cyanocobalamin, hoch dosiert – Vitamin B1, hoch dosiert.

Nach stationärer Aufnahme wegen geplanter Allergentestung Behandlung von dort aufgetretenen Rückenschmerzen mit DOLO-NEUROBION; nach i.m.-Injektion anaphylaktischer Schock mit Luftnot, Zyanose, Bewußtlosigkeit; erfolglose Reanimation, Tod

 

 

Medikation:  (NOVALGIN Tropfen) Metamizol-Natrium, MUSKEL TRANCOPAL Tabletten (aH 11/96)) Chlormezanon, (AMUNO 50 mg Kapseln (aH 12/02)) Indometazin , (FERRO SANOL Dragees) Eisen(II)-glycinsulfat.

Etwa 2 Mon. nach NOVALGIN- und MUSKEL TRANCOPAL-Therapie stat. Aufnahme mit Bizytopenie (Erythrozytopenie, Thrombozytopenie), HK 17%, Hb 5,7 g%, Erys 1,91 Mill./ul, Leukos 7.200/ul, Thrombos 10.000/ul, Sternalpunktat: fehlende Erythropoese, voll ausreifende Granulopoese, kein Hinweis auf lympho- oder myeloproliferative Erkrankung, Coombs-Test negativ, Thrombozyten-AK-Test ausstehend; unter Therapie mit Glukokortikoiden, Ery- und Thrombozytenkonzentraten rezidivierende Weichteil- und intestinale Blutungen, woran Pat. verstarb

 

Medikation 51-Jährige: NORGESIC Injektionslsg. (aH 1992)) Orphenadrinzitrat – Metamizol-Natrium – Lidokain-HCl, (CAPOZIDE 25 Tabletten) Captopril, Hydrochlorothiazid, (COROTREND 10 Kapseln (aH 10/02)) Nifedipin, (EUPHYLLIN CR 250 RETARD Kps (aH)) Theophyllinethylendiamin, (BRICANYL DURILES Tabletten) Terbutalinsulfat.

Schwerer Asthmaanfall mit sekundär bedingtem Herzstillstand.

 

Medikation: (BARALGIN) Metamizol-Natrium – Fenpiveriniumbromid – Pitofenon-HCl (CIBALGIN COMPOSITUM N Zäpfchen) Propyphenazon – Kodeinphosphat.

Anaphylaktischer Schock mit letalem Ausgang.

 

 

Medikation 23-Jähriger: NOVALGIN 2 ml Ampullen) Metamizol-Natrium, (ASPIRIN Tabletten) Azetylsalizylsäure, (PASPERTIN Tropfen) Metoclopramid, (ESBERITOX N Tabletten) Thujaextrakt – Indigowurzelextrakt – Echinacea-purpurea-Wurzelextrakt.

Epidermolysis acuta toxica LYELL? Schwere Darmblutungen, Verbrauchskoagulopathie, Sepsis, Schock, Tod.

 

Medikation 38-Jährige: (ANTABUS) Disulfiram, (VERAMEX 80 Dragees) Verapamil-HCl (THOMAPYRIN Schmerztabletten) Coffein – Parazetamol, Azetylsalizylsäure

Stationäre Aufnahme wegen schwerster Azidose, Azeton auf 100fachen Wert erhöht (500 mg/l), Hämodialysebehandlung; in der Folge letal endende Pneumonie.

 

Medikation: (ARICEPT 5 mg Tabletten) Donepezil, (LISINOPRIL-RATIOPHARM 10 mg Tbl.) Lisinopril.

Nach über einjähriger Einnahme von Donepezil akutes Abdomen; elf Tage später verstorben.

 

Medikation 55-Jährige: DIBLOCIN 2 mg Tabletten (aH 11/98)) Doxazosin, (NEHYDRIN Tropfen (aH)) Dihydroergocristinmesilat, (VOMEX A Zäpfchen) Dimenhydrinat.

Fulminante Hepatitis mit Todesfolge, Labor: HBs-Ag neg., Anti-HBs + Anti-HBc pos.,                 Drogenscreening auf Benzodiazepine, Phenazetin u. Salizylat neg., Hepatitis A-IgM neg., Leberblindpunktion postmortal unergiebig.

 

Medikation 39-Jährige: (VIBRAVENÖS Ampullen) Doxycyclin, (EUPHYLLIN (aH)) Theophyllinethylendiamin, (PANCURONIUM ORGANON 4 mg Ampullen) Pancuronium, (HYPNOMIDATE i.v.) Etomidat.

Einweisung in Krankenhaus wegen akuten Asthmaanfalls, Intubation erforderlich; Therapiebeginn mit Doxycyclin (VIBRAVENÖS); 1 Tag später Extubation, unklare Oberbauchbeschwerden, pathologische Laborwertveränderungen: Bilirubin 3,7 mg/dl; LDH 374 U/l; Quick 80%; Lipase 1600 U/l; Amylase 300-400 U/l; im Verlauf der nächsten beiden Tage Bilirubin 7 mg/dl; akuter Anstieg der Transaminasen; Quick 7% (bei Einweisung Laborwerte im Normbereich); 20 Tage nach Therapiebeginn akutes Leberversagen mit Todesfolge; Sektion mit Leberhistologie weist auf toxisch-allergisches Geschehen mit Leberzerfall hin.

 

Medikation 37-Jährige: (LOPRESOR i.v.) Metoprolol, (DEHYDROBENZPERIDOL Ampullen) Droperidol, (FENTANYL-JANSSEN zur Injektion) Fentanyl, (Azetylzystein (INN)) Azetylzystein, (SOSTRIL Ampullen) Ranitidin, (UNACID 3 g zur Infusion) Sulbactam – Ampicillin, (LASIX 20 Injektionslösung) Furosemid, (PASPERTIN Tabletten) Metoclopramid , (HALDOL-JANSSEN Tropfen) Haloperidol, (NOVALGIN 2 ml Ampullen) Metamizol-Natrium, (TRAMAL 100 mg Ampullen) Tramadol-HCl, (LIQUEMIN N 10.000 Ampullen) Heparin.

Wegen Luftnot nach LOPRESOR i.v. Intubation und Bolusgabe von DHB/FENTANYL (danach Gabe mit Perfusor), Sekunden nach Bolusgabe Asystolie, bei Reanimation kaum Wirkung der hochdosierten Katecholamine, Tod

 

Medikation 37-Jährige: (YASMIN Tabletten) Ethinylestradiol + Drospirenon.

Fünf Tage nach zweistündiger Varikosis-Operation an beiden Beinen nach Lungenembolie verstorben.

 

Medikation 19-Jähriger: Ibuprofen (INN)) Ibuprofen, (AMOXICILLIN-RATIOPHARM 750 Tabletten) Amoxicillin, (TOXI-LOGES Tropfen) Ipecacuanha D4 – Bryonia D4 – Aconitum D4 
Echinacea-purpurea-Presssaft – Indigowurzelextrakt – Wasserdosttinktur – Chinarindenextrakt

Ausbildung einer Rhabdomyolyse (CK 32.270, LDH 19.870 U/l) mit protrahiertem Schockgeschehen, Myoglobinurie im Urin und im Ultrafiltrat positiv, erhöhte Gefäßpermeabilität; verstorben.

 

Medikation 35-Jähriger: ESBERITOX N Lösung) Indigowurzelextrakt – Echinacea-purpurea-Wurzelextrakt – Thujaextrakt (UGUROL Ampullen), Tranexamsäure, (Vitamin C (INN))
Vitamin C, hoch dosiert.

Einen Tag nach Einnahme des Echinacea-haltigen Präparates Schleimhautblutung bei Thrombozytopenie sowie wohl hämolytischer Anämie, durch medizinische Maßnahmen nicht beeinflußbar; Laborbefunde: Thrombozytenantikörper positiv, Lymphozytenstimulation: spontane Proliferation 15.700 CPM, unter Pokeweed Mitogen 22.000 CPM, unter ESBERITOX (1:10, 1:100) um 25.000 CPM, ECHINACIN unverdünnt 34.780 CPM, 1:10 13.150 CPM, 1:100 24.000 CPM;

elf Tage später Tod an intrakranieller Massenblutung.

 

Medikation: (Edetinsäure (INN)) Edetinsäure, (AQUAPHOR 40 Tabletten), Xipamid (COVERSUM COMBI Tabletten) Perindopril erbumin – Indapamid, (TROMCARDIN FORTE Tabletten) Magnesium-DL-hydrogenaspartat – Kalium-DL-hydrogenaspartat (MARCUMAR Tabletten) Phenprocoumon.

Luftnot, Verstärkung der bereits zuvor bestehenden Ödeme und zunehmende Verschlechterung des Allgemeinzustandes nach mehreren Chelat-Infusionen während der vorangegangenen Wochen; bei notfallmäßiger Krankenhausaufnahme Kreatinin 8,62 mg/dl, Harnstoff 249 mg/dl, Harnsäure 9,9 mg/dl, Gamma-GT 62 U/l, C-reaktives Protein erhöht, Hämoglobin 8,1 g/dl, Proteinurie, Hämaturie, Blutdruck 60/40 mmHg, Herzfrequenz 150/min, zentralvenöser Druck 23,5 cm H2O; Diagnose: akute Niereninsuffizienz; bei weiter ansteigenden Kreatininwerten Verlegung zur Hämodialyse, im urämischen Koma verstorben

 

Medikation 37-Jährige: (SUSTIVA 100 mg Kapseln) Efavirenz, (ZERIT 40 mg Kapseln) Stavudin, (L-POLAMIDON HOECHST Ampullen 1 ml) Levomethadon-HCl, (ZIAGEN Tabletten) Abacavir, (Omeprazol (INN)) Omeprazol.

Nach etwa zweimonatiger Einnahme von Efavirenz Durchfall und Erbrechen ohne Fieber, abdominelle Schmerzen; drei Wochen später wegen anhaltender Inappetenz und Übelkeit stationäre Aufnahme, Müdigkeit, Apathie, Gewichtsabnahme von sechs Kilogramm in den letzten Wochen, Labor: GOT 130 U/l, GPT 85 U/l, Gamma-GT 76 U/l, alkalische Phosphatase 240 U/l, Cholinesterase 1.240 U/l, Bilirubin 5,4 mg/dl, Quick-Wert 49%, partielle Thromboplastinzeit 47 Sekunden, Thrombozyten 95.000/ul, Leukozyten 3.300/ul, MCH 39,5 pg, MCV 110 fl, Blutsenkungsgeschwindigkeit 70/80 mmnW., Albumin 2,8 g/dl; wegen Refluxösophagitis 2. bis 3. Grades Behandlung mit Omeprazol; nach zweiwöchigem Krankenhausaufenthalt Entlassung mit persistierender Übelkeit und Brechreiz, gedankliche und sprachliche Verlangsamung, Schlaflosigkeit, zeitweise Alpträume; etwa einen Monat später Erbrechen und Durchfall; erneute Klinikaufnahme; akutes Leberversagen, Albumin 2,5 g/dl, Cholinesterase 1.105 U/l, Bilirubin 5,6 mg/dl, Ammoniak 326 ug/dl, Quick-Wert 21%, partielle Thromboplastinzeit 56 Sekunden, Kalium 2,4 mmol/l; Tod unter dem Bild eines hepatischen Komas bei chronischer Vorschädigung der Leber durch Hepatitis C

 

Medikation 37-Jähriger: Heroin (INN)) Heroin, (SUSTIVA 200 mg Kapseln) Efavirenz, (COMBIVIR Tabletten) Lamivudin – Zidovudin

Am Tag der erstmaligen Einnahme von Efavirenz Rückfall des seit fast einem Jahr “cleanen” Patienten; Tod durch versehentliche Heroin-Überdosis (Differenzialdiagnose: Suizid, akzidentiell zu hohe Dosis)

 

Medikation 25-Jährige: (ZERIT 15 mg Kapseln) Stavudin, (VIDEX 125 mg Kapseln) Didanosin, (SUSTIVA 100 mg Kapseln), Efavirenz.

Nach mehrmonatiger antiretroviraler Kombinationsbehandlung (HAART) Erbrechen, Oberbauchschmerzen; während des dreitägigen Klinikaufenthaltes außer Hepatomegalie mit sonografischen Kriterien einer Fettleber kein relevanter Befund, Pankreasfermente bei Mehrfachkontrollen normal; zehn Tage später nach fortgesetzter Einnahme erneute Klinikeinweisung wegen unstillbaren Erbrechens, Oberbauchschmerzen, Adynamie; Nachweis einer Helicobacter pylori-positiven Gastritis und Duodenitis; kein Hinweis auf Pankreatitis; im weiteren Verlauf Stupor, massive Hyperventilation, dekompensierte metabolische Azidose mit Blut-pH von 7,1 bei fehlendem Ketonhinweis und normalen Blutzuckerwerten, normaler Nierenfunktion und normalen Kreislaufverhältnissen; unter intensivmedizinischer Behandlung mit sofortigem Azidose-Ausgleich weitere Verschlechterung, Beatmungspflicht; zum Berichtszeitpunkt etwa drei Wochen später Beatmung wegen Pneumonie, akutes Nierenversagen; Diagnose: metabolische Azidose, vermutlich Laktatazidose mit pulmonalen und renalen Komplikationen in Folge von HAART mit Stavudin; etwa eine Woche später verstorben.

 

Medikation: (RENACOR Tabletten) Hydrochlorothiazid, Enalaprilmaleat, (ADALAT 10 Kapseln) Nifedipin.

Tod im extrasystolischen Herzstillstand 1 Woche nach Beginn der Medikation.

 

Medikation: GYRAMID 200 Tabletten (aH 1/95)) Enoxacin.

Septischer Schock mit Todesfolge infolge Wirkungslosigkeit des Präparates bei Pneumokokken.

 

Medikation: (DYSURGAL Tropfen) Strychninnitrat – Ephedrin – Atropinsulfat, (LANITOP E Tabletten) Metildigoxin, (VERTIGOHEEL) Petroleum D8 – Conium D3 – Ambra D6 –

Cocculus D4.

Schwerer Angina-pectoris-Anfall und dekomp. Herzinsuffizienz nach der dritten Einnahme von DYSURGAL; trotz Intensivstation verstorben.

 

Medikaiton 11-Jähriger: (Erythrozytenkonzentrat (INN)) Erythrozyten.

Elf Jahre nach Anwendung von Erythrozytenkonzentraten im Alter von vier Monaten HIV-Infektion festgestellt; an AIDS verstorben.

 

Medikation 52-Jähriger: (NEXIUM MUPS 40 mg Tabletten) Esomeprazol.

Unruhe und thorakale Missempfindungen entsprechend dem Bild einer Psychose vom ersten Tag einer dreitägigen Einnahme an; vier Tage nach Absetzen Suizid mit tödlichem Ausgang.

 

Medikation 40-Jährige: GONAL-F 75 zur Injektion (aH 3/03)) Follitropin alfa, (GRAVIBINON 1 ml Ampullen (aH 01/03)) Hydroxyprogesteroncaproat – Estradiolvalerat.

Nach Follikelstimulierung mit Follitropin alpha und Anwendung von GRAVIBINON in der Frühgravidität frühzeitige Entbindung in der 37. Schwangerschaftswoche eines Kindes mit multiplen Hämatomen und angeborener Leukämie; Tod in der fünften Lebenswoche

 

Medikation 17-Jährige: (TETRAGYNON Dragees) Ethinylestradiol, Levonorgestrel.

Nach Einnahme von vier Tabletten reanimationspflichtiger Herz-Kreislauf-Stillstand unklarer Genese; erfolglose Reanimationsbemühungen.

 

Medikation 27-JÄhrige: DIANE 35 Dragees) Cyproteronazetat + Ethinylestradiol.

Nach etwa zweijähriger Einnahme stationäre Einweisung wegen zunehmender Dyspnoe, Verdacht auf Lungenembolie, Tod acht Tage später nach fulminanter Lungenembolie bei Verdacht auf Kavathrombose.

 

Medikation 24-Jährige: (MARVELON Tabletten) Ethinylestradiol + Desogestrel.

Oberschenkelthrombose links, Lysetherapie mit Streptokinase, in der folgenden Nacht fulminante Lungenembolie, Notfall-Op., Herz-Kreislauf-Stillstand, Reanimation erfolglos.

 

Medikation 26-Jährige: (MARVELON Tabletten) Ethinylestradiol + Desogestrel.

Rückenschmerzen, die ambulant mit Injektionen behandelt wurden, 5 Tage später wegen Luftnot, Unruhe und Rückenschmerzen beim Hausarzt, danach zu Hause zusammengebrochen, Krankenhaus-Einweisung, Diagnose: Lungenembolie; Versuch einer Lyse mit Streptokinase; massive Ventilationsstörung, Reanimation, Notfall-Op., intraoperativ verstorben; Sektion: rezid., final fulmin. Lungenarterien-Embolie, keine Emboliequelle.

 

Medikation 16-Jährige: (MARVELON Tabletten) Ethinylestradiol + Desogestrel.

fulminante rezidivierende Lungenembolie mit letalem Ausgang.

 

Medikation 32-Jährige:VALETTE Dragees) Ethinylestradiol + Dienogest.

Fulminante Lungenembolie; Tod.

 

Mediaktion 22-Jährige: (YASMIN Tabletten) Ethinylestradiol + Drospirenon

Fünf Tage nach zweistündiger Varikosis-Operation an beiden Beinen nach Lungenembolie verstorben.

 

Medikation 17-Jährige: (MIRANOVA Dragees) Ethinylestradiol + Levonorgestrel.

Nach zweimonatiger Einnahme Suizid durch Fenstersturz.

 

Medikation 34-Jährige: OVORESTA M Tabletten) Ethinylestradiol + Lynestrenol.

Nach jahrelanger Einnahme und viertägiger Immobilisation wegen lumboischialgiformer Schmerzen fulminante Lungenembolie; Tod.

 

Medikation: ARUMALON 1 ml Ampullen (aH)) Extrakte aus Rippenknorpel und rotem Knochenmark, (LASIX 40 mg Tabletten) Furosemid, (COLFARIT Tabletten) Azetylsalizylsäure, (TENORMIN 100 Tabletten), Atenolol, (ADALAT RETARD Tabletten) Nifedipin.

Dermatomyositis, Muskelschmerzen nach ARUMALON i.m.; zu- nehmend Muskelschwä- che und Hautverände- rungen, Muskelenzyme erhöht, Tod durch Bronchopneumonie nach Immunsuppres- sion wegen Dermato- myositis; kein malignes Grundleiden bei Autopsie nach- weisbar.

 

Medikation 67-Jährige: (BEROTEC INHALETTEN (aH 11/03)) Fenoterol-HBr-Inhalat, (BERODUAL Inhalationslösung) Ipratropiumbromid – Fenoterol-HBr, (BRICANYL COMP. Tabletten) Terbutalinsulfat – Guaifenesin, (DECORTIN 5 Tabletten) Prednison, (EUPHYLLIN CR 250 RETARD Kps (aH)) Theophyllinethylendiamin.

Aus vollem Wohlbefinden akute maligne Arrhythmie mit plötzlichem Herzstillstand und Exitus letalis, sogenannter Sekundentod.

 

Medikation 61-Jährige: SPIRIVA 18 ug Inhalationskapseln) Tiotropium, (BERODUAL N Dosieraerosol) Ipratropiumbromid-Inhalat – Fenoterol-HBr-Inhalat, (Budesonid (INN) Budesonid, (Prednisolon, oral (INN)) Prednisolon.

Nach erstmaliger Inhalation von Tiotropiumbromid am Morgen und direkt nach Inhalation von BERODUAL N plötzlicher Atemstillstand nach Aussage eines nicht-medizinischen Zeugen; nach Einschätzung des berichtenden Arztes wahrscheinlich Kammerflimmern; Tod.

 

Medikation 65-Jähriger: (BEROTEC INHALETTEN (aH 11/03)) Fenoterol-HBr-Inhalat, (BERODUAL Inhalationslösung) Ipratropiumbromid – Fenoterol-HBr, (BRICANYL COMP. Tabletten) Terbutalinsulfat, Guaifenesin, (DECORTIN 5 Tabletten) Prednison, (EUPHYLLIN CR 250 RETARD Kps (aH)) Theophyllinethylendiamin.

Aus vollem Wohlbefinden akute maligne Arrhythmie mit plötzlichem Herzstillstand und Exitus letalis, sogenannter Sekundentod.

 

Medikation: BARALGIN)  –Metamizol-Natrium – Fenpiveriniumbromid – Pitofenon-HCl, (CIBALGIN COMPOSITUM N Zäpfchen) Propyphenazon, Kodeinphosphat.

Anaphylaktischer Schock mit letalem Ausgang.

 

Medikation 46-Jähriger: (FENTANYL-JANSSEN zur Injektion) Fentanyl, (DEHYDROBENZPERIDOL Ampullen) Droperido, (DISOPRIVAN Emulsion i.v.) Propofol.

Generalisierte vorübergehende Urtikaria bei Narkoseeinleitung, perioperativ, nach Kraniotomie fulminantes Lungenödem mit teilweise dramatischer Verschlechterung der Blutoxygenierung, vorübergehende Hypotonie, Hypoxie verschiedener Gewebsareale insbesondere des Kraniums, Hirnödem, Hirnparenchymeinblutung, Nierenversagen, Verbrauchskoagulopathie, Vollbild des Multiorganversagens, Tod am 12. postoperativen Tag, wahrscheinlich als Folge einer vegetativen Dysregulation nach Multiorganversagen.

 

Medikation: TELFAST 120 mg Tabletten) Fexofenadin-HCl, (Sotalol (INN)) Sotalol-HCl.

Etwa eine Stunde nach Einnahme von Fexofenadin zusätzlich zur Dauertherapie mit Sotalol verschlechtertes Befinden, wenig später trotz versuchter Reanimation verstorben.

 

Medikation: TISSUCOL-Kit 0,5) Thrombin – Kalziumchlorid – Fibrinogen – Aprotinin – lasmafibronectin – Plasminogen – Blutgerinnungsfaktor XIII.

Mutmaßlicher anaphylaktischer Schock mit Todesfolge nach lokaler Injektion von TISSUCOL in ein Aneurysma spurium; durch Obduktion alternative Todesursachen weitestgehend ausgeschlossen.

 

Medikation 67-Jähriger: (NEUPOGEN 30 Mio E z. Inj.) Filgrastim.

Etwa zwei Wochen nach Injektionen von Filgrastim erste Symptome einer Transformation der Panmyelopathie in eine akute myeloische Leukämie; zwei Wochen später Notfallaufnahme; zwei Tage später, Patient verstorben, Todesursache Verbrauchskoagulopathie.

 

Medikation 60-Jähriger: TAMBOCOR Tabletten) Flecainidazetat, (LOPIRIN COR 12,5 mg Tabletten) Captopril, (ISMO 20 Tabletten) Isosorbidmononitrat, (L-THYROXIN HENNING 25 Tabletten) Levothyroxin-Natrium (L-T4), (LASIX 40 mg Tabletten) Furosemid.

18 Tage nach Umsetzen auf Flecainid kardiale Dekompensation mit pulmonaler Stauung und Pleuraergüssen; teilweise Rekompensation unter diuretischer Therapie; zehn Tage später wurde Patient tot im Bett aufgefunden, Reanimation erfolglos, Schrittmacher wurde nicht beantwortet; Todesursache Herz-Kreislauf-Versagen, Asystolie.

 

Medikation 58-Jähriger: (TAMBOCOR Ampullen) Flecainidazetat.

Tod durch plötzlichen Herzstillstand.

 

Medikation 62-Jähriger: (TAMBOCOR Tabletten) Flecainidazetat, (LANITOP E Tabletten) Metildigoxin, (DYTIDE H Tabletten),  Co-triamterzid (Hydrochlorothiazid + Triamteren 1:2

Tod durch akutes Linksherzversagen vier Stunden nach Medikamenteneinnahme fünfminütig.

 

Medikation 63-Jährige: (TAMBOCOR Tabletten) Flecainidazetat, (DIGIMERCK MINOR Tabletten) Digitoxin, (LASIX 40 mg Tabletten) Furosemid, (ISMO 20 Tabletten) Isosorbidmononitrat , (MARCUMAR Tabletten) Phenprocoumon.

Cardiac output failure, Schrittmacherversagen bei renaler und hepatischer Funktionseinschränkung; während Klinikaufenthalt kontinuierlich fallender Hämoglobinwert, konsekutiv Anstieg auf 11,3 g/dl; Anstieg des Serumkreatinins, mit Schnappatmung drucklos aufgefunden, Reanimation nur vorübergehend erfolgreich, Tod.

 

Medikation 65-Jährige: TAMBOCOR Tabletten) Flecainidazetat, (CORDAREX Tabletten) Amiodaron-HCl, (NOVODIGAL Tabletten) Beta-Azetyldigoxin, (Captopril (INN)) Captopril, (ISOKET RETARD 120 Kapseln  Isosorbiddinitrat.

QRS-Verbreiterung, Schrittmacherversagen, “incessant VT”, Laborwerte deuten auf massive Leber- und Myokardschädigung. Tod infolge nicht beherrschbarer Tachykardien/Pumpversagen.

 

Medikation 62-Jähriger: (TAMBOCOR Ampullen) Flecainidazetat, (BELOC MITE Tabletten (aH 6/99)) Metoprolol, (COLEB 20 Tabletten (aH 1/00)) Isosorbidmononitrat, (DILZEM 90 mg RETARD Tabletten) Diltiazem-HCl, (SALI-PUREN Tabletten (aH 10/03)) Co-triamterzid, (Hydrochlorothiazid + Triamteren 1:2).

Plötzlicher Tod.

 

Medikation 82-Jährige: (TAMBOCOR Tabletten) Flecainidazetat, (LANICOR Tabletten) Digoxin.

AV-Block I. Grades, Dekompensation der Herzinsuffizienz, 5 Tage nach Absetzen (unter Digitalisie rung) gestorben.

 

Medikation 38-Jährige: (STAPHYLEX 500 mg Kapseln) Flucloxacillin, (CIPROBAY 250 Tabletten) Ciprofloxacin, (CEBION 1 g Citrus Brausetabletten) Vitamin C, hoch dosiert, (IMUREK Tabletten) Azathioprin, (DECORTIN 5 Tabletten) Prednison, (ZANTIC Tabletten) Ranitidin, (MAALOXAN 25 mval Susp. (10 ml Btl.)) Algeldrat, Magnesiumhydroxid, (BIFITERAL Sirup) Laktulose.

Immunhemmkörperhämophilie (Antikörper, der Faktor VIII und weniger ausgeprägt auch Faktor IX und X hemmt); unter Therapie mit Thrombozyten- und Erythrozytenkonzentraten, SANDOGLOBIN, FEIBA, DECORTIN und IMUREK Tod am 22. Mai 1990 durch Thrombopenie und zerebrale Einblutungen bei Immunhemmkörperphilie.

 

Medikation 65 Jähriger: (Fludarabin (INN)) Fludarabinphosphat.

Etwa zwölf Tage nach fünftägigen Infusionen von Fludarabin schwerste autoimmunhämolytische Anämie, Bilirubinanstieg auf 521 umol/l, nach sieben Tagen Patient an toxisch und durch Anämie bedingtem Herz- Kreislauf-Versagen gestorben.

 

Medikation: (RESCUVOLIN 500 mg Lösung (aH)) Folinsäure, hoch dosiert, (Glukose-Lösung (INN)) Glukose, (5-FU MEDAC 5000 mg zur Injektion) Fluorouracil (VERGENTAN Ampullen) Alizaprid, (VERGENTAN Tabletten) Alizaprid.

Nach achtzehnstündiger 5-Fluorouracilinfusion über implantierten Port-Katheter mit portabler Infusionspumpe bei vorangegangener Kurzinfusion von Folinsäure 19 Stunden zuvor und i.v-Gabe von Alizaprid Übelkeit, Schmerzen im Bereich des Oberbauchs, retrosternales Druckgefühl, mehrfaches Erbrechen; Einnahme von Alizaprid; Zunahme linksthorakaler Schmerzen und Schmerzen im Oberbauch, vor allem unter Belastung, Besserung bei körperlicher Ruhe; sechs Stunden nach Beschwerdebeginn Entfernung der leeren Pumpe durch Hausarzt, Beschwerden wurden insbesondere wegen Übelkeit als chemotherapiebedingt interpretiert, vorübergehende Besserung, zehn Stunden nach Beschwerdebeginn stärkste retrosternale Beschwerden, Unruhe, Kaltschweißigkeit, Erbrechen, Magenschmerzen, Kollaps, Herzkreislaufstillstand durch den Hausarzt festgestellt, Reanimation erfolglos abgebrochen, Tod, klinisch Verdacht auf Myokardischämie, möglicherweise letale Rhythmusstörungen.

 

Medikation 24-Jähriger: (Fluphenazindecanoat (INN)) Fluphenazindecanoat.

Einige Wochen nach Anwendung immer stärker bewegungsunruhig, Akathisie, durchgehend von massiver Angst gequält, phasenweise depressive Stimmungstiefs, nach Angabe der Angehörigen zunehmende Interessenlosigkeit, Gefühl von Empfindungsabstumpfung und Rückgang der Libido, trotz regelmäßiger Kontaktaufnahme und wiederholtem Therapieangebot einige Wochen später Suizid.

 

Medikation: (FUGEREL Tabletten) Flutamid, (ENANTONE MONATS-DEPOT s.c.) Leuprorelin.

Nach ca. dreimonatiger Einnahme von Flutamid Steroid-Ikterus, Leberversagen, Anstieg von Transaminasen und Bilirubin, Abfall von Cholinesterase und Quick, Enzephalopathie, Leberkoma, Patient verstorben.

 

Medikation 40-Jährige: (GONAL-F 75 zur Injektion (aH 3/03)) Follitropin alfa, (GRAVIBINON 1 ml Ampullen (aH 01/03)) Hydroxyprogesteroncaproat, Estradiolvalerat.

Nach Follikelstimulierung mit Follitropin alpha und Anwendung von GRAVIBINON in der Frühgravidität frühzeitige Entbindung in der 37. Schwangerschaftswoche eines Kindes mit multiplen Hämatomen und angeborener Leukämie; Tod in der fünften Lebenswoche.

 

Medikation 38-Jährige: (JONOSTERIL HL (aH 1987)) Natriumazetat – Magnesiumazetat- Natriumchlorid – Fruktose – Kaliumazetat – Kalziumazetat, (LAEVULOSE Infusion) Fruktose, (AMINOSTERIL KE) Exthoxzorutosid – Elektrolyte – Aminosäuren – Dexpanthenol – Vitamin B6 – Sorbitol, parenteral.

Massive Hypoglykämie, metabolische Azidose, Transaminasenanstieg, Tachykardie, Hypertonie, Anurie, Bewußtlosigkeit, Tod; Fruktoseintoxikation bei hereditärer Fruktoseintoleranz, Gerinnungssstörungen mit Schleimhautblutungen, Hypotonie, Temperaturabfall, kardiale Dekompensation.

 

Impfung 33-Jährige: (ENCEPUR Fertigspritze o. Kan. (aH 10/02)) FSME-Impfstoff.

Einen Tag nach intramuskulärer Impfung in den linken Oberarm Schmerzen im Bereich der Impfstelle, Kribbeln unter der Haut, Juckreiz; einen Tag später allgemeines Unwohlsein, Übelkeit, Erbrechen; einen Tag später galliges Erbrechen, vom Hausarzt zwei “Kreislaufspritzen” bei Verdacht auf grippalen Infekt erhalten; Stunden später starke Angstgefühle, Wärmeregulationsstörung, empfindet eisige Kälte, wird kaltschweißig und lichtempfindlich, bei Ankunft des Notarztes Blaufärbung der Hände, zentralisierter Kreislauf, Blutdruck nicht messbar, Puls 140/min., Blutabnahme nicht möglich, Somnolenz, Krankenhauseinweisung veranlasst; im Rettungswagen Atembeschwerden, keine Besserung nach Infusionsbehandlung und Sauerstoffgabe; bei Ankunft im Krankenhaus Herz-Kreislauf-Stillstand, Reanimation erfolglos, Tod drei Tage nach Impfung; laut Obduktion Myokarditis.

 

Impfung 35-Jähriger: (FSME-IMMUN IMMUNO i.m. (aH 3/00)) FSME-Impfstoff.

Depressives Krankheitsbild, das etwa acht Wochen nach Beginn mit Suizid endete: nach Zweitimpfung mit FSME-Impfstoff Schlaflosigkeit, vier Wochen später zusätzlich Angstzustände und irreale Schuldgefühle, explosionsartige Verstärkung, Suizid; sonst keine neurologischen Auffälligkeiten außer Einschlafen von Armen und Beinen beim autogenen Training und einmalig aufgetretener Sehstörung.

 

Medikation: CRONASSIAL (aH 7/89)) Gangliosid aus Rinderhirn, (MINIPRESS 1 mg Tabletten) Prazosin.

Nach Behandlung mit CRONASSIAL Verschlechterung der neurologischen Symptome, während CRONASSIAL-Behandlung Diagnose “diabetische Schwerpunktneuropathie” gestellt; Liquoruntersuchung während CRONASSIAL-Behandlung: Ges.-Eiweiß 57 mg/dl, 4/3 Erythrozyten, Liquor klar, im weiteren Verlauf dringender Verdacht auf spinale Muskelatrophie durch Neurologen geäußert, Gewichtsabnahme von 12 kg in 4 Monaten; etwa 6 Monate nach CRONASSIAL-Behandlung und unter ACTOVEGIN, THIOCTACID und NEUROBION teilweise Symptomverschlechterung, auch rechts Paralyse der Füße und Großzehenheber, links betonte Muskelatrophien im Ober- und Unterschenkelbereich, ausgedehnte Faszikulationen vornehmlich M. quadrizeps femoris und M. trizeps brachii, PSR links gegenüber rechts abgeschwächt, ASR beidseits nicht auslösbar, Pallhypästhesie beider Füße 4-5/8, Hände 6-7/8, im EMG Zeichen einer generalisierten, peripher neurogenen Schädigung mit Akuitätshinweisen, Hinweise auf vorderhornnahen Prozeß; Patient verstarb etwa ein Jahr nach CRONASSIAL-Behandlung an Atemlähmung bei spinaler Muskellähmung.

 

Medikation: (CRONASSIAL (aH 7/89)) Gangliosid aus Rinderhirn, (Insulin (INN)) Insulin.

Ab etwa 1 Monat nach CRONASSIAL-Behandlung Verstärkung der bereits vorbestehenden leichten motorischen Schwäche im Bereich der Unterschenkel, nach einigen Monaten Beinödeme, leichte Dyspnoe bei Belastungen, bei stationärer Behandlung etwa 9 Monate nach Behandlung mit CRONASSIAL ausgeprägte Beinödeme, hochgradige motorische Parese im Unterschenkel-Fußbereich bds., nur geringe Sensibilitätsstörung im Bereich beider Unterschenkel, leichte Dyspnoe, im weiteren Verlauf zunehmende Ruhedyspnoe; GUILLAIN-BARRE-Syndrom: aufsteigende Lähmung der Beine und Atmung, intensivmedizinische Behandlung mit Beatmung erforderlich, Liquoreiweiß mit 96 mg% erhöht mit Zellzahl von 1/3 Zellen überwiegend Lymphozyten, drei Wochen Herz-Lungen-Maschine, mehrere Plasmapheresen mit vorübergehender Besserung, eitrige Pneumonie, Tod unter dem Bild eines acute respiratory distress syndrome.

 

Medikation: CRONASSIAL (aH 7/89)) Gangliosid aus Rinderhirn.

17 Tage nach Beginn der CRONASSIAL-Therapie fragliche Polyneuritis, Polyradiculitis, bei Hydrocephalus-Internus (Zustand nach Shunt-Operation) wegen Zoster-Enzephalitis, Meningiosis carcinomatosa ohne bekannten Primärtumor, tödlicher Ausgang.

 

Medikation: (CRONASSIAL (aH 7/89)) Gangliosid aus Rinderhirn

Nach CRONASSIAL-Behandlung generalisierte Paresen der Extremitäten; Todesursache: fulminante Lungenembolie; lt. Sektionsbefund chronisches GUILLAIN-BARRE-Syndrom vom axonalen Typ

 

Medikation: (CRONASSIAL (aH 7/89)) Gangliosid aus Rinderhirn

Ab etwa 1 Monat nach CRONASSIAL-Behandlung Verstärkung der bereits vorbestehenden leichten motorischen Schwäche im Bereich der Unterschenkel, nach einigen Monaten Beinödeme, leichte Dyspnoe bei Belastungen, bei stationärer Behandlung etwa 9 Monate nach Behandlung mit CRONASSIAL ausgeprägte Beinödeme, hochgradige motorische Parese im Unterschenkel-Fußbereich bds., nur geringe Sensibilitätsstörung im Bereich beider Unterschenkel, leichte Dyspnoe, im weiteren Verlauf zunehmende Ruhedyspnoe; GUILLAIN-BARRE-Syndrom: aufsteigende Lähmung der Beine und Atmung, intensivmedizinische Behandlung mit Beatmung erforderlich, Liquoreiweiß mit 96 mg% erhöht mit Zellzahl von 1/3 Zellen überwiegend Lymphozyten, drei Wochen Herz-Lungen-Maschine, mehrere Plasmapheresen mit vorübergehender Besserung, eitrige Pneumonie, Tod unter dem Bild eines acute respiratory distress syndrome.

 

Medikation 57-Jährige:  (CRONASSIAL (aH 7/89)) Gangliosid aus Rinderhirn.

Verdacht auf GUILLAIN-BARRE-Syndrom; Tod, Ursache ungeklärt; Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck ermittelt.

 

Medikamention: (5GM1) Gangliosid aus Rinderhirn.

Prompt nach Behandlung mit dem Versuchspräparat GM 1 mit Schüttelfrost einhergehendes hohes Fieber und Verwirrtheit, daraufhin einmal halbe Dosis, keine Reaktion; nach erneuter Gabe der vollen Dosis Atemnot, totale Lähmung ab der Halswirbelsäule (Polyradikulitis), 2 Monate Tiefschlaf, Unfähigkeit zu sprechen oder sich zu bewegen; schlaffe Totallähmung der Glieder, anhaltend bis zu qualvollem Tod nach 2maliger Reanimation wegen Schock; Klinikdiagnose: Tetraplegie bei Polyradikulitis, wahrscheinlich GM 1-induziert/GUILLAIN-BARRE-Syndrom; Sektionsbefund: Abgelaufene Arterienklappenendokarditis, mäßiggradige Koronarsklerose, mäßiggradige Arteriosklerose, Herz-Kreislauf-Versagen bei abszedierter Aspirationspneumonie, Zustand nach abgelaufener Polyneuropathie.

 

Medikation 59-Jähriger: (CRONASSIAL (aH 7/89)) Gangliosid aus Rinderhirn, EDIVITAN Doppelampullen (aH 1/93)) Folsäure – Cyanocobalamin, hoch dosiert -Vitamin B6 – Vitamin B1 – Nikotinamid – Lidokain-HCl – Hydroxocobalamin.

Schnelle Verschlechterung des Krankheitsbildes mit Zunahme der Paresen, zunehmende Sensibilitätsstörungen, Hypästhesie (Polyradikuloneuritis; Verdacht auf GUILLAIN- BARRE-Syndrom). Patient bestand jedoch auf den von einer Universitätsklinik empfohlenen Injektionen; Liquor vor CRONASSIAL-Therapie unauffällig, nach Therapie eiweißreich; Schlußdiagnose: V.a. aufgepfropftes GUILLAIN-BARRE-Syndrom durch Behandlung mit CRONASSIAL. Amyotrophe Lateralsklerose. Patient verstarb 1988 im finalen Stadium an einer Bronchopneumonie.

 

Medikation: (NITROLINGUAL Kapseln) Glyzeroltrinitrat.

Etwa zwei Minuten nach sublingualer Anwendung Bewusstlosigkeit, Pulslosigkeit, Herzkreislaufstillstand. Asystolie im EKG; frustrane Intubationsversuche, im Echokardiogramm großer Vorderwandinfarkt (zwei Fünftel des Myokards betroffen); nach fünftägigem Koma Tod.

 

Medikation 67-Jähriger: (NITROLINGUAL Kapseln) Glyzeroltrinitrat.

Zehn Minuten nach sublingualer Anwendung plötzlicher Herztod (Kreislaufstillstand).

 

Medikation 58-Jährige: (ARTEPARON Ampullen (aH)) Mucopolysaccharidpolysulfat , (MARCUMAR Tabletten) Phenprocoumon, (Famotidin (INN)) Famotidin.

Generalisierte Immunvaskulitis mit Fieber, vaskulitisartige Hauterscheinungen mit Petechien (histol. leukozytoklastische Hypersensibilitätsvaskulitis), zwei Wochen nach Injektion beginnendes Guillain-Barre-Syndrom (Tetraparese), in den folgenden Wochen vaskulitisbedingte Ileitis terminalis und nephrotisches Syndrom, Myositis; Virus-Serologie, ANA, ANCA, Anti-DNA, Basalmembran-AK negativ; Tod an Enterobacter-Sepsis nach immunsuppressiver Therapie (Prednisolon, Azathioprin).

 

Medikation: (ARTEPARON Ampullen (aH)) Mucopolysaccharidpolysulfat, (PROCAIN RÖDLER 0.5%) Benzylalkohol – Prokain-HCl-Neuraltherapie – Natriumdisulfit.

Anaphylaktischer Schock mit tödlichem Ausgang.

 

Medikation:  (NITROLINGUAL Kapseln) Glyzeroltrinitrat.

Etwa zwei Minuten nach sublingualer Anwendung Bewusstlosigkeit, Pulslosigkeit, Herzkreislaufstillstand. Asystolie im EKG; frustrane Intubationsversuche, im Echokardiogramm großer Vorderwandinfarkt (zwei Fünftel des Myokards betroffen); nach fünftägigem Koma Tod.

 

Medikation 68-Jähriger: (NITROLINGUAL Kapseln) Glyzeroltrinitrat.

Zehn Minuten nach sublingualer Anwendung plötzlicher Herztod (Kreislaufstillstand).

 

Medikation 52-Jährige: (HALFAN Tabletten (aH 7/03)) Halofantrin.

In der Nacht nach zweitem Einnahmezyklus plötzlicher Tod im Schlaf; kein Anhalt für andere Todesursache als plötzlichen Herztod.

 

Medikation 36-Jährige: (HALDOL-JANSSEN Ampullen) Haloperidol, (MELLERIL 100 Dragees) Thioridazin, (Diazepam (INN)) Diazepam.

Kammerflimmern, Sekundenherztod.

 

Medikation 30-Jähriger: (HALDOL-JANSSEN DECANOAT 1 ml Ampullen) Haloperidoldecanoat, (CHLORALHYDRAT Saft (Rezeptur)) Chloralhydrat.

Nach morgendlicher i.m.-Injektion von 1 ml Haloperidoldecanoat abends kurzer Saunabesuch und Genuß von 1/2 Glas Wein, später 1 Glas Whisky sowie Einnahme eines rezeptierten Chloralhydratsaftes; die Betroffene sank plötzlich auf den Boden, schnappte nach Luft u. bewegte sich nicht mehr, bei Eintreffen des Notarztes waren die Pupillen bereits entrundet und lichtstarr.

 

Medikation: (VOLTAREN RESINAT Kapseln) Diclofenac-Colestyramin, (MAALOXAN 25 mval Susp. (10 ml Btl.)) Magnesiumhydroxid, Algeldrat, (TARIVID 200 Tabletten) Ofloxacin, (HEPARIN-NATRIUM 7.500 RATIOPHARM FtgSpr.) Heparin.

Sieben Tage nach Beginn der postoperativen Heparinisierung zunehmende Verschlechterung des Allgemeinzustandes, Müdigkeit, Schlappheit, Thrombozytenabfall von zuletzt 186.000/ul auf 68.000/ul; am nächsten Tag klinisch Beinvenenthrombose rechts, zunehmende Dyspnoe, Herzrasen, neu aufgetretene hochgradige Tachyarrhythmia absoluta bei Vorhofflimmern, Lungenembolie, Verdacht auf Infarktpneumonie, Verlegung auf Intensivstation, bei klinischer Untersuchung ausgeprägte Mikroembolisationen in sämtlichen Akren, ausgeprägter Mehrumfang rechtes (operiertes) Bein mit deutlicher seröser Sekretion im Bereich der Naht, Hämatom im OP-Bereich sowie im Becken und Unterbauch, multiple petechiale Läsionen, insbesondere im Mundbereich, Dyspnoe bis Orthopnoe, Oligo- bis Anurie, Labor: 40.000 Thrombozyten/ul, 34.300 Leukozyten/ul, Quick-Wert 62%, Kreatinin 2,4 mg/dl, Harnstoff 175 mg/dl, leichte Leberwerterhöhung, Laktatdehydrogenase 1.632 IE/l, Heparinantikörper stark positiv; Umstellung auf Lepirudin bei Verdacht auf heparininduzierte Thrombozytopenie Typ II, unter spezifischer Behandlung zunächst weiterer Thrombozytenabfall bis auf 25.000/ul innerhalb von zwei Tagen, Quick bei 16%, minimale Restdiurese bei weiter ansteigenden harnpflichtigen Substanzen, deutliche Lungenstauung, zunehmende Ausbildung von Anasarka; einen Tag später (vier Tage nach Beginn der Symptomatik) bei deutlicher klinischer Besserung, aber zunehmender Niereninsuffizienz Verlegung zur Akutdialyse; zwei Tage später Tod infolge von Multiorganversagen und Thrombosierung eines Armes mit drohender Amputation.

 

Medikation: LIQUEMIN N 7.500 Ampullen) Heparin, (Azetylsalizylsäure (INN)) Azetylsalizylsäure, (MARCUMAR Tabletten) Phenprocoumon, (MONO-EMBOLEX NM Ampullen) Certoparin-Na, (RHEOMACRODEX 10 %) Natriumchlorid – Dextran 40, (ORGARAN Ampullen) Danaparoid-Na.

Nach zweiwöchiger Anwendung Schläfrigkeit, Bewußtseinstrübung, drei Tage später brachiofazial betonter Re-Apoplex, einen Tag später Thrombozytopenie festgestellt, Heparin-induzierte Thrombozytopenie Typ II; Absetzen, Umsetzen auf Certoparin, dann auf Dextran, Marcumarisierung; Normalisierung der Thrombozyten innerhalb von sechs Tagen nach Absetzen von Heparin, zwei Tage darauf echokardiographisch rechtsatrialer Thrombus von 4 cm Durchmesser entdeckt; Umsetzen auf Danaparoid; elf Tage nach Absetzen von Heparin Vigilanzbesserung, zwei Tage später massive Lungenembolie, Exitus letalis.

 

Medikation: Heparin (INN)) Heparin.

Nach zehntägiger Anwendung heparininduzierte Thrombozytopenie HIT-II-Typ, einen Tag später Oberschenkelamputation rechts wegen akutem arteriellem Verschluß, Patientin verstorben.

 

Medikation: (Heparin (INN)) Heparin, (LISINO Tabletten (aH)) Loratadin, (SOBELIN SOLUBILE 6 ml Ampullen) Clindamycin.

Nach neuntägiger Anwendung von Heparin Thrombozytopenie, Abfall der Thrombozyten auf 14.000/ul, akute Niereninsuffizienz, Multiorganversagen, Tod

 

Medikation 60-JÄhriger: (HEPARIN-NATRIUM BRAUN 25.000IE/5ml z.Inj) Heparin, (HALDOL-JANSSEN Tropfen) Haloperido, (ZANTIC Ampullen) Ranitidin.

Nach neuntägiger Behandlung mit Heparin i.v. plötzlich massive Beinschwellung, Pulslosigkeit, starke Schmerzen, Phlegmasia coerulea dolens der gesamten Extremität, gleichzeitig arterieller Verschluß, Notfalloperation bei komplettem thromboembolischen Verschluß der rechten Arteria femoralis und iliaca; einen Tag später Verschluß im Bereich des linken Beines, Thrombektomie links; Thrombus im linken Herzvorhof echokardiographisch nachgewiesen; Thrombozytenabfall auf ca. 40.000/ul; Nachweis von Antikörpern gegen Heparin, Heparin-induziertes Thrombopenie-Syndrom mit “White-clot-Thromben”; nach Absetzen von Heparin und Behandlung mit ORGARAN klinische Konsolidierung und Thrombozytenanstieg; acht Tage nach Absetzen von Heparin plötzlich Apnoe und fraglich Asystolie, Reanimation, im weiteren Verlauf apallisches Syndrom, Patient verstorben.

 

Medikation: (CALCIPARIN 0.3 ml Fertigspritzen) Heparin.

Nach zehntägigen Injektionen Heparin-induzierte Thrombozytopenie, Lungenembolien, tödlich.

 

Medikation 63-Jähriger: (LIQUEMIN 2.500 Ampullen (aH)) Heparin, (REMESTAN Kapseln) Temazepam, (ETHRANE) Enfluran, (TRAPANAL 2,5 g zur Injektion) Thiopental-Na, (DEHYDROBENZPERIDOL Ampullen) Droperidol, (Succinylcholin (INN)) Suxamethoniumchlorid, (FENTANYL-JANSSEN zur Injektion) Fentanyl, (ALLOFERIN 10 Ampullen) Alcuroniumchlorid, (PANCURONIUM ORGANON 4 mg Ampullen) Pancuronium.

Bis zum 15. post-op. Tag unauffälliger Verlauf, dann Übelkeit, Fieberanstieg, Ikterus. Labor am 16. post-op. Tag: Leberenzyme, Bilirubin und LDH angestiegen, Hepatitisserologie negativ. 17. – 21. post-op. Tag: Abfall der Thrombozyten von 120000 auf 11000 und der Leukozyten von 4,6 auf 0,2/nl. Erythema exsudativum multiforme und Mundschleimhautaphten; am 19. post-op. Tag Absetzung aller Medikamente bis auf Glukoselösung; Reanimation bei septischem Schock, später Exitus.

 

Medikation:  (HEPARIN-NATRIUM BRAUN 5.000 IE (aH 7/03)) Heparin.

Fulminante Lungenembolie, tödlich.

 

Medikation 64-Jährige: (HEPARIN-NATRIUM BRAUN 5.000 IE (aH 7/03)) Heparin.

Lungenembolie trotz Low-Dose-Heparin-Prophylaxe, Tod.

 

Medikation 48-Jährige: (CALCIPARIN 0.3 ml Fertigspritzen) Heparin, (Heparin (INN)) Heparin.

Elf Tage nach Anwendungsbeginn von Heparin Lungenembolie Stadium IV bei Thrombozytenabfall von 308.000 auf 218.000/ul, Crush-Niere, Reanimation; Heparin über Perfusor 30.000 IE, Alteplase, danach marmorierte Unterschenkel/Füße, instabiler Kreislauf, Tachykardie; einen Tag später Thrombozyten 148.000/ul, Kreatinin-Anstieg auf 2,5 mg/dl, Rhabdomyolyse, Kreatin-Kinase bis 27.000 U/l, Fieber über 39 Grad Celsius, Blutungen in Bronchialsystem, Darm; Echokardiographie: massiv dilatierter rechter Vorhof; Gerinnungszeiten verlängert, eingeschränkte Diurese; Doppler: Unterschenkelarterien beidseits nicht nachweisbar, Stenose linke Arteria femoralis; einen Tag später Thrombektomie; Verdacht auf Sepsis, Thrombozyten 122.000/ul, Kreatinin 4,5 mg/dl, einen Tag später digitale Substraktionsangiographie: Verschluss der Bauchaorta unterhalb der Nierenarterien, Umgehungskreisläufe, Verschluss rechte Arteria femoralis superficialis, Diagnose: älteres Leriche-Syndrom; Dialyse, Thrombozytenabfall bis 33.000/ul; Wechsel zu Danaparoid, Laparotomie: komplette Thrombose der Aorta, Thrombektomie; Hämoglobin 10 g/dl; einen Tag später Stopp der Diurese, schlaffe Tetraparese, nicht ansprechbar, Nekrose rechter Unterschenkel; einen Tag später Nekrose linker Fuß, zunehmende Kreislaufinsuffizienz, hypoxischer Hirn- und Stammhirnschaden; Blutuntersuchung: Heparin-assoziierte Thrombozytopenie Typ II, jedoch nicht eindeutig; drei Tage später Thrombozyten 157.000/ul, Zustandbesserung; vier Tage später Oberschenkelamputation rechts; Kreislaufinstabilität, Tod drei Tage später.

 

Medikation 51-Jähriger:  (CALCIPARIN 0.2 ml Fertigspritzen) Heparin, (LIQUEMIN N 10.000 Ampullen) Heparin.

Heparininduzierte Thrombopenie Typ II, Plättchen-Minimum 15.000/ul, Unterschenkelthrombose, Hinterwand-Myokardinfarkt, ischämischer Insult, Lungenembolie, Aortenverschluß, Tod

 

Medikation: (DOLOBENE Gel) Dimethylsulfoxid – Heparin, extern- Dexpanthenol, extern.

Bei Zustand nach Sturz und persistierenden Schmerzen (Fraktur ausgeschlossen) vom Hausarzt DOLOBENE Gel verordnet; nach ca. 5 Tagen Blasenbildung re. Oberschenkel, Übergang zur tiefen Nekrose trotz Absetzen; dann innerhalb von 3 Tagen Infektion der Haut- und Fett gewebsnekrose, massive Eiterung und Vorstellung in Ambulanz wegen Atembeschwerden, Exitus letalis nach 30′ im septischen Schock; massive Gewebszerstörung mit Abszeßhöhle mit ca. 30 x 20 x 5 cm und Hautnekrose ca. 10 x 10 cm; nach Angaben des Hausarztes vom Zeitpunkt der Blasenbildung bis zum Tod maximal fünf bis sechs Tage.

 

Medikation 37-Jähriger: (Heroin (INN)) Heroin, (SUSTIVA 200 mg Kapseln) Efavirenz, (COMBIVIR Tabletten) Lamivudin, Zidovudin.

Am Tag der erstmaligen Einnahme von Efavirenz Rückfall des seit fast einem Jahr “cleanen” Patienten; Tod durch versehentliche Heroin-Überdosis (Differenzialdiagnose: Suizid, akzidentiell zu hohe Dosis).

 

Medikation: (Histamin-Spermi(di)n u.a.-Rezeptur i.m.) Spermidin – Histamin – Mineralverbindungen, div. – Spermin, (REVITORGAN) Organextrakte, (DIGIMERCK 0,1 Tabletten) Digitoxin, (ARELIX MITE 3 Tabletten) Piretanid, (NEPRESOL Tabletten) Dihydralazin, (LOPIRIN 25 mg Tabletten) Captopri, (ISO-PUREN 40 RETARD Kapseln) Isosorbiddinitrat, (XYLOTOCAN Tabletten) Tocainid-HCl, (MARCUMAR Tabletten) Phenprocoumon.

Nach Vorbehandlung mit rezepturmäßiger i.m.-Injektionslösung acht Tage nach Herztransplantation akute Abstoßung, Verdacht auf humorale Abstoßungsreaktion, Tod; bei Obduktion vergrößertes Herz mit ausgeprägten Ödemen.

 

Medikation 67-Jjährige:  (RENACOR Tabletten) Hydrochlorothiazid – Enalaprilmaleat, (ADALAT 10 Kapseln) Nifedipin.

Tod im extrasystolischen Herzstillstand 1 Woche nach Beginn der Medikation.

 

Medikation 68-Jähriger: (VERATIDE Tabletten) Verapamil-HCl – Hydrochlorothiazid – Triamteren.

Patient wurde innerhalb von 14 Tagen auf täglich 2 Tabletten VERATIDE eingestellt, erlitt danach in einer Woche zweimal einen “Kollaps”; nach Aussage der Ehefrau sei er dabei bewußtlos gewesen und am ganzen Körper verkrampft, dem Patienten sei weder “Schwarz vor den Augen” geworden, noch war ihm schwindelig; Dosis wurde nach erstem “Kollaps” reduziert, danach das Medikament abgesetzt, woraufhin sich der Patient erholte, 6 Stunden nach dem zweiten Kollaps verstarb der Patient; als Todesursache wird “blasses” Kreislaufversagen vermutlich mit zentraler Ursache (bei Lid- und Pupillendifferenz) angegeben.

 

Medikation: (EUSAPRIM Tabletten (aH)) Co-trimoxazol, (EUSAPRIM 5 ml i.v. (aH)) Co-trimoxazol, (DYTIDE H Tabletten) Co-triamterzid (Hydrochlorothiazid + Triamteren 1:2), (LASIX 20 Injektionslösung) Furosemid, (SOSTRIL 150 Tabletten) Ranitidin, (SOSTRIL Ampullen) Ranitidin, (ASPIRIN 300 Tabletten (aH 8/99)) Azetylsalizylsäurem, (HEPARIN 10.000 I.E.) Heparin, (LANITOP Tabletten) Metildigoxin, (BRICANYL Tabletten) Terbutalinsulfat, (UNIPHYLLIN 400 mg RETARD Tabletten) Theophyllin, (MUCOSOLVAN Tabletten) Ambroxol-HCl.

Am 8. Behandlungstag mit Co-trimoxazol generalisiertes Exanthem, Fieber; an Folgetagen Nieren- und Leberversagen, Rhabdomyolyse, Verbrauchskoagulopathie; zwei Tage später Exitus im Kreislaufversagen; im Sektionsbefund an Haut Zeichen von Vaskulitis, Leber und Niere unspezifisch.

 

Medikation 40-Jährige: GONAL-F 75 zur Injektion (aH 3/03)) Follitropin alfa, (GRAVIBINON 1 ml Ampullen (aH 01/03)) Hydroxyprogesteroncaproat – Estradiolvalerat.

Nach Follikelstimulierung mit Follitropin alpha und Anwendung von GRAVIBINON in der Frühgravidität frühzeitige Entbindung in der 37. Schwangerschaftswoche eines Kindes mit multiplen Hämatomen und angeborener Leukämie; Tod in der fünften Lebenswoche.

 

Medikation 19-Jähriger: (Ibuprofen (INN)) Ibuprofen, (AMOXICILLIN-RATIOPHARM 750 Tabletten) Amoxicillin, (TOXI-LOGES Tropfen) Ipecacuanha D4 – Bryonia D4 – Aconitum D4 – Echinacea-purpurea-Presssaft – Indigowurzelextrakt – Wasserdosttinktur – Chinarindenextrakt.

Ausbildung einer Rhabdomyolyse (CK 32.270, LDH 19.870 U/l) mit protrahiertem Schockgeschehen, Myoglobinurie im Urin und im Ultrafiltrat positiv, erhöhte Gefäßpermeabilität; verstorben.

 

Medikation 48-Jährige: (DOLO-PUREN 400 T Tabletten) Ibuprofen.

Nach über anderthalbjähriger Einnahme gastrointestinale Blutung; Tod.

 

Medikation 68-Jähriger:  (BRUFEN Dragees (aH 7/02)) Ibuprofen.

Akute Thrombopenie mit Hautblutungen und Subarachnoidalblutung, geringe Anämie, Tod.

 

Medikation: (ZIENAM 500 i.v. mit Lösungsmittel) Imipenem – Cilastatin, (Heparin (INN)) Heparin, (Furosemid (INN)) Furosemid.

Nach neuntägiger i.v.-Gabe von Imipenem Thrombozytenabfall auf 143/nl, der sich auch nach sofortigem Absetzen bis auf 10/nl fortsetzt; trotz Transfusion von zwei Thrombozytenkonzentraten kein Anstieg der Thrombozytenzahl; vier Tage später Tod infolge Subarachnoidalblutung; Differentialdiagnose: septische Thrombopenie.

 

Medikation:  (GAMMAGARD (aH 2/1994)) Immunglobulin i.v..

Tod nach fulminant verlaufender Hepatitis C

 

Medikation 35-Jähriger: (ESBERITOX N Lösung) Indigowurzelextrakt – Echinacea-purpurea-Wurzelextrakt – Thujaextrakt, (UGUROL Ampullen) Tranexamsäure, (Vitamin C (INN)) Vitamin C, hoch dosiert.

Einen Tag nach Einnahme des Echinacea-haltigen Präparates Schleimhautblutung bei Thrombozytopenie sowie wohl hämolytischer Anämie, durch medizinische Maßnahmen nicht beeinflußbar; Laborbefunde: Thrombozytenantikörper positiv, Lymphozytenstimulation: spontane Proliferation 15.700 CPM, unter Pokeweed Mitogen 22.000 CPM, unter ESBERITOX (1:10, 1:100) um 25.000 CPM, ECHINACIN unverdünnt 34.780 CPM, 1:10 13.150 CPM, 1:100 24.000 CPM; elf Tage später Tod an intrakranieller Massenblutung.

 

Medikation 18-Jähriger: Ibuprofen (INN)) Ibuprofen, (AMOXICILLIN-RATIOPHARM 750 Tabletten) Amoxicillin, (TOXI-LOGES Tropfen) Ipecacuanha D4 – Bryonia D4- Aconitum D4 – Echinacea-purpurea-Presssaft – Indigowurzelextrakt – Wasserdosttinktur – Chinarindenextrakt.

Ausbildung einer Rhabdomyolyse (CK 32.270, LDH 19.870 U/l) mit protrahiertem Schockgeschehen, Myoglobinurie im Urin und im Ultrafiltrat positiv, erhöhte Gefäßpermeabilität; verstorben.

 

Medikation 38-Jährige: (ZERIT 40 mg Kapseln) Stavudin, (CRIXIVAN 400 mg Kapseln) Indinavir , (VIDEX 400 mg Kapseln) Didanosin, (NORVIR 100 mg Kapseln) Ritonavir.

Während gleichzeitiger Einnahme von Stavudin, Indinavir, Didanosin und Ritonavir Hypertriglyzeridämie von mehr als 600 mg/dl; zweieinhalb Wochen später nekrotisierende Pankreatitis, Laktatazidose, vier Tage später Tod in Folge Kreislaufversagens.

 

Medikation 16-Jährige: (CONFORTID 50 mg i.v.) Indometazin.

Magenstreßulkus mit Perforation, Hämorrhagie, akutes Abdomen, Patientin inoperabel.

 

Medikation: (INDO-PHLOGONT RETARD Kapseln (aH 12/02)) Indometazin.

17 Tage nach Beginn der Therapie massive Blutung aus oberem Intestinaltrakt (Magen/Duodenum), führte zu massiver analer Blutung, Patientin verstarb trotz entsprechender intensivmedizinischer Therapie.

 

Medikation 72-Jährige: INFLUSPLIT SSW 2002/2003 Fspr (aH 7/03))
Influenza (Grippe)-Impfstoff , (MARCUMAR Tabletten) Phenprocoumon, (VERABETA 80 Tabletten) Verapamil-HCl, (Amitriptylin (INN)) Amitriptylin.

Entwicklung einer Lungenentzündung direkt nach Impfung; vier Tage später notfallmäßige Einweisung auf Intensivstation; zweieinhalb Wochen später Tod infolge bakterieller Sepsis.

 

Medikation 3-Tage altes Baby: (Interferon (INN)) Interferon.

Schwerer inoperabler Herzschaden, Kind verstirbt 3 Tage nach der Geburt.

 

Medikation 56-Jährige: (INTRONA INJECTION 3 MIO) Interferon alfa 2b, (ANTRA 20 mg Kapseln (aH 4/99)) Omeprazol.

Wegen Verwirrtheitszustand, Desorientiertheit einhergehend mit Sprach- und Gangstörungen unter Interferon alfa 2b stationäre Aufnahme; Symptomatik zu dieser Zeit bereits weitgehend zurückgebildet; während stationärem Aufenthalt septische Temperaturen, signifikante Bakteriurie, Nachweis von Staphylococcus aureus, Anurie, Kreatininanstieg auf 4 mg/dl, Schocksymptomatik mit Blutdruckabfall und Herzfrequenzanstieg, ausgeprägte Dyspnoe; Fortführung der Interferon-Behandlung bis zur Verlegung auf Intensivstation; Leukozyten 23.000/ul, Thrombozyten 82.000/ul, Quick 38%, Antithrombin III 19%, Harnstoff 58 mg/dl, Laktat 34 mg/dl, pH 7,32, Gesamteiweiß 4,1 g/dl, Albumin 51,7%, Anasarka, Beinödeme, Lungenstauung; Verschlechterung des Zustands trotz Behandlung mit Katecholaminen, Furosemid, Imipenem und wegen Verdachts auf Verbrauchskoagulopathie mit Heparin, Patientin verstirbt.

 

Medikation 20-Jähriger: (Ibuprofen (INN)) Ibuprofen, (AMOXICILLIN-RATIOPHARM 750 Tabletten) Amoxicillin, (TOXI-LOGES Tropfen) Ipecacuanha D4 – Bryonia D4 – Aconitum D4 – Echinacea-purpurea-Presssaft – Indigowurzelextrakt – Wasserdosttinktur – Chinarindenextrakt.

Ausbildung einer Rhabdomyolyse Schockgeschehen, Myoglobinurie im Urin und im Ultrafiltrat positiv, erhöhte Gefäßpermeabilität; verstorben.-

 

Medikation 70-Jährige: (ITROP Ampullen) Ipratropiumbromid.

Kammerflimmern, tödlich.

 

Medikation: (BEROTEC INHALETTEN (aH 11/03)) Fenoterol-HBr-Inhalat, (BERODUAL Inhalationslösung) Ipratropiumbromid – Fenoterol-HBr, (BRICANYL COMP. Tabletten) Terbutalinsulfat – Guaifenesin, (DECORTIN 5 Tabletten) Prednison, (EUPHYLLIN CR 250 RETARD Kps (aH)) Theophyllinethylendiamin.

Akute maligne Arrhythmie mit plötzlichem Herzstillstand und Exitus letalis, sogenannter Sekundentod.

 

Medikation 62-Jähriger:  (SPIRIVA 18 ug Inhalationskapseln) Tiotropium, (BERODUAL N Dosieraerosol) Ipratropiumbromid-Inhalat – Fenoterol-HBr-Inhalat, (Budesonid (INN)) Budesonid, (Prednisolon, oral (INN)) Prednisolon.

Nach erstmaliger Inhalation von Tiotropiumbromid am Morgen und direkt nach Inhalation von BERODUAL N plötzlicher Atemstillstand nach Aussage eines nicht-medizinischen Zeugen; nach Einschätzung des berichtenden Arztes wahrscheinlich Kammerflimmern; Tod.

 

Medikation 58-Jährige: (Radiojod (INN)) Jod131.

Nach dreimaliger Radiojodtherapie innerhalb von fünf Jahren therapierefraktäre akute myelomonozytäre Leukämie, Tod.

 

Medikation 35-Jähriger: THYROJOD 200 Tabletten (aH)) Jodid, (TIMONIL 300 RETARD Tabletten) Carbamazepin, (AURORIX Tabletten) Moclobemid.

Etwa dreieinhalb Monate nach Umsetzen von Thyroxin auf Jodid Erstmanifestation einer schweren Manie, in anschließender depressiver Phase Patient durch Suizid verstorben.

 

Medikation 38-Jährige: (JONOSTERIL HL (aH 1987)) Natriumazetat – Magnesiumazetat – Natriumchlorid – Fruktose – Kaliumazetat – Kalziumazetat, (LAEVULOSE Infusion)
Fruktose, (AMINOSTERIL KE) Exthoxzorutosid – Elektrolyte – Aminosäuren – Dexpanthenol – Vitamin B6 – Sorbitol, parenteral.

Massive Hypoglykämie, metabolische Azidose, Transaminasenanstieg, Tachykardie, Hypertonie, Anurie, Bewußtlosigkeit, Tod; Fruktoseintoxikation bei hereditärer Fruktoseintoleranz, Gerinnungssstörungen mit Schleimhautblutungen, Hypotonie, Temperaturabfall, kardiale Dekompensati.

 

Medikation: TISSUCOL-Kit 0,5) Thrombin – Kalziumchlorid – Fibrinogen – Aprotinin – Plasmafibronectin – Plasminogen – Blutgerinnungsfaktor XIII.

Mutmaßlicher anaphylaktischer Schock mit Todesfolge nach lokaler Injektion von TISSUCOL in ein Aneurysma spurium; durch Obduktion alternative Todesursachen weitestgehend ausgeschlossen.

 

Medikation: (NIZORAL Tabletten) Ketoconazol, (MODURETIK Tabletten) Hydrochlorothiazid – Amilorid-HCl, (BECOZYM FORTE (Schweiz)) Cyanocobalamin – Vitamin B6 – Vitamin B1- Nikotinamid – Biotin – Vitamin B2 – Pantothenat,- (MELLERIL 25 Dragees) Thioridazin.

Erst abdominelle Beschwerden und Inappetenz; nach drei Tagen Leberversagen, kardiogener Schock, schwere metabolische Azidose, Tod.

 

Medikation 69-Jährige: TORATEX Tabletten (aH 7/93)) Ketorolac, (TEMGESIC Sublingual-Tabletten) Buprenorphin.

Herz-Kreislauf-Stillstand, Patientin “ohne Kreislauf” aufgefunden, Reanimation erfolglos.

 

Medikation 69-Jähige: (SPALT Tabletten (aH)) Phenazonsalizylat – Salizylamid – Benzylmandelat – Koffein.

Akute Agranulozytose. zwei Wochen vor stationärer Aufnahme Einnahme von SPALT Tabletten wegen Kopfschmerzen, danach Fieber, Lungenentzündung; Komplikation: Herz-Kreislaufstillstand zwei Tage nach stat. Aufnahme mit erfolgreicher Reanimation; maschinelle Beatmung notwendig; Patientin starb neun Tage nach stationärer Aufnahme.

 

Medikation: (KLOSTERFRAU MELISSENGEIST) Melissenblätterextrakt – Kräuterauszüge, div. Alkoholische.

Leberzirrhose; Tod, bei dessen Auftreten die Leberzirrhose eine Rolle spielte.

 

Medikation 21-Jährige: (PRÄPARATENAME UNBEKANNT 1) Kälberdrüsenextrakt.

Stunden nach Erstinjektion ohne Anzeichen eines Schocks tot aufgefunden.

 

Medikation 60-Jähriger: (COMBIVIR Tabletten) Lamivudin – Zidovudin, (ZIAGEN Tabletten) Abacavir, (BELOC-ZOK RETARD Tabletten) Metoprolol, (VESDIL 2,5 mg Tabletten) Ramipril, (DYTIDE H Tabletten) Co-triamterzid, (Hydrochlorothiazid + Triamteren 1:2) (ZOLOFT 50 mg Tabletten) Sertralin, (DARAPRIM Tabletten) Pyrimethamin, (LEUCOVORIN 15 mg Tabletten)
Folinsäure.

Nach Einnahme von Lamivudin plus Zidovudin und Abacavir schwere Hepatotoxizität mit nachfolgendem hepatorenalem Syndrom, atypische Laktatazidose, disseminierte intravasale Gerinnung, GOT bis 650 U/l, GPT bis 320 U/l, LDH bis 770 U/l, Thrombozytopenie; Urämie; Tod.

 

Medikation 56-Jähriger: ARAVA 10 mg Tabletten) Leflunomid, (MTX 10 HEXAL Tabletten) Methotrexat, (FOLSAN 5 mg Tabletten) Folsäure, hoch dosiert, (DECORTIN H 5 Tabletten) Prednisolon, (LISIHEXAL 10 mg Tabletten) Lisinopril.

Diagnose eines großzelligen Bronchialkarzinoms, Pleura- und Perikarderguss, postokklusive Pneumonie vier Jahre nach Beginn einer Dauerbehandlung mit Leflunomid plus Methotrexat; einen Monat später erneute Klinikaufnahme bei zunehmender Dyspnoe, Aphasie und Verwirrtheit, Verdacht auf Hirnfiliarisierung des rasch progredienten Bronchialkarzinoms; drei Tage später verstorben.

 

Medikation 9-Jähriger: (KEPPRA 250 mg Tabletten) Levetiracetam, (RIVOTRIL 0,5 mg Tabletten) Clonazepam, (PETNIDAN Kapseln) Ethosuximid.

Wegen Verschlechterung der Epilepsie und des Allgemeinzustands mehrwöchige stationäre Behandlung; Umstellung der Therapie mit erstmaliger Aufnahme von Levetiracetam in die Behandlung; drei Wochen nach Entlassung zu Hause nach Einnahme von Levetiracetam am Morgen tot im Bett aufgefunden; Obduktion nicht erfolgt.

 

Medikation: (MADOPAR 62,5 Kapseln) Levodopa + Benserazid 4:1.

 Zerebraler Krampfanfall 3 Tage nach Absetzen von MADOPAR; Streckkrämpfe; maligne Hyperthermie; Bewußtseinseintrübung; GOT und GPT erhöht; kein Anhalt für zerebrale Raumforderung oder infektiöse Ursache des Fiebers; Tod wegen Herz-Kreislauf-Versagen und Pneumonie.

 

Medikation 46-Jähriger: (MADOPAR 62,5 Kapseln) Levodopa + Benserazid 4:1, (DOPERGIN 0,2 Tabletten) Lisurid, (MOVERGAN 5 mg Tabletten) Selegilin-HCl, (PK-MERZ 100 mg Tabletten) Amantadin.

Maligne Hyperthermie; Koma; schlaffe Tetraparese; Kreislaufversagen mit Schockzustand; Verbrauchskoagulopathie; CPK 288 U/l; Tod durch Herz-Kreislauf-Versagen.

 

Medikation: (NEUROCIL Tabletten 100 mg) Levomepromazin.

Tod durch Sepsis bei Agranulozytose.

 

Medikation 43-Jähriger: (L-POLAMIDON Tropfen) Levomethadon-HCl.

Am zweiten Tag der Einnahme Übelkeit, starkes Erbrechen; nach 60 Stunden Herzstillstand.

 

Medikation 17-Jährige: (TETRAGYNON Dragees) Ethinylestradiol – Levonorgestrel.

Nach Einnahme von vier Tabletten reanimationspflichtiger Herz-Kreislauf-Stillstand unklarer Genese; erfolglose Reanimationsbemühungen.

 

Medikation 17-Jährige: (MIRANOVA Dragees) Ethinylestradiol + Levonorgestrel.

Nach zweimonatiger Einnahme Suizid durch Fenstersturz.

 

Medikation 32-Jährige: (MICROGYNON 21 Dragees) Ethinylestradiol + Levonorgestrel, (Levothyroxin-Natrium (L-T4) (INN)) Levothyroxin-Natrium (L-T4), (TAVOR 1,0 Tabletten) Lorazepam.

Erbrechen, Husten, gesteigerterHämoptoe, Lungenembolie, Infarkt, Pneumonie, Nierenversagen, Tod.

 

Medikation 71-Jähriger: (Diclofenac (INN) parenteral) Diclofenac-Na, (DEXA-PHLOGONT Ampullen (a.H. 7/91)) Lidokain-HCl – Dexamethason – Prednisolon – Cyanocobalamin, hoch dosiert.

Etwa acht Stunden nach Injektion von Diclofenac und DEXA-PHLOGONT gemischt unklarer Tod während des Schlafs.

 

Medikation: (EMBOLEX NM Ampullen (aH 12/02)) Lidokain-HCl – Certoparin-Na – Dihydroergotaminmesilat.

 Dringender Verdacht auf sub- oder epidurale Blutung nach Spinalanästhesie, dadurch Cauda-Syndrom, Decubitus, Pneumonie; Patient verstorben.

 

Medikation 51-Jährige: NORGESIC Injektionslsg. (aH 1992)) Orphenadrinzitrat – Metamizol-Natrium – Lidokain-HCl, (CAPOZIDE 25 Tabletten) Captopril, Hydrochlorothiazid,  (COROTREND 10 Kapseln (aH 10/02)) Nifedipin, (EUPHYLLIN CR 250 RETARD Kps (aH)) Theophyllinethylendiamin, (BRICANYL DURILES Tabletten) Terbutalinsulfat.

Schwerer Asthmaanfall mit sekundär bedingtem Herzstillstand.

 

Medikation 42-Jähriger: (SUPERTENDIN DEPOT 5 mg (aH 10/90)) Dexamethasonazetat – Cyanocobalamin, hoch dosiert – Vitamin B1, hoch dosiert – Lidokain-HCl, (Indometazin (INN)) Indometazin.

Akute Oberbauchsymptomatik, Serum hyperlipämisch; Todesursache: Linksherzinsuffizienz mit massivem Lungenödem beidseits, links stärker als rechts, bei massiver Fettstoffwechselentgleisung.

 

Medikation 82-Jährige: (JACUTIN Emulsion) Lindan.

Nach dreimal dreitägigen Ganzkörpereinreibungen (nach Gebrauchsinformation) in den nachfolgenden Wochen zunehmende schwere toxische psychische Störungen, subklinische Polyneuropathie, erhebliche Neurotoxikose, toxische Kardiomyopathie bzw. Neurokardiomyopathie, toxische Hirnstammschädigung, schwere Hämatopathie (Anämie), Labor; im Vollblut: Lindan (gamma-HCH) 2.768 ng/l, ß-HCH 4.011 ng/l; Patientin ist an den Folgen der Intoxikation verstorben.

 

Medikation 71-Jähriger: (ACERBON 5 Tabletten) Lisinopril.

Etwa fünf Wochen nach Beginn der Einnahme von Lisinopril und knapp drei Wochen nach Dosisreduktion von 5 auf 2,5 mg wegen gastrointestinaler Symptome notfallmäßige Krankenhausaufnahme wegen akuten Nierenversagens mit Kreatinin von 10,21 mg%, unter hohen Kaliumwerten Kammerflimmern, durch Defibrillation kontrolliert, intensiv-medizinische Behandlung, unter fortlaufender Dialyse Verlegung auf Normalstation, im weiteren Verlauf erneut dreimalig Kammerflimmern und Herzstillstand mit Reanimation, Tod durch akutes Herz- Kreislaufversagen infolge Kammerflimmerns.

 

Medikation 46-Jähriger: (MADOPAR 62,5 Kapseln) Levodopa + Benserazid 4:1, (DOPERGIN 0,2 Tabletten) Lisurid, (MOVERGAN 5 mg Tabletten) Selegilin-HCl ,(PK-MERZ 100 mg Tabletten) Amantadin.

Maligne Hyperthermie; Koma; schlaffe Tetraparese; Kreislaufversagen mit Schockzustand; Verbrauchskoagulopathie; CPK 288 U/l; Tod durch Herz-Kreislauf-Versagen.

 

Medikation 60-Jähriger: Lithiumzitrat – Azetylsalizylsäure – Chinin, (FELDEN 20 mg Zäpfchen) Piroxicam.

Panzytopenie (Sternalknochenmarksdiagnose), Sepsis, akutes Nierenversagen, pulmonale Insuffizienz, protrahierte gastrointestinale Blutung, Multiorganversagen.

 

Medikation: (ARGUN 300 Tabletten) Lonazolac-Ca.

Hohes Fieber; Panzytopenie (aplastische Anämie), wegen fortgeschrittenen Krankheitsstadiums blieben Therapieversuche erfolglos; Tod; Sektionsbefund: Agranulozytose, toxisch bedingte Knochenmarksaplasie.

 

Medikation 46-Jähriger: (LORZAAR Tabletten) Losartan-Kalium, (BELOC COMP. Tabletten (aH 11/96)) Metoprolol, Hydrochlorothiazid , (DURANIFIN 10 Kapseln) Nifedipin, (Metoprolol (INN)) Metoprolol.

Nach vierwöchiger Einnahme von Losartan und Umstellung von Metoprolol auf Metoprolol plus Hydrochlorothiazid akuter Herztod, Verdacht auf maligne Rhythmusstörungen, keine Obduktion erfolgt.

 

Medikation: (LORZAAR Tabletten) Losartan-Kalium, (VERATIDE Tabletten) Hydrochlorothiazid, Verapamil-HCl , Triamteren, (ASS 100 VON CT Tabletten (aH 7/03)) Azetylsalizylsäure, (ALLOPURINOL-RATIOPHARM 300 mg Tabletten) Allopurinol.

Vier Wochen nach Beginn der Einnahme von Losartan Herztod, Verdacht auf Rhythmusstörung.

 

Medikation 63-Jährige: (MEVINACOR Tabletten) Lovastatin, (EUTHYROX 75 Tabletten) Levothyroxin-Natrium (L-T4), (NOVODIGAL Tabletten) Beta-Azetyldigoxin, (ISOKET 40 Tabletten) Isosorbiddinitrat, (XANEF 10 mg Tabletten) Enalaprilmaleat, (AQUAPHOR 40 Tabletten) Xipamid, (EUGLUCON N Tabletten) Glibenclamid, (GLUCOBAY 100 Tabletten)
Acarbose.

Ulcera cruris, plötzlicher Tod durch Kammerflimmern bei koronarer Herzkrankheit und Verdacht auf arzneimittelinduzierte generalisierte Vaskulitis bzw. Pyoderma gangraenosum.

 

Medikation 52-Jähriger: MEVINACOR Tabletten) Lovastatin.

Hochmalignes Non-HODGKIN-Lymphom, zentroblastisches Lymphom, leukämische Ausschwemmung, Transaminasenerhöhung; Exitus letalis ca. 9 Monate nach Absetzen.

 

Medikation 54-Jähriger: (MEVINACOR Tabletten) Lovastatin, (BELOC Tabletten (aH 6/99)) Metoprolol.

Bis zur Verordnung von Lovastatin völlig beschwerdefrei, nach dreitägiger Therapie erstmals Angina pectoris-Anfälle, nach einwöchiger Lovastatin-Einnahme akuter transmuraler Infarkt, Reanimation, Exitus letalis.

 

Medikation 34-Jährige: OVORESTA M Tabletten) Ethinylestradiol + Lynestrenol.

Nach jahrelanger Einnahme und viertägiger Immobilisation wegen lumboischialgiformer Schmerzen fulminante Lungenembolie; Tod.

 

Medikation 38-Jährige: (JONOSTERIL HL (aH 1987)) Natriumazetat – Magnesiumazetat – Natriumchlorid -Fruktose -Kaliumazetat –Kalziumazetat, (LAEVULOSE Infusion) Fruktose, (AMINOSTERIL KE) Exthoxzorutosid – Elektrolyte – Aminosäuren – Dexpanthenol
Vitamin B6 – Sorbitol, parenteral.

Massive Hypoglykämie, metabolische Azidose, Transaminasenanstieg, Tachykardie, Hypertonie, Anurie, Bewußtlosigkeit, Tod; Fruktoseintoxikation bei hereditärer Fruktoseintoleranz, Gerinnungssstörungen mit Schleimhautblutungen, Hypotonie, Temperaturabfall, kardiale Dekompensation.

 

Medikation 67-Jähriger: (MAPROLU 75 Tabletten) Maprotilin, (ADALAT 10 Kapseln) Nifedipin, (Allopurinol (INN)) Allopurinol, (LASIX 40 mg Tabletten) Furosemid, (Eisen) Eisen, (CORANGIN 20 mg Tabletten) Isosorbidmononitrat, (Azetylsalizylsäure (INN)) Azetylsalizylsäure, (CLONISTADA 0,15 Tabletten) Clonidin-HCl.

Nach einmaliger Einnahme von Maprotilin zeitgleich akutes Nierenversagen und Lungenödem, Patient stirbt etwa einen Monat später an Herzversagen.

 

Medikation 33-Jähriger: (LARIAM Tabletten) Mefloquin, (ASPIRIN Tabletten) Azetylsalizylsäure, (Parazetamol (INN)) Parazetamol, (Kodeinphosphat (INN)) Kodeinphosphat, (FANSIDAR Tabletten) Pyrimethamin + Sulfadoxin, (Cephalosporin (INN)) Cephalosporine, (Chinin (INN)) Chinin, (Glukose-Lösung (INN)) Glukose.

Etwa vier Stunden nach Einnahme von zwei Tabletten Mefloquin zunehmende Kopfschmerzen, “Brennen der Knochen”, leichte Taubheitsgefühle im Gesicht, Schwindel; nachts starkes Schwitzen, Schüttelfrost, hohes Fieber um 40 Grad Celsius, Desorientierheit, “Angst vor Dunkelheit”, am 2. Tag Einnahme von drei Tabletten FANSIDAR; in den Folgetagen bei zunehmenden Halsschmerzen und hohem Fieber panische Angstzustände, “kalte Füße”, Atemnot, weiterhin “Knochenbrennen” und Halsschmerzen, Schüttelfrost; nach Krankenhausaufnahme Behandlung mit Chinininfusionen und Glukose, ohne dass Malaria gesichert ist; Psychose fortbestehend, Depression; drei Tage nach Mefloquin-Einnahme Suizid durch Aufschneiden der Kehle mit einem Taschenmesser; bei Autopsie in Holland vergrößerte Milz; keine Hinweise auf Meningitis oder ZNS-Affektionen.

 

Medikation 23-Jähriger: (DECA-DURABOLIN 50 mg Ampullen) Nandrolon, (PROVIRON 25 mg Tabletten (aH 7/03)) Mesterolon, (NOLVADEX 10 Tabletten) Tamoxifen, (PPSB-KONZENTRAT (INN)) Blutgerinnungsfaktor X – Blutgerinnungsfaktor VII – Blutgerinnungsfaktor IX – Blutgerinnungsfaktor II, (DIANABOL (Rußland)) Metandienon, (Choriongonadotropin, human (INN)) Choriongonadotropin, human (Blutplasma (INN)) Blutplasma, (KYBERNIN HS 500 ANTITHROMBIN III) Antithrombin III.

Nach dreiwöchiger Einnahme von Metandienon und Anwendung von Nandrolon sowie zehntägiger Einnahme von Tamoxifen und Mesterolon wässriger Stuhl, Druckschmerz im Oberbauch, Übelkeit bei oder vor dem Essen, keine Lust mehr am Essen, dunkler Urin, Gelbverfärbung der Augen; durch Hausarzt veranlaßte Laboruntersuchungen: alkalische Phosphatase bis 266 U/l, gamma-GT bis 133 U/l, Bilirubin bis 30,9 mg/dl, GOT bis 953 U/l, GPT bis 2233 U/l, LDH bis 710 U/l, HBs-Antigen, HBe-Antigen und HBc-Antigen positiv; Weiteranwendung der Anabolika für etwa zwei (Metandienon und Nandrolon) bis drei (Tamoxifen und Mesterolon) Wochen, zusätzlich parenterale Anwendung von humanem Choriongonadotropin; drei Wochen nach Beginn der Beschwerden Absetzen jeglicher Anabolika; stationäre Einweisung auf Drängen der Familie; bei Aufnahme ausgeprägter Ikterus, Leberwerte weiterhin extrem erhöht; im EKG Zeichen einer mit Sportlerherz und Anabolika-Abusus zu vereinbarenden linksventrikulären Hypertrophie; sonographischer Befund vereinbar mit akuter Hepatitis; fulminante Hepatitis B, schwerer Verlauf wahrscheinlich toxischer Genese bei Anabolikaeinnahme; rasche Verschlechterung des Allgemeinzustandes, zwei Wochen nach Aufnahme hepatische Enzephalopathie, mäßiger perihepatischer Aszites, Gerinnungsstörung; Behandlung u.a. mit PPSB, Antithrombin-III-Konzentrat, Frischplasma; 16 Tage nach Aufnahme Verlegung auf Intensivstation, am selben Tag zunehmende Verwirrtheit, Bewußtlosigkeit, Leberausfallskoma, Intubation, Beatmung; einen Tag später computertomographisch generalisiertes Hirnödem, drohende Einklemmung; Verlegung in Universitätsklinik; wegen stark positivem Hepatitis-B-Antigen zunächst keine Lebertransplantation möglich, Tod.

 

Medikation: (NOVALGIN 5 ml Ampullen) Metamizol-Natrium.

Panmyelophthise, Tod.

 

Medikation 10-Jährige: (NOVALGIN Tropfen) Metamizol-Natrium, (ISOCILLIN Saft) Penicillin-V-Kalium, (VOMEX A FORTE Zäpfchen für Schulkinder) Dimenhydrinat.

Nach erster Einnahme von Metamizol und Penicillin-V-Kalium Erbrechen, wenige Stunden später Fieberanstieg von 39,3 auf 40,7 Grad Celsius, weiterhin Erbrechen, Kind “schnauft schlecht”, scheint zu phantasieren; Behandlung mit Dimenhydrinat-Zäpfchen und Wadenwickeln; Fieberrückgang auf 39,1 Grad Celsius, Wiederanstieg auf 40,3 Grad Celsius, kein Phantasieren; ca. acht Stunden nach erster Medikamenteneinnahme zweite Metamizoleinnahme; unmittelbar darauf bäumt sich das Kind auf, droht zu ersticken, Lippen dunkelblau, Mund nicht zu öffnen, daher Mund-zu-Nase-Beatmung durch den Vater; zwanzig Minuten später Eintreffen des Notarztes, Kind laut Eltern noch am Leben, laut Notarzt klinisch tot; erfolgloser Reanimationsversuch, laut Eltern mit Metamizol-Injektion, laut Notarzt kein venöser Zugang möglich, keine Metamizolgabe; Tod des Kindes; unmittelbar nach dem Tod rote Flecken am Körper des Mädchens bemerkt.

 

Medikation 59-Jährige: BARALGIN M Ampullen (aH 7/01)) Metamizol-Natrium, (VIBRAVENÖS Ampullen) Doxycyclin.

Unmittelbar nach Injektion anaphylaktischer Schock, Status asthmaticus mit nachfolgendem Herz-Kreislauf-Stillstand, Apnoe, Koma, Wiederbelebungsmaßnahmen und notfallmäßige Klinikeinweisung, hypoxische Hirnschädigung, Verdacht auf apallisches Syndrom, Tod.

 

Medikation 19-Jähriger: (NOVALGIN Tabletten) Metamizol-Natrium.

Petechiale Blutungen, Somnolenz, Verdacht auf MOSCHCOWITZ-Syndrom, Tod.

 

Medikation 20-Jährige: (Metamizol (= Novaminsulfon) (INN)) Metamizol-Natrium, (VOLTAREN 100 Zäpfchen) Diclofenac-Na, (GELONIDA NA Zäpfchen für Erw. (aH 4/03)) Kodeinphosphat , Azetylsalizylsäure, Parazetamo.

lFulminante Pneumonie, Anbehandlung mit Erythromycin und O2, bei stat. Aufnahme 40 Grad rektal, über fünf Stunden rasch zunehmende Hypoxie, Atem- und Kreislaufstillstand, erfolglose Reanimation über 90 Minuten; Leukopenie 1100/ml, Tod.

 

Medikation 44-Jähriger: (NOVALGIN 2 ml Ampullen) Metamizol-Natrium.

Plötzlicher Herztod; Todesursache laut Sektionsbericht: anaphylaktischer Schock.

 

Medikation 21-Jährige: (NOVALGIN Tropfen) Metamizol-Natrium.

Verbrauchskoagulopathie.

 

Medikation 31-Jährige: (NOVALGIN Tropfen) Metamizol-Natrium.

foudroyante Sepsis, Thrombozytopenie, Leukopenie.

 

Medikation 48-Jähriger: DOLO-NEUROBION (aH)) Vitamin B6, hoch dosiert – Metamizol-Natrium – Cyanocobalamin, hoch dosiert – Vitamin B1, hoch dosiert.

Nach stationärer Aufnahme wegen geplanter Allergentestung Behandlung von dort aufgetretenen Rückenschmerzen mit DOLO-NEUROBION; nach i.m.-Injektion anaphylaktischer Schock mit Luftnot, Zyanose, Bewußtlosigkeit; erfolglose Reanimation, Tod.

 

Medikation 80-Jährige: (NOVALGIN Tropfen) Metamizol-Natrium, (MUSKEL TRANCOPAL Tabletten (aH 11/96)) Chlormezanon, (AMUNO 50 mg Kapseln (aH 12/02)) Indometazin, (FERRO SANOL Dragees) Eisen(II)-glycinsulfat.

Etwa 2 Mon. nach NOVALGIN- und MUSKEL TRANCOPAL-Therapie stat. Aufnahme mit Bizytopenie (Erythrozytopenie, Thrombozytopenie), HK 17%, Hb 5,7 g%, Erys 1,91 Mill./ul, Leukos 7.200/ul, Thrombos 10.000/ul, Sternalpunktat: fehlende Erythropoese, voll ausreifende Granulopoese, kein Hinweis auf lympho- oder myeloproliferative Erkrankung, Coombs-Test negativ, Thrombozyten-AK-Test ausstehend; unter Therapie mit Glukokortikoiden, Ery- und Thrombozytenkonzentraten rezidivierende Weichteil- und intestinale Blutungen, woran Pat. Verstarb.

 

Medikation 51-Jährige: NORGESIC Injektionslsg. (aH 1992)) Orphenadrinzitrat – Metamizol-Natrium -Lidokain-HCl, (CAPOZIDE 25 Tabletten) Captopril, Hydrochlorothiazid (COROTREND 10 Kapseln (aH 10/02)) Nifedipin, (EUPHYLLIN CR 250 RETARD Kps (aH)) Theophyllinethylendiamin, (BRICANYL DURILES Tabletten) Terbutalinsulfat.

Schwerer Asthmaan fall mit sekundär bedingtem Herzstillstand.

Medikation: BARALGIN) Metamizol-Natrium – Fenpiveriniumbromid – Pitofenon-HCl, (CIBALGIN COMPOSITUM N Zäpfchen) Propyphenazon, Kodeinphosphat.

Anaphylaktischer Schock mit letalem Ausgang.

 

Medikation 23-Jähriger: (NOVALGIN 2 ml Ampullen) Metamizol-Natrium, (ASPIRIN Tabletten) Azetylsalizylsäure, (PASPERTIN Tropfen) Metoclopramid, (ESBERITOX N Tabletten) – Thujaextrakt – Indigowurzelextrakt – Echinacea-purpurea-Wurzelextrakt.

Epidermolysis acuta toxica LYELL? Schwere Darmblutungen, Verbrauchskoagulopathie, Sepsis, Schock, Tod.

 

Medikation 23-Jähriger: (DECA-DURABOLIN 50 mg Ampullen) Nandrolon, (PROVIRON 25 mg Tabletten (aH 7/03)) Mesterolon, (NOLVADEX 10 Tabletten) Tamoxifen, (PPSB-KONZENTRAT (INN)) Blutgerinnungsfaktor X – Blutgerinnungsfaktor VII -Blutgerinnungsfaktor IX – Blutgerinnungsfaktor II – (DIANABOL (Rußland)) Metandienon, (Choriongonadotropin, human (INN)) Choriongonadotropin, human, (Blutplasma (INN)) Blutplasma, (KYBENIN HS 500 ANTITHROMBIN III) Antithrombin.

Nach dreiwöchiger Einnahme von Metandienon und Anwendung von Nandrolon sowie zehntägiger Einnahme von Tamoxifen und Mesterolon wässriger Stuhl, Druckschmerz im Oberbauch, Übelkeit bei oder vor dem Essen, keine Lust mehr am Essen, dunkler Urin, Gelbverfärbung der Augen; durch Hausarzt veranlaßte Laboruntersuchungen: alkalische Phosphatase bis 266 U/l, gamma-GT bis 133 U/l, Bilirubin bis 30,9 mg/dl, GOT bis 953 U/l, GPT bis 2233 U/l, LDH bis 710 U/l, HBs-Antigen, HBe-Antigen und HBc-Antigen positiv; Weiteranwendung der Anabolika für etwa zwei (Metandienon und Nandrolon) bis drei (Tamoxifen und Mesterolon) Wochen, zusätzlich parenterale Anwendung von humanem Choriongonadotropin; drei Wochen nach Beginn der Beschwerden Absetzen jeglicher Anabolika; stationäre Einweisung auf Drängen der Familie; bei Aufnahme ausgeprägter Ikterus, Leberwerte weiterhin extrem erhöht; im EKG Zeichen einer mit Sportlerherz und Anabolika-Abusus zu vereinbarenden linksventrikulären Hypertrophie; sonographischer Befund vereinbar mit akuter Hepatitis; fulminante Hepatitis B, schwerer Verlauf wahrscheinlich toxischer Genese bei Anabolikaeinnahme; rasche Verschlechterung des Allgemeinzustandes, zwei Wochen nach Aufnahme hepatische Enzephalopathie, mäßiger perihepatischer Aszites, Gerinnungsstörung; Behandlung u.a. mit PPSB, Antithrombin-III-Konzentrat, Frischplasma; 16 Tage nach Aufnahme Verlegung auf Intensivstation, am selben Tag zunehmende Verwirrtheit, Bewußtlosigkeit, Leberausfallskoma, Intubation, Beatmung; einen Tag später computertomographisch generalisiertes Hirnödem, drohende Einklemmung; Verlegung in Universitätsklinik; wegen stark positivem Hepatitis-B-Antigen zunächst keine Lebertransplantation möglich, Tod.

 

Medikation 42-Jähriger: (GLUCOPHAGE 850 mg Tabletten) Metformin-HCl, (CAPOZIDE 25 Tabletten) Captopril , Hydrochlorothiazid, (BAYOTENSIN Tabletten) Nitrendipin, (EUGLUCON N Tabletten) Glibenclamid.

Nach siebentägiger Einnahme akutes kardiales Pumpversagen bei primärer Asystolie, therapieresistent, Tod.

 

Medikation: (Methotrexat (INN)) Methotrexat, (Morphin (INN)) Morphin.

Nach peroraler und darauffolgend parenteraler Methotrexat-Behandlung stationäre Aufnahme wegen zunehmender Dyspnö; Verdacht auf Lungenfibrose; Einleitung einer hoch dosierten Kortison-Therapie; erhebliche Panzytopenie mit kritischer Leukopenie und Thrombopenie, C-reaktives Protein stark erhöht; Behandlung mit Antibiotika, granulozytenstimulierenden Faktoren und Folinsäure; keine wesentliche Steigerung der Leukozyten; bei weiterem Abfall der Thrombozyten ausgeprägte Epistaxis; Thrombozyten- und Erythrozytenkonzentrate; nach Behandlung mit Morphin wegen erheblicher Schmerzen am Bewegungsapparat plötzliche Apnö, bei Intubation Feststellung einer elektromechanischen Entkoppelung; Tod.

 

Medikation 65-Jähriger: (LANTAREL 10 Tabletten) Methotrexat , (DIGIMERCK 0,1 Tabletten) Digitoxin, (DYTIDE H Tabletten) Co-triamterzid (Hydrochlorothiazid + Triamteren 1:2) (DECORTIN H 5 Tabletten) Prednisolon, (SANDOCAL-D FORTE AZU 1000/880 Brausegr.) Vitamin D3 – Kalziumkarbonat.Nach etwa zweimonatiger Anwendung von Methotrexat erstmals Belastungsdyspnoe, heftiger Husten ohne Auswurf; einen halben Monat später bei Klinikaufnahme sklerophone Knistergeräusche, Ruhedyspnoe, Hypoxie trotz Hyperventilation, Röntgen: beidseitige Lungenverschattung von interstitiellem Muster; vier Tage später wegen respiratorischen Versagens Intubation und maschinelle Beatmung erforderlich; offene Lungenbiopsie: herdförmig weit fortgeschrittene interstitielle Lungenfibrose ohne für Methotrexat- bzw. Rheumalunge typische histologische Veränderungen; 16 Tage nach Rückverlegung auf Normalstation Tod durch rasch progrediente therapeutisch nicht zu beeinflussende akute Lungenfibrose; Diagnose: HAMANN-RICH-Lungenfibrose.

 

Medikation 56-Jähriger: (ARAVA 10 mg Tabletten) Leflunomid, (MTX 10 HEXAL Tabletten) Methotrexat, (FOLSAN 5 mg Tabletten) Folsäure, hoch dosiert, (DECORTIN H 5 Tabletten) Prednisolon, (LISIHEXAL 10 g Tabletten) Lisinopril.

Diagnose eines großzelligen Bronchialkarzinoms, Pleura- und Perikarderguss, postokklusive Pneumonie vier Jahre nach Beginn einer Dauerbehandlung mit Leflunomid plus Methotrexat; einen Monat später erneute Klinikaufnahme bei zunehmender Dyspnoe, Aphasie und Verwirrtheit, Verdacht auf Hirnfiliarisierung des rasch progredienten Bronchialkarzinoms; drei Tage später verstorben.

 

Medikation 44-Jährige: (COMITAL L (aH)) Phenobarbital – Methylphenobarbital – Phenytoin.

Nach Dauereinnahme adenopapilläres Bronchialkarzinom; Tod.

 

Medikation 26-Jährige: (URBASON SOLUBILE 250 Ampullen) Methylprednisolon.

Nach Injektion von ca. 1 ml Anaphylaxie mit therapieresistentem Herzkreislaufversagen, Tod.

 

Medikation: (LANITOP Ampullen (aH)) Metildigoxin, (VIBRAVENÖS Ampullen) Doxycyclin, (Humaninsulin (INN)) Insulin human, (FORTECORTIN 4 mg Tabletten) Dexamethason, (LASIX 20 Injektionslösung) Furosemid , (MULTIBIONTA Ampullen (aH 12/93)) Vitamin A -Vitamin E – Vitamin B6 – Vitamin B1, hoch dosiert – Vitamin B2 – Dexpanthenol – Vitamin C, hoch dosiert – Nikotinamid, (TETANOL Fertigspritzen (aH 10/02)) Tetanus-Impfstoff, (ZANTIC Ampullen) Ranitidin, (DIGIMERCK Ampullen 0.1 mg) Digitoxin, (FRENOPECT INJECT) Ambroxol-HC, (HEPARIN-CALCIUM MEDAC 0.2 ml (aH)) Heparin, (LAEVULOSE Infusion) Fruktose, (NORMOFUNDIN Infusionslösung (aH)) Kaliumchlorid, Magnesiumchlorid
Sorbitol, parenteral – Kalziumchlorid – Natriumchlorid – Xylit – Natriumazeta, (ONKOVERTIN N) Dextran 40 – Natriumchlorid, (SANASTHMAX Dosieraerosol (aH 12/02)) Beclometasondipropionat-Inhalat, (LONGASTERIL 40 Infusionslösung) Natriumchlorid –
Dextran 40, (EXTRAMYCIN (a.H.)) Sisomicin

Verdacht auf Überdosierung von Metildigoxin und Sisomycin bei Niereninsuffizienz im Senium und Multimedikation in Klinik mit Todesfolge; SGOT und SGPT erhöht mit 138 U/l und 180 U/l, Hinweis auf Leberschädigung “durch Vielzahl der verabreichten Arzneimittel”.

 

Medikation: (ANTRA 20 mg Kapseln (aH 4/99)) Omeprazol, (PASPERTIN Tropfen) Metoclopramid.

Akuter, tödlich verlaufender Myokardinfarkt im Vorderwandbereich mit typischen EKG-Veränderungen und kardiogenem Schock sowie bradykardem Pumpversagen bei bislang klinisch völlig asymptomatischem Pat. unter Therapie eines in guter Abheilung befindlichen Rezidiv-Ulcus duodeni (bei stat. Aufnahme 16 Tage vor Herzinfarkt unauffälliges Ruhe-EKG).

 

Medikation 37-Jährige: (LOPRESOR i.v.) Metoprolol, (DEHYDROBENZPERIDOL Ampullen) Droperidol, (FENTANYL-JANSSEN zur Injektion) Fentanyl, (Azetylzystein (INN)) Azetylzystein, (SOSTRIL Ampullen) Ranitidin, (UNACID 3 g zur Infusion) Sulbactam – Ampicillin, (LASIX 20 Injektionslösung) Furosemid, (PASPERTIN Tabletten) Metoclopramid, (HALDOL-JANSSEN Tropfen) Haloperido, (NOVALGIN 2 ml Ampullen) Metamizol-Natrium, (TRAMAL 100 mg Ampullen) Tramadol-HCl, (LIQUEMIN N 10.000 Ampullen) Heparin.

Wegen Luftnot nach LOPRESOR i.v. Intubation und Bolusgabe von DHB/FENTANYL (danach Gabe mit Perfusor), Sekunden nach Bolusgabe Asystolie, bei Reanimation kaum Wirkung der hochdosierten Katecholamine, Tod.

 

Medikation 12jähriger: (DORMICUM 5 mg/1 ml Ampullen) Midazolam, (BAYPEN 0,5 g zur Injektion) Mezlocillin, (CERTOMYCIN 15 Ampullen) Netilmicin, (SUPRARENIN Ampullen) Adrenalin, (ARTERENOL 1:1.000 Ampullen) Noradrenalin, (DECADRON PHOSPHAT 4 mg Ampullen (AH)) Dexamethason, (LASIX 20 Injektionslösung) Furosemid.

Therapierefraktäre Hypotension nach Überdosis (3 mg statt 0,3 mg) von Midazolam, durch Flumazenil nicht zu behandeln; Tod nach 12 Tagen, im protrahierten Schock mit Herzmuskel-, Nieren- und Lebernekrosen, respiratorischer Insuffizienz, Herzkreislaufversagen.

 

Medikation: (DORMICUM 5 mg/1 ml Ampullen) Midazolam, (ADALAT 10 Kapseln) Nifedipin, (BUSCOPAN Injektionsflaschen) Butylscopolaminbromid.

1 Min. nach erfolgter Gastroskopie Atem- und Herzstillstand; sofortige Reanimation vergeblich; DD: reflektorischer Herzstillstand.

 

Medikation: (Histamin-Spermi(di)n u.a.-Rezeptur i.m.) Spermidin – Histamin – Mineralverbindungen, div. – Spermin, (REVITORGAN) Organextrakte, (DIGIMERCK 0,1 Tabletten) Digitoxin, (ARELIX MITE 3 Tabletten) Piretanid, (NEPRESOL Tabletten) Dihydralazin, (LOPIRIN 25 mg Tabletten) Captopril, (ISO-PUREN 40 RETARD Kapseln) Isosorbiddinitrat, (XYLOTOCAN Tabletten) Tocainid-HC, (MARCUMAR Tabletten) Phenprocoumon.

Nach Vorbehandlung mit rezepturmäßiger i.m.-Injektionslösung acht Tage nach Herztransplantation akute Abstoßung, Verdacht auf humorale Abstoßungsreaktion, Tod; bei Obduktion vergrößertes Herz mit ausgeprägten Ödemen

 

Medikation: (ISCADOR QU Ampullen) Mistelextrakt.

Dramatische Aktivierung des malignen Prozesses nach Behandlung mit dem Mistelextrakt ISCADOR (auf Wunsch des Patienten und seiner Angehörigen, trotz schriftlicher Aufklärung durch Hausarzt); Oligurie durch Kompression der Ureteren, Beckenvenenthrombose, Lungenembolie

 

Medikation: (NOVANTRON 20 mg/10 ml zur Injektion) Mitoxantron, (Pamidronsäure (INN)) Pamidronat, (Carvedilol (INN)) Carvedilol, (Clopidogrel (INN)) Clopidogrel.
Massive Diarrhöen, Bild einer Sepsis neun Monate nach sechsmonatiger Chemotherapie mit Mitoxantron; im Krankenhaus Diagnose einer akuten myeloischen Leukämie; trotz Notfallchemotherapie mit Cytarabin und Substitution mit Erythrozytenkonzentraten einen Monat später an inneren Blutungen verstorben

 

 

Medikation: (DIGIMERCK MINOR Tabletten) Digitoxin, (TOREM 10 Tabletten) Torasemid, (NORVASC 5 mg Tabletten) Amlodipin, (ZOLIM Tabletten) Mizolastin, (CORDAREX Tabletten) Amiodaron-HCl.

Im Langzeit-EKG zufällig dokumentierter Exitus durch Kammertachykardie/Kammerflimmern.

 

Medikation 39-Jährige: AURORIX Tabletten) Moclobemid, (DIHYDERGOT Tabletten (aH 7/02)) Dihydroergotaminmesilat, (TAXILAN Dragees 100 mg) Perazin, (AROTEN RETARD 75 mg Kapseln (aH 1/01)) Amitriptylin.

Nach erster Moclobemid-Einnahme “aufgedreht”, Herzklopfen; am zweiten Einnahmetag Gefühl “übermäßig anregender Wirkung”, Spannungsgefühl im Kopf; Wochenendurlaub; Patientin unruhig, kann nicht schlafen; nachts Suizidversuch durch Sturz in den Treppenhausschacht, zwei Tage darauf an Verletzungen verstorben

 

Medikation 47-Jähriger: AURORIX Tabletten) Moclobemid, (TAXILAN Dragees 25 mg)
Perazin.

Zunehmende Unruhe ohne ausreichende Depressionslösung, Suizid durch Strangulation.

 

Medikation 25-Jährige. AVALOX 400 mg Tabletten) Moxifloxacin.

Erbrechen, möglicherweise ungenügende Wirkung; Tod nach dreitägiger Anwendung vermutlich in Folge der Pneumonie.

 

Medikation 59-Jährige: (ARTEPARON Ampullen (aH)) Mucopolysaccharidpolysulfat, (MARCUMAR Tabletten) Phenprocoumon, (Famotidin (INN)) Famotidin.

Generalisierte Immunvaskulitis mit Fieber, vaskulitisartige Hauterscheinungen mit Petechien (histol. leukozytoklastische Hypersensibilitätsvaskulitis), zwei Wochen nach Injektion beginnendes Guillain-Barre-Syndrom (Tetraparese), in den folgenden Wochen vaskulitisbedingte Ileitis terminalis und nephrotisches Syndrom, Myositis; Virus-Serologie, ANA, ANCA, Anti-DNA, Basalmembran-AK negativ; Tod an Enterobacter-Sepsis nach immunsuppressiver Therapie (Prednisolon, Azathioprin).

 

Medikation 71-Jährige: (ARTEPARON Ampullen (aH)) Mucopolysaccharidpolysulfat, (PROCAIN RÖDLER 0.5%) Benzylalkohol – Prokain-HCl-Neuraltherapie – Natriumdisulfit.

Anaphylaktischer Schock mit tödlichem Ausgang.

 

Medikation 73-Jährige: (EMBOLEX NM Ampullen (aH 12/02)) Lidokain-HCl- Certoparin-Na – Dihydroergotaminmesilat , (FRAXIPARIN 0,3 Fertigspritzen) Nadroparin-Kalzium, (CARBOSTESIN) Bupivakain-HCl.

Dringender Verdacht auf sub- oder epidurale Blutung nach Spinalanästhesie, dadurch Cauda-Syndrom, Decubitus, Pneumonie; Patient verstorben.

 

Medikation 10-Jährige: (DUSODRIL Ampullen (aH 2/95)) Naftidrofuryl, (DUSODRIL PI zur Infusion (aH 6/95)) Naftidrofuryl.

Im Krankenhaus Infusion von Naftidrofuryl in verdünnter Lösung, am gleichen Tag beim niedergelassenen HNO-Arzt nach Injektion der Hälfte der beabsichtigten Dosis Kind aschfahl, Körper “gerät in unkontrollierte Zuckungen”, Atem- und Herzstillstand, Wiederbelebung mit Defibrillation, Einlieferung auf Intensivstation, Kind nach einwöchiger Intensivtherapie verstorben.

 

Medikation 23-Jähriger: (DECA-DURABOLIN 50 mg Ampullen) Nandrolon, (PROVIRON 25 mg Tabletten (aH 7/03)) Mesterolon, (NOLVADEX 10 Tabletten) Tamoxifen, (PPSB-KONZENTRAT (INN)) Blutgerinnungsfaktor X – Blutgerinnungsfaktor VII – Blutgerinnungsfaktor IX – Blutgerinnungsfaktor I,  (DIANABOL (Rußland)) Metandienon, (Choriongonadotropin, human (INN)) Choriongonadotropin, human, (Blutplasma (INN)) Blutplasma, (KYBERNIN HS 500 ANTITHROMBIN III) Antithrombin III.

Nach dreiwöchiger Einnahme von Metandienon und Anwendung von Nandrolon sowie zehntägiger Einnahme von Tamoxifen und Mesterolon wässriger Stuhl, Druckschmerz im Oberbauch, Übelkeit bei oder vor dem Essen, keine Lust mehr am Essen, dunkler Urin, Gelbverfärbung der Augen; durch Hausarzt veranlaßte Laboruntersuchungen: alkalische Phosphatase bis 266 U/l, gamma-GT bis 133 U/l, Bilirubin bis 30,9 mg/dl, GOT bis 953 U/l, GPT bis 2233 U/l, LDH bis 710 U/l, HBs-Antigen, HBe-Antigen und HBc-Antigen positiv; Weiteranwendung der Anabolika für etwa zwei (Metandienon und Nandrolon) bis drei (Tamoxifen und Mesterolon) Wochen, zusätzlich parenterale Anwendung von humanem Choriongonadotropin; drei Wochen nach Beginn der Beschwerden Absetzen jeglicher Anabolika; stationäre Einweisung auf Drängen der Familie; bei Aufnahme ausgeprägter Ikterus, Leberwerte weiterhin extrem erhöht; im EKG Zeichen einer mit Sportlerherz und Anabolika-Abusus zu vereinbarenden linksventrikulären Hypertrophie; sonographischer Befund vereinbar mit akuter Hepatitis; fulminante Hepatitis B, schwerer Verlauf wahrscheinlich toxischer Genese bei Anabolikaeinnahme; rasche Verschlechterung des Allgemeinzustandes, zwei Wochen nach Aufnahme hepatische Enzephalopathie, mäßiger perihepatischer Aszites, Gerinnungsstörung; Behandlung u.a. mit PPSB, Antithrombin-III-Konzentrat, Frischplasma; 16 Tage nach Aufnahme Verlegung auf Intensivstation, am selben Tag zunehmende Verwirrtheit, Bewußtlosigkeit, Leberausfallskoma, Intubation, Beatmung; einen Tag später computertomographisch generalisiertes Hirnödem, drohende Einklemmung; Verlegung in Universitätsklinik; wegen stark positivem Hepatitis-B-Antigen zunächst keine Lebertransplantation möglich, Tod.

 

Medikation 38-Jährige: (JONOSTERIL HL (aH 1987)) Natriumazetat – Magnesiumazetat – Natriumchlorid – Fruktose – Kaliumazetat – Kalziumazetat, (LAEVULOSE Infusion) Fruktose, (AMINOSTERIL KE) Exthoxzorutosid, Elektrolyte – Aminosäuren – Dexpanthenol – Vitamin B6 – Sorbitol, parenteral.

Massive Hypoglykämie, metabolische Azidose, Transaminasenanstieg, Tachykardie, Hypertonie, Anurie, Bewußtlosigkeit, Tod; Fruktoseintoxikation bei hereditärer Fruktoseintoleranz, Gerinnungssstörungen mit Schleimhautblutungen, Hypotonie, Temperaturabfall, kardiale Dekompensation.

 

(HAES-STERIL 6%) Natriumchlorid – Polyhydroxiethylstärke, Mw 200.000.

Tod unmittelbar nach Injektion.

 

Medikation: (ARTEPARON Ampullen (aH)) Mucopolysaccharidpolysulfat, (PROCAIN RÖDLER 0.5%) –Benzylalkohol – Prokain-HCl-Neuraltherapie – Natriumdisulfit.

Anaphylaktischer Schock mit tödlichem Ausgang.

 

Medikation: (NEBILET Tabletten) Nebivolol, (TRIAMTEREN/HCT AL Tabletten) Co-triamterzid, (Hydrochlorothiazid + Triamteren 1:2), (AKATINOL MEMANTINE Tabletten (aH 7/02)) Memantin-HCl.

Nach viertägiger Einnahme von Nebivolol abends gutes Befinden; zwei Tage später mit Schaum vor dem Mund tot aufgefunden; Verdacht auf akute kardiale Dekompensation mit Lungenödem durch Betablocker.

 

Medikation 65-Jährige: APRICAL Lösung) Nifedipin.

Bei RR 220/115 20 Tropfen APRICAL (lt. Beipackzettel), nach fünf Minuten Schwindel, Blutdruckabfall; Einweisung mit Notarzt, Patientin verstarb, nachdem RR nicht anzuheben war.

 

Medikation: (COROTREND RETARD Kapseln) Nifedipin, (DIGIMERCK 0,1 Tabletten) Digitoxin, (COLEB DURILES Tabletten) Isosorbidmononitrat, (DEXIUM 500 Kapseln) Kalziumdobesilat , (Insulin (INN)) Insulin.

Zwei Wochen nach Einnahmebeginn Unterschenkelödeme, eine Woche später akuter Myokardinfarkt, tödlich.

 

Medikation 70-Jährige: (URION Tabletten) Alfuzosin-HCl, (Nifedipin-Retard (INN)) Nifedipin.

Seit Beginn der Anwendung von Alfuzosin zusätzlich zu Nifedipin nach morgendlicher Einnahme Unwohlsein, Patient “habe sich hinlegen müssen”; nach knapp zweiwöchiger Einnahme plötzlich Luftnot im Liegen, kurz danach Pulslosigkeit von der Ehefrau festgestellt, Bewusstseinsverlust; nach einigen Minuten Schnappatmung, Zyanose, Asystolie, Abbruch der Reanimation nach 30 Minuten, Tod.

 

Medikation 45-Jährige: (BAYMYCARD Tabletten) Nisoldipin.

1/2 Stunde nach Einnahme toxisches Lungenödem, Tod.

 

Medikation: (NITROXOLIN FORTE Kapseln) Nitroxolin.

Nach dreitägiger Einnahme intensive Gelbverfärbung von Fingern und Kopfhaut; Tod einen Tag später unter dem Bild eines akuten Linksherzversagens; Sektion nicht erfolgt

 

Medikation 51-Jährige: (ALIVAL Tabletten (aH 1/86)) Nomifensin, (Metildigoxin (INN)) Metildigoxin, (THIAZID + TRIAMTEREN) Thiazid-Triamteren-Kombination.

Arthralgie, Fieber, Krankheitsgefühl; septisch-toxisch, foudroyant verlau- fendes irreversibles Kreislaufversagen; akuter LED mit generalisierter nekrotisierender Vaskulitis.

 

Medikation 40-Jähriger: (PSYTON Tabletten (aH 1/86)) Nomifensin – Clobazam.

Suizid

 

Medikation: (BARAZAN Tabletten) Norfloxacin, (Haloperidol (INN)) Haloperidol.

Einen Tag nach Einnahme akute Verstärkung von Unruhe, schwerste Wahnvorstellungen (“soll ermordet werden”); fortbestehende Symptomatik trotz Absetzen; nach sieben Tagen verlässt Patient unter dem Einfluss der Wahnvorstellungen die Station der Nervenklinik und wird 19 Tage später im Wald tot aufgefunden.

 

Medikation: (NOVALGIN 5 ml Ampullen) Metamizol-Natrium.

Panmyelophthise, Tod.

 

Medikation 10-Jähriger: (NOVALGIN Tropfen) Metamizol-Natrium, (ISOCILLIN Saft) Penicillin-V-Kalium, (VOMEX A FORTE Zäpfchen für Schulkinder) Dimenhydrinat.

Nach erster Einnahme von Metamizol und Penicillin-V-Kalium Erbrechen, wenige Stunden später Fieberanstieg von 39,3 auf 40,7 Grad Celsius, weiterhin Erbrechen, Kind “schnauft schlecht”, scheint zu phantasieren; Behandlung mit Dimenhydrinat-Zäpfchen und Wadenwickeln; Fieberrückgang auf 39,1 Grad Celsius, Wiederanstieg auf 40,3 Grad Celsius, kein Phantasieren; ca. acht Stunden nach erster Medikamenteneinnahme zweite Metamizoleinnahme; unmittelbar darauf bäumt sich das Kind auf, droht zu ersticken, Lippen dunkelblau, Mund nicht zu öffnen, daher Mund-zu-Nase-Beatmung durch den Vater; zwanzig Minuten später Eintreffen des Notarztes, Kind laut Eltern noch am Leben, laut Notarzt klinisch tot; erfolgloser Reanimationsversuch, laut Eltern mit Metamizol-Injektion, laut Notarzt kein venöser Zugang möglich, keine Metamizolgabe; Tod des Kindes; unmittelbar nach dem Tod rote Flecken am Körper des Mädchens bemerkt.

 

Medikation 59-Jährige: (BARALGIN M Ampullen (aH 7/01)) Metamizol-Natrium, (VIBRAVENÖS Ampullen) Doxycyclin.

Unmittelbar nach Injektion anaphylaktischer Schock, Status asthmaticus mit nachfolgendem Herz-Kreislauf-Stillstand, Apnoe, Koma, Wiederbelebungsmaßnahmen und notfallmäßige Klinikeinweisung, hypoxische Hirnschädigung, Verdacht auf apallisches Syndrom, Tod.

 

Medikation 19-Jähriger: (NOVALGIN Tabletten) Metamizol-Natrium.

Petechiale Blutungen, Tod.

 

Medikation 21-Jährige: (Metamizol (= Novaminsulfon) (INN)) Metamizol-Natrium, (VOLTAREN 100 Zäpfchen) Diclofenac-Na, (GELONIDA NA Zäpfchen für Erw. (aH 4/03)) Kodeinphosphat, Azetylsalizylsäure, Parazetamol.

Fulminante Pneumonie, Anbehandlung mit Erythromycin und O2, bei stat. Aufnahme 40 Grad rektal, über fünf Stunden rasch zunehmende Hypoxie, Atem- und Kreislaufstillstand, erfolglose Reanimation über 90 Minuten; Leukopenie 1100/ml, Tod.

 

Medikation 44-Jähriger: (NOVALGIN 2 ml Ampullen) Metamizol-Natrium.

Plötzlicher Herztod; Todesursache laut Sektionsbericht: anaphylaktischer Schock.

 

Medikation 21-Jährige: (NOVALGIN Tropfen) Metamizol-Natrium.

Verbrauchskoagulopathie.

 

Medikation 31-Jährige: NOVALGIN Tropfen) Metamizol-Natrium.

Foudroyante Sepsis, Thrombozytopenie, Leukopenie.

 

Medikation 48-Jähriger: (DOLO-NEUROBION (aH)) Vitamin B6, hoch dosiert -Metamizol-Natrium – Cyanocobalamin, hoch dosiert – Vitamin B1, hoch dosiert.

Nach stationärer Aufnahme wegen geplanter Allergentestung Behandlung von dort aufgetretenen Rückenschmerzen mit DOLO-NEUROBION; nach i.m.-Injektion anaphylaktischer Schock mit Luftnot, Zyanose, Bewußtlosigkeit; erfolglose Reanimation, Tod.

 

Medikation: (NOVALGIN Tropfen) Metamizol-Natrium, (MUSKEL TRANCOPAL Tabletten (aH 11/96)) Chlormezanon, (AMUNO 50 mg Kapseln (aH 12/02)) Indometazin, (FERRO SANOL Dragees) Eisen(II)-glycinsulfat.

Etwa 2 Mon. nach NOVALGIN- und MUSKEL TRANCOPAL-Therapie stat. Aufnahme mit Bizytopenie (Erythrozytopenie, Thrombozytopenie), HK 17%, Hb 5,7 g%, Erys 1,91 Mill./ul, Leukos 7.200/ul, Thrombos 10.000/ul, Sternalpunktat: fehlende Erythropoese, voll ausreifende Granulopoese, kein Hinweis auf lympho- oder myeloproliferative Erkrankung, Coombs-Test negativ, Thrombozyten-AK-Test ausstehend; unter Therapie mit Glukokortikoiden, Ery- und Thrombozytenkonzentraten rezidivierende Weichteil- und intestinale Blutungen, woran Pat. verstarb.

 

Medikation 51-Jährige: (NORGESIC Injektionslsg. (aH 1992)) Orphenadrinzitrat – Metamizol-Natrium – Lidokain-HCl , (CAPOZIDE 25 Tabletten) Captopril, Hydrochlorothiazid, (COROTREND 10 Kapseln (aH 10/02)) Nifedipin, (EUPHYLLIN CR 250 RETARD Kps (aH)) Theophyllinethylendiamin, (BRICANYL DURILES Tabletten) Terbutalinsulfat.

Schwerer Asthmaanfall mit sekundär bedingtem Herzstillstand.

 

Medikation: (BARALGIN) Metamizol-Natrium – Fenpiveriniumbromid – Pitofenon-HCl, (CIBALGIN COMPOSITUM N Zäpfchen) Propyphenazon, Kodeinphosphat.

Anaphylaktischer Schock mit letalem Ausgang.

 

Medikation 23-Jähriger: (NOVALGIN 2 ml Ampullen) Metamizol-Natrium – (ASPIRIN Tabletten) Azetylsalizylsäure, (PASPERTIN Tropfen) Metoclopramid, (ESBERITOX N Tabletten) Thujaextrakt – Indigowurzelextrakt – Echinacea-purpurea-Wurzelextrakt.

Epidermolysis acuta toxica LYELL? Schwere Darmblutungen, Verbrauchskoagulopathie, Sepsis, Schock, Tod.

 

Medikation 26-Jährige: (PYRIDIUM Dragees) Phenazopyridin-HCl, (TARIVID 200 Tabletten) Ofloxacin.

Anaphylaktische Reaktion, Symptome durch medikamentöse Therapie beherrschbar, einige Monate später Suizid.

 

Medikation 56-Jährige: (TARIVID 200 Tabletten) Ofloxacin, (Doxycyclin (INN)) Doxycyclin.

Patientin erscheint “überfröhlich”, einen Tag nach Abschluß der Ofloxacin-Therapie Halluzinationen (Vögelsehen) und Verwirrtheit, Depression, Suizidgefahr, eine Woche darauf stationäre Einweisung in psychiatrische Klinik, Diagnose: Halluzinatorische Psychose, Entlassung mit medikamentöser Therapie, Suizid durch Erhängen.

 

Medikation 42-Jährige: TARIVID 200 Tabletten) Ofloxacin, (APONAL 10 Dragees) Doxepin, (Penicillin G (INN)) Penicillin G.

Drei Tage nach der Einnahme von Ofloxacin Karzinom-Angst, Suizid unter Eindruck der Karzinom-Angst.

 

Medikation 72-Jähriger: (TARIVID 200 Tabletten) Ofloxacin, (ANVITOFF 250 mg Ampullen) Tranexamsäure, (ANVITOFF Kapseln) Tranexamsäure, (NOVOCAIN 1% Ampullen 2 ml) Prokain-HCl, (Kortisonazetat (INN)) Kortisonazetat.

Sieben Tage lang Gelenk- und Muskelschmerzen im Arm, einen Monat später vorübergehende Schwäche im Bein; Klinikaufnahme wegen Transaminasenerhöhung, Schwäche, Gewichtsverlust, Beinödem, zunehmende Adynamie und Phasen depressiver Verstimmung trotz günstiger Prognose des Non-Hodgkin-Lymphoms, Suizid durch Sturz vom Balkon aus dem 4. Stock

 

Medikation 52-Jähriger: (TARIVID 200 Tabletten) Ofloxacin.

Zwei Wochen nach Ofloxacin-Einnahme Äußerung von Selbstmordabsichten, nach einem Monat Vorstellung beim Psychiater, da seit drei Monaten rapide Verschlechterung des “körperlichen und seelischen Wohlbefindens”; Diagnose: Belastungsreaktion mit vorherrschender emotionaler Störung im “durchaus normalpsychologischen Bereich, Hinweise für eine angstneurotische Störung ergaben sich nicht”; eineinhalb Monate später Einweisung in die Psychiatrie, Diagnose: Endogene Depression, Suizid im Krankenhaus.

 

Medikation 60-Jähriger: (TARIVID 200 Tabletten) Ofloxacin.

Nach Einnahme von 2 Tbl. allgemeines Krankheitsgefühl, Kopfschmerzen, in der Nacht mehrfach kurzfristig Apnoe-Anfälle. Rasche Verschlechterung: akutes Nierenversagen, Transaminasenanstieg, respiratorische Azidose, Multiorganversagen, Verbrauchskoagulopathie.

 

Medikation 42-Jähriger: (TARIVID 200 Tabletten) Ofloxacin.

Petechiale Blutungen, transfusionsbedürftige Anämie, trotz intensiver Diagnostik bis auf kleine arterielle Blutung im Duodenum keine größere Blutungsquelle gefunden, Patient verstirbt 3 Monate nach Klinikaufnahme im hämorrhagischen Schock, Diagnose: thrombozytopenische Immunvaskulitis SCHÖNLEIN-HENOCH.

 

Medikation 72-JÄhrige: (SUPRAX 400 Tabletten) Cefixim, (DELIX 2,5 Tabletten) Ramipril, (Ofloxacin (INN)) Ofloxacin, (Co-trimoxazol (INN)) Co-trimoxazo, (DELIX 2,5 PLUS Tabletten) Hydrochlorothiazid, Ramipri.l

Mangelnder Appetit, Übelkeit, Erbrechen, Gelbfärbung der Haut, stark reduzierter Allgemeinzustand nach mehrmonatiger Einnahme von Ramipril und nach Behandlung mit zunächst Cefixim, dann mit Ofloxacin; bei Krankenhausaufnahme wegen inzwischen eine Woche anhaltender Beschwerden, am dritten Tag der Einnahme von Ofloxacin, Haut massiv exsikkiert; im Abdomensonogramm perihepatischer perisplenischer Aszites; starke Schwäche, Somnolenz, Bilirubin 10,6 mg/dl, GOT 676 U/l, GPT 733 U/l, LDH 681 U/l; bei Verdacht auf toxisch/arzneimittelbedingtes Leberversagen Behandlung mit Kortison, Vitamin K, Azetylzystein und Frischplasma; trotz intensivmedizinischer Behandlung keine Stabilisierung; Tod.

 

Medikation: (TARIVID i.v. 200) Ofloxacin, (TARIVID 200 Tabletten) Ofloxacin, (BRONCHORETARD 350 Kapseln) Theophyllin, (URBASON 40 Tabletten) Methylprednisolon, (ZANTIC 300 Tabletten) Ranitidin, (LANITOP E Tabletten) Metildigoxin, (ISOPTIN 80 mg Dragees) Verapamil-HCl, (RIOPAN Gel (aH 4/98)) Magaldrat, (DYTIDE H Tabletten) Co-triamterzid,  (Hydrochlorothiazid + Triamteren 1:2), (CALCIPARIN 0.2 ml Fertigspritzen)
Heparin.

Klinikaufnahme wegen schwerer respiratorischer Partialinsuffizienz, depressive Verstimmung im Sinne einer reaktiven Depression, 11 Tage später Aufnahme in Ofloxacin i.v.-Studie, nach 6 Tagen Umsetzung auf orale Ofloxacin-Therapie; einen Tag später Tod nach Sturz vom Balkon, vermutlich Suizid.

 

Medikation 54-Jähriger: (ZYPREXA 10 mg Tabletten) Olanzapin, TIMONIL 300 RETARD Tabletten) Carbamazepin, (TAVOR 1,0 Tabletten) Lorazepam, (HALDOL-JANSSEN 5 mg Tabletten) Haloperidol, (Azetylsalizylsäure per os (INN)) Azetylsalizylsäure, (CORANGIN 40 mg RETARD Tabletten) Isosorbidmononitrat, (DYTIDE H Tabletten) Co-triamterzid, (Hydrochlorothiazid + Triamteren 1:2).

Nach mehrwöchiger Einnahme von Olanzapin Herz- und Atemstillstand, notärztliche Reanimation erfolglos, Tod; möglicherweise Herzrhythmusstörungen durch Olanzapin, eventuell in Verbindung mit Carbamazepin?

 

Medikation 19-Jähriger: (ZYPREXA 10 mg Tabletten) Olanzapin.

Nach Rückfall wegen Non-Compliance trotz Dosiserhöhung Suizid, Patient verheimlichte halluzinatorisches Erleben und Suizidvorbereitungen, mitursächlich möglicherweise verzögerter Wirkeintritt von Olanzapin.

 

Medikation: (ANTRA i.v. (aH 10/94)) Omeprazol, (ANTRA 20 mg Kapseln (aH 4/99)) Omeprazol.

Isolierte Leukozytendepression, Leukozyten nicht mehr meßbar, Tod.

 

Medikation 56-Jähriger: (ANTRA 20 mg Kapseln (aH 4/99)) Omeprazol.

Thrombozytopenie bis 8000/ul mit tödlichem Ausgang.

 

Medikation 41-Jährige: (ANTRA 20 mg Kapseln (aH 4/99)) Omeprazol.

Bei erneuten Ulkusbeschwerden nach Gastroskopie mit negativer Biopsie, Behandlung mit Omeprazol (ANTRA) über einige Wochen, danach weitere Gastroskopie mit positivem Befund: Margenkarzinom und Exitus.

 

Medikation: (ANTRA 20 mg Kapseln (aH 4/99)) Omeprazol , (PASPERTIN Tropfen) Metocloprami.

Akuter, tödlich verlaufender Myokardinfarkt im Vorderwandbereich mit typischen EKG-Veränderungen und kardiogenem Schock sowie bradykardem Pumpversagen bei bislang klinisch völlig asymptomatischem Pat. unter Therapie eines in guter Abheilung befindlichen Rezidiv-Ulcus duodeni (bei stat. Aufnahme 16 Tage vor Herzinfarkt unauffälliges Ruhe-EKG).

 

Medikation 58-Jährige: (PEROXINORM 4 mg zur Injektion (aH 7/94)) Orgotein.

Während des Narkoseeingriffs der PEROXINORM-Harnblasen-Instillation Herzstillstand. Trotz Wiederbelebungsmaßnahmen Exitus an pulmonalen Komplikationen einige Tage später ohne Wiedererlangung des Bewußtseins. Sektion erbrachte keine den plötzlichen Tod erklärenden Befunde.

 

Medikation 62-Jähriger: PEROXINORM 8 mg zur Injektion (aH 7/94)) Orgotein.

Schock; ca. 10-15 Minuten nach intrafokaler Injektion Kollaps und Atemstillstand, Wiederbelebung sofort eingeleitet, Mithilfe durch Notarzt frustran, Tod.

 

Medikation 22-Jährige: (POR 8 SANDOZ) Ornipressin.

Tod nach Schock (Vasokonstriktion oder pseudoallergisch).

 

Medikation 27-Jährige: (POR 8 SANDOZ) Ornipressin, (SCANDICAIN 0,5% Ampullen 5 ml) Mepivakain-HCl.

20 Minuten nach Anwendung Herzkreislaufzwischenfall und Schock, erster Herzstillstand, auf Intensivstation Koma, Lungenödem, zweiter Herzstillstand, Tod trotz Herzmassage u.a. Reanimationsmaßnahmen.

 

Medikation 51-Jährige: NORGESIC Injektionslsg. (aH 1992)) Orphenadrinzitrat – Metamizol-Natrium – Lidokain-HCl, (CAPOZIDE 25 Tabletten) Captopril, Hydrochlorothiazid, (COROTREND 10 Kapseln (aH 10/02)) Nifedipin, (EUPHYLLIN CR 250 RETARD Kps (aH))
Theophyllinethylendiamin, (BRICANYL DURILES Tabletten) Terbutalinsulfat.

Schwerer Asthmaan- fall mit sekundär bedingtem Herz- stillstand

 

Medikation 68-Jähriger: (ELOXATIN 100 mg Trockensubstanz) Oxaliplatin, (Folinsäure (INN)) Folinsäure, (Fluorouracil (INN)) Fluorouracil, (Molsidomin (INN)) Molsidomin, (Bisoprolol (INN)) Bisoprololfumarat, (ISOKET RETARD 120 Kapseln), Isosorbiddinitrat, (Nitrendipin (INN)) Nitrendipin, (GODAMED 100 TAH Tabletten) Azetylsalizylsäure.

Einen Monat nach Beginn der wöchentlichen Behandlung mit Oxaliplatin zusätzlich zur bereits zuvor bestehenden Behandlung mit Fluorouracil und Folsäure Kolitis mit Diarrhö dritten bis vierten Grades; nach intensivmedizinischer parenteraler Therapie und Flüssigkeitsubstitution vorübergehende Stabilisierung; fünf Tage später im Rahmen der bestehenden Immunschwäche Sepsis; Tod im septischen Schock.

 

Medikation: (Pamaquin (INN)) Pamaquin.

Einige Tage nach Einnahme akutes GUILLAIN-BARRE-Syndrom, Patient tetraplegisch, kontrollierte Beatmung, Tod.

 

Medikation 3-Monae alt: (PAVULON Ampullen (Niederlande)) Pancuronium.

Bradykardie und Herzstillstand nach Injektion über ZVK, Tod.

 

Medikation 62-Jähriger: (MUSKEL TRANCOPAL COMPOSITUM Zäpf.(11/96)) Chlormezanon – Parazetamol.

Am ersten Einnahmetag Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Sehstörungen in Form von Doppelbildern, Brechreiz; einen Tag später Klinikaufnahme, Verdacht auf aseptische Meningitis; vier Tage nach Einnahme GOT 55 U/l, GPT 59 U/l, gamma-GT 146 U/l, alkalische Phosphatase 254 U/l, Bilirubin 8,4 mg/dl, Lipase 1008 U/l, Kreatinin 5,5 mg/dl, Harnstoff 148 mg/dl, c-reaktives Protein 174 mg/l, Leukozyten 14300/ul, Thrombozyten 39000/ul, Blutzucker nüchtern 265 mg/dl, Natrium 132 mval/l, Kalium 3,3 mval/l, Kalzium 2,0 mval/l, Oligurie, zunehmende Niereninsuffizienz, Thrombopenie, cholestatische Hepatose, Pankreatitis, Verlegung in Universitätsklinik, Patient verstorben.

 

Medikation 62-Jähriger: (MUSKEL TRANCOPAL COMPOSITUM Zäpf.(11/96)) Chlormezanon – Parazetamol.

Am ersten Einnahmetag Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Sehstörungen in Form von Doppelbildern, Brechreiz; einen Tag später Klinikaufnahme, Verdacht auf aseptische Meningitis; vier Tage nach Einnahme GOT 55 U/l, GPT 59 U/l, gamma-GT 146 U/l, alkalische Phosphatase 254 U/l, Bilirubin 8,4 mg/dl, Lipase 1008 U/l, Kreatinin 5,5 mg/dl, Harnstoff 148 mg/dl, c-reaktives Protein 174 mg/l, Leukozyten 14300/ul, Thrombozyten 39000/ul, Blutzucker nüchtern 265 mg/dl, Natrium 132 mval/l, Kalium 3,3 mval/l, Kalzium 2,0 mval/l, Oligurie, zunehmende Niereninsuffizienz, Thrombopenie, cholestatische Hepatose, Pankreatitis, Verlegung in Universitätsklinik, Patient verstorben.

 

Medikation 75-Jähriger: TAGONIS Tabletten) – Paroxetin, (DELIX 1,25 Kapseln (aH)) Ramipril.

Stationäre Aufnahme wegen doppelseitiger atypischer Pneumonie, trotz Behandlung mit Antibiotika und Kortison (unter der Vorstellung einer arzneimittelinduzierten exogenen allergischen Alveolitis) verstarb der Patient an kardio-respiratorischer Insuffizienz, Sektion: massive interstitielle Lungenfibrose.

 

Medikation: BETARELIX Tabletten) Piretanid – Penbutololsulfat.

Suizid durch Erhängen am zweiten Tag der Einnahme

 

Medikation: (BETARELIX Tabletten) Piretanid – Penbutololsulfat.

Plötzlicher Herztod kurz nach Einnahme (DD: erneute Lungenembolie)

 

Medikation 7-Jähriger: (COVERSUM 4 mg Tabletten) Perindopril erbumin, (BELNIF RETARD Kapseln) Nifedipin, Metoprolol , (RULID Tabletten) Roxithromycin.

Wegen akuter Verschlechterung einer Lungenentzündung mit Zyanose und Verwirrtheit stationäre Einweisung; trotz intensiver Behandlung mit Sauerstoffbeatmung verstarb der Patient am 21. Nov. 1992 an akutem Lungenversagen; nach telefonischer Auskunft der behandelnden Ärzte handelte es sich um einen fibrosierenden Lungenprozeß mit Anzeichen für eine lymphoproliferative Erkrankung; im Obduktionsbericht wird am “ehesten” eine beginnende chronisch-myeloische Leukämie vermutet.

 

Medikation 62-Jährige: (SPALT Tabletten (aH)) Phenazonsalizylat – Salizylamid – Benzylmandelat – Koffein.

Akute Agranulozytose. zwei Wochen vor stationärer Aufnahme Einnahme von SPALT Tabletten wegen Kopfschmerzen, danach Fieber, Lungenentzündung; Komplikation: Herz-Kreislaufstillstand zwei Tage nach stat. Aufnahme mit erfolgreicher Reanimation; maschinelle Beatmung notwendig; Patientin starb neun Tage nach stationärer Aufnahme.

 

Medikation 44-Jährige: (COMITAL L (aH)) Phenobarbital – Methylphenobarbital – Phenytoin.

Nach Dauereinnahme adenopapilläres Bronchialkarzinom; Tod.

 

Medikation 49-Jähriger: MARCUMAR Tabletten) Phenprocoumon, (TAVOR 1,0 Tabletten) Lorazepam, (ISOPTIN 80 mg Dragees) Verapamil-HCl, (DYTIDE H Tabletten) Co-triamterzid, (Hydrochlorothiazid + Triamteren 1:2), (KALINOR Brausetabletten) Kaliumbikarbonat – Kaliumzitrat.

Zunächst geringer, am folgenden Tag starker Durchfall, Tod.

 

Medikation 74-Jährige: MARCUMAR Tabletten) Phenprocoumon, (NOVODIGAL Tabletten) Beta-Azetyldigoxin, (COR TENSOBON Tabletten) Captopril.

Hirnstammblutung unter MARCUMAR mit tödlichem Ausgang.

 

Medikation 68-Jährige: (MARCUMAR Tabletten) Phenprocoumon.

Hirnblutung mit Ventrikeleinbruch, Quick bei Aufnahme 8 %, Tod.

 

Medikation 60-Jähriger: (MARCUMAR Tabletten) Phenprocoumon.

Tödliche Subduralblutung, keine kritische Gerinnungsstörung (Quick 13-30%), irreversibler Hirnschaden, Nullinien-EEG.

 

Medikation 66-Jähriger: (MARCUMAR Tabletten) Phenprocoumon, (ASPIRIN Tabletten) Azetylsalizylsäure, (Doxycyclin (INN)) Doxycyclin, (NOVODIGAL Tabletten) Beta-Azetyldigoxin, (LOPIRIN 25 mg Tabletten) Captopril.

massive intrazere- brale Blutung, TPZ- Abfall, Tod

 

Medikation 68-Jähriger: AMBENE COMP.Doppelampullen (aH 12/02)) Cyanocobalamin, hoch dosiert – Phenylbutazon – (ALEXAN zur Injektion 2 ml (aH 2/03)) – Cytarabin, (PEROXINORM 4 mg zur Injektion (aH 7/94)) Orgotein.

Akute myeloische Leukämie festgestellt während “Behandlung mit unbegreiflicher Vielzahl” von AMBENE- Injektionen ab Oktober 90, im Laufe des Jahres 1991 31 Infiltrationen mit Orgotein (PEROXINORM) paravertebral; Tod am 13.11.91 an Herzversagen (Kammerflimmern, Asystolie), vermutlich ausgelöst durch frischen Myokardinfarkt (CK 137 U/l) in vorangehender Woche Behandlung mit Cytarabin (ALEXAN); wegen der Leukämie konnte das Grundleiden des Patienten nicht wie üblich behandelt werden.

 

Medikation 44-Jährige: COMITAL L (aH)) Phenobarbital – Methylphenobarbital – Phenytoin.

Nach Dauereinnahme adenopapilläres Bronchialkarzinom; Tod

 

Medikation 83-Jährige: (NOOTROP Ampullen 15 ml) Piracetam, (TENSOBON 25 Tabletten) Captopril , (SIBELIUM Kapseln) Flunarizin, (TEBONIN FORTE Tabletten) Ginkgo-bilobaextrakt

Eine dreiviertel Stunde nach Beginn der Infusion von Piracetam generalisierter Krampfanfall, Bradykardie, Apnoe; Reanimation; Tod fünf Tage später an Herzkreislaufstillstand bei hypoxischem Hirnschaden.

 

Medikation: (BETARELIX Tabletten) Piretanid – Penbutololsulfat.

Suizid durch Erhängen am zweiten Tag der Einnahme

 

Medikation: (BETARELIX Tabletten) Piretanid , Penbutololsulfat.

Plötzlicher Herztod kurz nach Einnahme.

 

Medikation: FELDEN 20 mg Zäpfchen) Piroxicam, (TRI.-THIAZID STADA Tabletten) Co-triamterzid (Hydrochlorothiazid + Triamteren 1:2), (TEBONIN RETARD) Ginkgo-biloba-Extrakt (HYDERGIN SPEZIAL Tabletten) Dihydroergotoxinmesilat.

Akutes Nierenversagen

 

Medikation: (BARALGIN) Metamizol-Natrium – Fenpiveriniumbromid – Pitofenon-HCl, (CIBALGIN COMPOSITUM N Zäpfchen) Propyphenazon – Kodeinphospha.- Anaphylaktischer Schock mit letalem Ausgang.

 

Medikation: (TISSUCOL-Kit 0,5) Thrombin – Kalziumchlorid – Fibrinogen – Aprotinin – Plasmafibronectin – Plasminogen – Blutgerinnungsfaktor XIII.

Mutmaßlicher anaphylaktischer Schock mit Todesfolge nach lokaler Injektion von TISSUCOL in ein Aneurysma spurium; durch Obduktion alternative Todesursachen weitestgehend ausgeschlossen.

 

Medikation: (TISSUCOL-Kit 0,5) Thrombin – Kalziumchlorid – Fibrinogen – Aprotinin – Plasmafibronectin – Plasminogen – Blutgerinnungsfaktor XIII.

Mutmaßlicher anaphylaktischer Schock mit Todesfolge nach lokaler Injektion von TISSUCOL

 

Medikation 58-Jähriger: (DIGIMERCK Dragees (aH)) Digitoxin, (PRES 5 mg Tabletten) Enalaprilmaleat, (LASIX 40 mg Tabletten) Furosemid, (CORVATON RETARD 8 mg Tabletten)
Molsidomin, (SOTALEX MITE Tabletten) Sotalol-HCl, (DYTIDE H Tabletten) Co-triamterzid, (Hydrochlorothiazid + Triamteren 1:2), (Plazebo (INN) Plazebo

In sog. “Run-in-Phase” erhielt der Pat. 2x Lisinopril-Plazebo; vier Medikamente wurden abgesetzt (medikamentöse Basistherapie); unter Plazebo und stark reduzierter Basistherapie gestorben.

 

 

Medikation 54-Jährige: AETHOXYSKLEROL KREUSSLER 1%) Polidokanol.

Tod innerhalb von 15 Minuten infolge allergischen Schocks nach erfolgloser Schock-Therapie

 

Medikation: HAES-STERIL 6%) Natriumchlorid – Polyhydroxiethylstärke, Mw 200.000

Tod unmittelbar nach Injektion.

 

Medikation: RHEOHES Infusionslösung) Polyhydroxiethylstärke, Mw 70.000

Ca. 30 Minuten nach einstündiger Infusion berichtet Patientin, daß ihr “schlecht” werde, kurz darauf Herz-Kreislaufstillstand, Tod in der Praxis trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen, vermutlich akutes Rechtsherzversagen, keine Obduktion, keine Zeichen einer akuten Linksherzdekompensation, kein Anhalt für Schockgeschehen aufgrund einer Allergie

 

Medikation 18-Jährige: (NEO-GILURYTMAL Tabletten) Prajmaliumbitartrat, (DOPPEL SPALT (aH)) Bucetin – Propyphenazon – Metamizol-Natrium – Benzylmandelat – Koffein.

Suizid nach Einnahme von ca. 20 Tabletten Prajmaliumbitartrat und ca. 20 Tabletten DOPPEL SPALT.

 

Medikation 43-Jährige: SOLU-DECORTIN H 250 zur Injektion) Prednisolon.

Minuten nach Injektion Anaphylaxie: Atem- und Kreislaufstillstand mit Reanimation, Beatmung auf Intensivstation.

 

Medikation: (VIOXX 25 mg Tabletten) Rofecoxib, (PREDNISOLON 5 mg Tabletten) Prednisolon, (Azetylsalizylsäure (INN)) Azetylsalizylsäure.

Nach Dauereinnahme von Rofecoxib, Azetylsalizylsäure und Prednisolon akutes Hämatinerbrechen; Tod am selben Tag im Blutungsschock.

 

Medikation: (Diclofenac (INN) parenteral) Diclofenac-Na, (DEXA-PHLOGONT Ampullen (a.H. 7/91))  Lidokain-HCl – Dexamethason – Prednisolon – Cyanocobalamin, hoch dosiert.

Etwa acht Stunden nach Injektion von Diclofenac und DEXA-PHLOGONT gemischt unklarer Tod während des Schlafs

 

Medikation: (DECORTIN H 50 Tabletten) Prednisolon, (TETANOL Fertigspritzen (aH 10/02)) Tetanus-Impfstoff, (BEROTEC 200 Dosieraerosol (aH 1/01)) Fenoterol-HBr-Inhalat, (BROMUC 200 mg Granulat) Azetylzystein, (AMOXYPEN 500 mg Tabletten) Amoxicillin, (BRONCHORETARD 350 Kapseln) Theophyllin, (BRONCHOPARAT i.v.) Theophyllin, (INHACORT Dosieraerosol (aH 12/02)) Flunisolid-Inhala, (ATROVENT LS 0,025% Lösung) Ipratropiumbromid-Inhalat, (MONO-EMBOLEX NM Ampullen) Certoparin-Na, (BRICANYL Dosieraerosol (aH 1/01)) Terbutalinsulfat-Inhalat, (MAALOX) Magnesiumhydroxidgel,
Aluminiumhydroxidgel, (TETAGAM 250 I.E. i.m.) Tetanus-Immunglobulin, (PASPERTIN Tropfen) Metoclopramid, (ZANTIC Ampullen) Ranitidin, (PASPERTIN 10 mg/2 mg Ampullen) Metoclopramid, (PROSTIGMIN Ampullen) Neostigmin, (BEPANTHEN Ampullen (aH 12/02)) Dexpanthenol, hoch dosiert, (LIQUIDEPUR Flüssigkeit) Sennoside – Kümmelöl – Anisöl, (ANTRA i.v. (aH 10/94)) Omeprazol, (LASIX 20 Injektionslösung) Furosemid, (HUMANALBUMIN 20% CURASAN Inf. Lsg.) Humanalbumin, (ATOSIL 25 mg Tabletten) Promethazin-HCl, (DIPIPERON Tabletten) Pipamperon, (SULTANOL Fertiginhalat Ampullen) Salbutamol-Inhalat, (Rizinusöl (INN)) Rizinusöl.

Medikamenteninduzierte Vaskulitis, Kolitis, Pankreatitis, Glomerulonephritis mit Bild einer Purpura-Schönlein-Henoch; zunächst Besserung der Bronchopneumonie sowie der exazerbierten chron. Bronchitis unter antiasthmatischer und antibiotischer Behandlung. Da keine ausreichende Besserung ab dem 13. Tag nach stat. Aufnahme, Gabe von 50 mg DECORTIN H. Zunächst 50 mg in absteigender Dosierung; deutlicher Rückgang der Bronchospastik. Am 21. Tag Schwellung des li. Handgelenkes, ein Sturz war nicht in Erfahrung zu bringen, radiologisch keine Fraktur. Am 22. Tag auf dem Handrücken, später disseminiert ausgedehnt auf das übrige Integument fleckiges, stark konfiguriertes Erythem mit scharfer Begrenzung und livider Verfärbung. Außerdem zeitweise Übelkeit und Erbrechen, ab 24. Tag Subileuszustand; Anstieg der Retentionswerte, des Bilirubin, der Lipase und Amylase und des Serumkaliums, vermutet wird eine allergische Vaskulitis, das zuletzt eingeführte Medikament war DECORTIN; ab 28. Tag Gabe von URBASON FORTE 1 g i.v./die in ausschleichender Dosierung, daraufhin Rückgang der Diarrhoe und Stabilisierung des zunächst auf 8 g/dl abfallenden Hb’s, Lipase und Amylase ebenfalls rückläufig; subjektive Besserung, Nahrungszufuhr schwierig; zusehends Flüssigkeitseinlagerung, größere Pleuraergüsse, außerdem Aszites; aufgrund der Vaskulitis Nekrosen über beiden Achillessehnen, links Phlegmone; Gabe von STAPHYLEX; auch keine Stabilisierung unter parenteraler Ernährung und Humanalbumin; trotz Furosemidgabe zunehmende Plusbilanz, erneuter Anstieg der Retentionswerte. Im Urin massiv Eiweiß und Erythrozyten. SDS-Page-Elektrophorese: Bild einer selektiv glomerulären Proteinurie; nach zwei Monaten Tod mit dem Bild eines Herz-Kreislauf- und Nierenversagens; bei Sektion keine Veränderungen von Darm und Haut nachweisbar; somit wird von Reversibilität der Vaskulitis unter hochdosierten Kortikoiden ausgegangen.

 

Medikaiton 22-Jährige: (TAVEGIL Ampullen) Clemastin, (SOLU-DECORTIN H 50 Ampullen) Prednisolon.

Nach i.v.-Gabe Unwohlsein, Kopfschmerzen, zwei Minuten nach Prednisolon i.v. Hyperventilation, Tachykardie, Kammerflimmern, Tod.

 

Medikation: (ARTEPARON Ampullen (aH)) Mucopolysaccharidpolysulfat, (PROCAIN RÖDLER 0.5%)Benzylalkohol – Prokain-HCl-Neuraltherapie – Natriumdisulfit.

Anaphylaktischer Schock mit tödlichem Ausgang.

 

Medikation: (RYTMONORM 150 Tabletten) Propafenon-HCl.

Kammerflimmern, Tod.

 

Medikation 4-Jährig: (RYTMONORM 10 mg Dragees f. Kdr.) Propafenon-HCl.

Tödlich verlaufende Intoxikation, nachdem sich das Kind selbst eine unbekannte Menge von RYTMONORM zugeführt hat

 

Medikation: (ANTEPAN 200 Ampullen) Protirelin, (MODURETIK Tabletten) Hydrochlorothiazid, Amilorid-HCl, (ADALAT 10 Kapseln) Nifedipin, (TENORMIN 50 Tabletten) Atenolol, (ISO MACK 20 mg Tabletten (aH)) Isosorbiddinitrat.

5 Min. nach i.v.-Inj. Übelkeit, Schwindel, dann starke Angina pectoris; im EKG nach 15 Min. großer Vorwandinfarkt; kardiogener Schock – Exitus.

 

Medikation 48-Jähriger: (DOLO-NEUROBION (aH)) Vitamin B6, hoch dosiert – Metamizol-Natrium – Cyanocobalamin, hoch dosiert – Vitamin B1, hoch dosiert.

Nach stationärer Aufnahme wegen geplanter Allergentestung Behandlung von dort aufgetretenen Rückenschmerzen mit DOLO-NEUROBION; nach i.m.-Injektion anaphylaktischer Schock mit Luftnot, Zyanose, Bewußtlosigkeit; erfolglose Reanimation, Tod.

 

Medikation: (SUPRAX 400 Tabletten) Cefixim, (DELIX 2,5 Tabletten) Ramipril, (Ofloxacin (INN)) Ofloxacin, (Co-trimoxazol (INN)) Co-trimoxazol, (DELIX 2,5 PLUS Tabletten) Hydrochlorothiazid – Ramipril.

Mangelnder Appetit, Übelkeit, Erbrechen, Gelbfärbung der Haut, stark reduzierter Allgemeinzustand nach mehrmonatiger Einnahme von Ramipril und nach Behandlung mit zunächst Cefixim, dann mit Ofloxacin; bei Krankenhausaufnahme wegen inzwischen eine Woche anhaltender Beschwerden, am dritten Tag der Einnahme von Ofloxacin, Haut massiv exsikkiert; im Abdomensonogramm perihepatischer perisplenischer Aszites; starke Schwäche, Somnolenz, Bilirubin 10,6 mg/dl, GOT 676 U/l, GPT 733 U/l, LDH 681 U/l; bei Verdacht auf toxisch/arzneimittelbedingtes Leberversagen Behandlung mit Kortison, Vitamin K, Azetylzystein und Frischplasma; trotz intensivmedizinischer Behandlung keine Stabilisierung; Tod

 

Medikation: TAGONIS Tabletten) Paroxetin, (DELIX 1,25 Kapseln (aH)) Ramipril.

Stationäre Aufnahme wegen doppelseitiger atypischer Pneumonie, trotz Behandlung mit Antibiotika und Kortison (unter der Vorstellung einer arzneimittelinduzierten exogenen allergischen Alveolitis) verstarb der Patient an kardio-respiratorischer Insuffizienz, Sektion: massive interstitielle Lungenfibrose.

 

Medikation: (DELIX 2,5 Kapseln (aH 7/94)) Ramipril, (DELIX 1,25 Kapseln (aH)) Ramipril, (DURANIFIN 5 Kapseln) Nifedipin, (DYTIDE H Tabletten) Co-triamterzid (Hydrochlorothiazid + Triamteren 1:2).

Nach 6 Behandlungstagen apoplektischer Insult; Synkope bei Schock; Kreatininanstieg; Tachyarrhythmie, mit HAES 6% und AKRINOR stabilisiert, 2 Tage später Ramipril abgesetzt; Tod infolge protrahierten Herz-Kreislauf-Versagens nach einem Monat.

 

Medikation 73-Jährige: DELIX 2,5 Kapseln (aH 7/94)) Ramipril, (BROMUC 100 mg Granulat (aH 4/03)) Azetylzystein, (LASIX 40 mg Tabletten) Furosemid, (ADALAT 10 Kapseln) Nifedipin.

Apoplektischer Insult mit Hemiparese führte zum Exitus nach acht Behandlungstagen.

 

Medikation 66-Jährige: (ZANTIC Tabletten) Ranitidin, (LOPIRIN 25 mg Tabletten) Captopril, (SAROTEN Ampullen) Amitriptylin.

Agranulozytose mit afebriler globaler Pneumonie, Tod.

 

Medikation 48-Jährige: Rifampicin (INN)) Rifampicin, (Isoniazid (=INH) (INN))  Isoniazid.
(Ethambutol (INN)) Ethambutol.

Akute gelbe Leberdystrophie bei vorbestehender Leberzellverfettung, Bilirubin und alkalische Phosphatase erhöht, Ammoniak; Tod.

 

Medikation: ACTONEL 5 mg Tabletten) Risedronat-Na, (PARACETAMOL COMP. STADA Tabletten) Co-codamol (Parazetamol + Kodeinphosphat 500:30), (NOVAMINSULFON) Metamizol-Natrium, (ACENORM HCT 50/25 Tabletten) Captopril, Hydrochlorothiazid, (ÖDEMASE 40 mg Tabletten) Furosemid, Nach mehrmonatiger Einnahme von Risedronsäure zusätzlich zu Parazetamol und Metamizol Ulkus duodeni mit massiver Blutung; nach Behandlung mit Omeprazol beschwerdefrei; rund sechs Wochen später Rezidiv des Ulcus duodeni mit unstillbarer Blutung; an Blutung verstorben

 

Medikation 38-Jährige: (ZERIT 40 mg Kapseln) Stavudin, (CRIXIVAN 400 mg Kapseln) Indinavir, (VIDEX 400 mg Kapseln) Didanosin, (NORVIR 100 mg Kapseln) Ritonavir.

Während gleichzeitiger Einnahme von Stavudin, Indinavir, Didanosin und Ritonavir Hypertriglyzeridämie von mehr als 600 mg/dl; zweieinhalb Wochen später nekrotisierende Pankreatitis, Laktatazidose, vier Tage später Tod in Folge Kreislaufversagens.

 

Medikation: (EXELON 1,5 mg Kapseln) Rivastigmin.

Nach mehrmonatiger Einnahme von Rivastigmin stationäre Aufnahme wegen Oberbauchschmerzen; klinische Diagnose einer Pankreatitis; in der darauffolgenden Nacht tot im Bett aufgefunden; Diagnose nach Obduktion: hochgradige hämorrhagisch-nekrotisierende Pankreatitis, obturierender Thrombus in den Venae portae et lienalis, blutiger Aszites, Tod in Folge Herz- und Kreislaufversagens bei hämorrhagisch-nekrotisierender Pankreatitis.

 

Medikation: (VIOXX 12,5 mg Tabletten) Rofecoxib, (Captopril (INN)) Captopril, (VALORON N RETARD 50/4 mg Tabletten) Tilidin-HCl, Naloxon-HCl, (VOMEX A RETARD Kapseln N) Dimenhydrinat, (TRENANTONE zur Injektion (aH 10/02)) Leuprorelin.

Nach etwa vierwöchiger Einnahme von Rofecoxib nächtliche Dyspnoe; einige Tage später auch Ruhedyspnoe am Tag, beidseitige Pleuraergüsse; progrediente Zustandsverschlechterung; nach Pleurapunktion im Krankenhaus und Absetzen von Rofecoxib kein Nachlaufen der Ergüsse, jedoch zunehmende Dyspnoe; Tage später Tod in Folge Herz-Kreislauf-Dekompensation

 

Medikation: (RULID Tabletten) Roxithromycin, (ELOBACT 500 Tabletten) Cefuroximaxetil, (CORVATON RETARD 8 mg Tabletten) Molsidomin, (NAFTILONG RETARD Kapseln) Naftidrofuryl , (MODU-PUREN Tabletten (aH)) Amilorid-HCl, Hydrochlorothiazid, (Nifedipin (INN)) Nifedipin, (Beta-Azetyldigoxin (INN)) Beta-Azetyldigoxin, (DEPOT-H 15-INSULIN HOECHST (aH 1999)) Insulin human. (AKINETON Tabletten) Biperiden, (GLIBENHEXAL 3.5 Tabletten) Glibenclamid, (URIPURINOL 300 Tabletten) Allopurinol, (AMPHO-MORONAL Tabletten) Amphotericin B, oral, (NOVAMINSULFON Tropfen (aH 7/96)) Metamizol-Natrium.

Arzneimittelexanthem; Leberinsuffizienz; Ikterus; am Aufnahmetag in Klinik: Kreatinin 2,5 mg%, Harnstoff 284 mg%, Bilirubin 13.1 mg%, Oligurie; maschinelle Beatmung; Pneumonie; Tod durch Herz-Kreislauf-Versagen bei dekompensierter Herzinsuffizienz und terminalem Nierenversagen.

 

Medikation 68-JÄhrige: (SPALT Tabletten (aH)) Phenazonsalizylat – Salizylamid – Benzylmandelat – Koffein.

Akute Agranulozytose. zwei Wochen vor stationärer Aufnahme Einnahme von SPALT Tabletten wegen Kopfschmerzen, danach Fieber, Lungenentzündung; Komplikation: Herz-Kreislaufstillstand zwei Tage nach stat. Aufnahme mit erfolgreicher Reanimation; maschinelle Beatmung notwendig; Patientin starb neun Tage nach stationärer Aufnahme.

 

Medikation 41-Jährige: AEROMAX Dosieraerosol) Salmeterol-Inhalat, (BRONCHOCORT Dosieraerosol (aH 12/01)) Beclometasondipropionat-Inhalat, (VOLMAC 8 mg RETARD Tabletten) Salbutamo, (ANTRA 20 mg Kapseln (aH 4/99)) Omeprazol, (ATOSIL 25 mg Tabletten) Promethazin-HCl, (BRONCHO SPRAY Dosieraerosol (aH 8/99)) Salbutamol-Inhalat, (SOLOSIN Tropfen) Theophyllin, (SOBELIN 300 Kapseln) Clindamycin,
(BRONCHOPARAT i.v.) Theophyllin.

Nach fünfmaliger Anwendung von Salmeterol zur Nacht aus relativem Wohlbefinden heraus ohne klinische Vorzeichen plötzlicher Tod; Obduktionsbefund: Lungenödem.

 

Medikation: (Cambridge Diät) Schlankheitsdiät.

Unter der Diät Ikterus, Hepatitis, Gelenkbeschwerden, Nierenschmerzen; bei Diätwiederholung 1 Jahr später Leberdystrophie mit diffusen Läppchennekrosen, Leberversagen, terminale hämorrhagisch-nekrotisierende Pankreatitis im Caudabereich, Pankreasfibrose, cholämische Nephrose, Tod.

 

Medikation 46-Jähriger: (MADOPAR 62,5 Kapseln) Levodopa + Benserazid 4:1, (DOPERGIN 0,2 Tabletten) Lisurid, (MOVERGAN 5 mg Tabletten) Selegilin-HCl, (PK-MERZ 100 mg Tabletten) AmantadinHyperthermie;

Koma; schlaffe Tetraparese; Kreislaufversagen mit Schockzustand; Verbrauchskoagulopathie; CPK 288 U/l; Tod durch Herz-Kreislauf-Versagen.

 

Medikation:  (X-PREP Lösung (aH 7/03)) Sennoside.

Vormittags hypovolämischer Schock, Kreislaufstabilisierung durch Volumensubstitution, stark druckschmerzhaftes Abdomen, Bauch bretthart, geblähtes Kolon, Besserung nach BUSCOPAN i.m. und Schwenkeinlauf, nachmittags erneuter Kollaps, Herzkreislaufversagen mit terminalem Kammerflimmern.

 

Medikation 51-Jähriger: (DENAN 10 mg Tabletten) Simvastatin.

Nach wenigen Einnahmewochen Muskelkrämpfe und zunehmende Schwäche der Beine; nervenärztliche Untersuchung: beinbetonte Tetraparese, Muskelzuckungen, Verdacht auf beginnende amyotrophe Lateralsklerose, vier Monate nach Einnahmebeginn Klinikeinweisung, Verdachtsdiagnose bestätigt, Muskelbiopsie: für motorischen Vorderhornprozeß typischen Befund, 7S-Immunglobulin-Therapie sowie Hochdosis-Kortison-Therapie ohne Erfolg; acht Monate nach Einnahme erneute stationäre Aufnahme mit ausgeprägter Kachexie, Dyspnoe, proximal und beinbetontem hochgradigen tetraparetisch-atrophischen Syndrom ohne Sensibilitätsstörungen, Beineigenreflexe nicht mehr auslösbar, fünf Plasmapherese-Behandlungen, tetraparetisches Syndrom progredient, Behandlung auf Intensivstation, Versorgung mit nasaler Atemmaske, maschinelle Unterstützung der Atmung, Patient lehnt Intubation und kontrollierte Beatmung ab, Tod infolge respiratorischer Insuffizienz

 

Medikation: LANITOP Ampullen (aH)) Metildigoxin, (VIBRAVENÖS Ampullen) Doxycyclin, (Humaninsulin (INN)) Insulin human, (FORTECORTIN 4 mg Tabletten) Dexamethason, (LASIX 20 Injektionslösung) Furosemid, (MULTIBIONTA Ampullen (aH 12/93)) Vitamin A – itamin E – Vitamin B6 – Vitamin B1, hoch dosiert – Vitamin B2 – Dexpanthenol – Vitamin C, hoch dosiert – Nikotinamid – (TETANOL Fertigspritzen (aH 10/02)) Tetanus-Impfstoff,  (ZANTIC Ampullen) Ranitidin, (DIGIMERCK Ampullen 0.1 mg) Digitoxin, (FRENOPECT INJECT) Ambroxol-HCl ,  HEPARIN-CALCIUM MEDAC 0.2 ml (aH)) Heparin, (LAEVULOSE Infusion) Fruktose, (NORMOFUNDIN Infusionslösung (aH)) Kaliumchlorid -Magnesiumchlorid – Sorbitol, parenteral – Kalziumchlorid – Natriumchlorid – Xylit – Natriumazetat – (ONKOVERTIN N) Dextran 40, Natriumchlorid , (SANASTHMAX Dosieraerosol (aH 12/02)) Beclometasondipropionat-Inhalat, (LONGASTERIL 40 Infusionslösung) Natriumchlorid, Dextran 40, (EXTRAMYCIN (a.H.)) Sisomicin.

Verdacht auf Überdosierung von Metildigoxin und Sisomycin bei Niereninsuffizienz im Senium und Multimedikation in Klinik mit Todesfolge; SGOT und SGPT erhöht mit 138 U/l und 180 U/l, Hinweis auf Leberschädigung “durch Vielzahl der verabreichten Arzneimittel”.

 

Medikation 17-Jähriger: GENOTROPIN 4 I.E. Patronen) Somatropin.

HbA1c-Wert erhöht, Müdigkeit, Polydipsie, Diagnose eines Diabetes mellitus nach mehrmonatiger Behandlung; Absetzen von Somatropin und Weiterbehandlung mit 75 ug Levothyroxin/Tag und 250 mg Depottestosteron alle vier Wochen sowie 2 x 500 mg Metformin; nach acht Monaten 3 x 500 mg/Tag; zehn Monate später prostprandialer Blutzucker 216 mg/dl, HbA1c-Wert 10,7%, Körpergewicht auf 119 kg angestiegen; vier Wochen später, also 11 Monate nach Absetzen von Somatropin, plötzlich und unerwartet verstorben; Todesursache nicht ermittelt

 

Medikation 57-Jährige: (SOTALEX 160 mg Tabletten) Sotalol-HCl , (Propylthiouracil (INN)) Propylthiouracil

Nach stationärer Rhythmisierung mit Sotalol und thyreostatischer Behandlung mit Propylthiouracil plötzlicher Sekundentod zwei Wochen nach Entlassung, Reanimation erfolglos

 

Medikation: (TELFAST 120 mg Tabletten) Fexofenadin-HCl, (Sotalol (INN)) Sotalol-HCl.

Etwa eine Stunde nach Einnahme von Fexofenadin zusätzlich zur Dauertherapie mit Sotalol verschlechtertes Befinden, wenig später trotz versuchter Reanimation verstorben.

 

Medikation: (Histamin-Spermi(di)n u.a.-Rezeptur i.m.) Spermidin – Histamin – Mineralverbindungen, div. – Spermin, (REVITORGAN) Organextrakte, (DIGIMERCK 0,1 Tabletten) Digitoxin, (ARELIX MITE 3 Tabletten) Piretanid, (NEPRESOL Tabletten) Dihydralazin, (LOPIRIN 25 mg Tabletten) Captopril, (ISO-PUREN 40 RETARD Kapseln) Isosorbiddinitrat, (XYLOTOCAN Tabletten) Tocainid-HCl, (MARCUMAR Tabletten) Phenprocoumon.

Nach Vorbehandlung mit rezepturmäßiger i.m.-Injektionslösung acht Tage nach Herztransplantation akute Abstoßung, Verdacht auf humorale Abstoßungsreaktion, Tod; bei Obduktion vergrößertes Herz mit ausgeprägten Ödemen.

 

Medikation 38-Jährige: (ZERIT 40 mg Kapseln) Stavudin, (CRIXIVAN 400 mg Kapseln) Indinavir, (VIDEX 400 mg Kapseln) Didanosin, (NORVIR 100 mg Kapseln) Ritonavir.

Während gleichzeitiger Einnahme von Stavudin, Indinavir, Didanosin und Ritonavir Hypertriglyzeridämie von mehr als 600 mg/dl; zweieinhalb Wochen später nekrotisierende Pankreatitis, Laktatazidose, vier Tage später Tod in Folge Kreislaufversagens.

 

Medikation 25-Jährige: (ZERIT 15 mg Kapseln) Stavudin , (VIDEX 125 mg Kapseln) Didanosin, (SUSTIVA 100 mg Kapseln), Efavirenz.

Nach mehrmonatiger antiretroviraler Kombinationsbehandlung (HAART) Erbrechen, Oberbauchschmerzen; während des dreitägigen Klinikaufenthaltes außer Hepatomegalie mit sonografischen Kriterien einer Fettleber kein relevanter Befund, Pankreasfermente bei Mehrfachkontrollen normal; zehn Tage später nach fortgesetzter Einnahme erneute Klinikeinweisung wegen unstillbaren Erbrechens, Oberbauchschmerzen, Adynamie; Nachweis einer Helicobacter pylori-positiven Gastritis und Duodenitis; kein Hinweis auf Pankreatitis; im weiteren Verlauf Stupor, massive Hyperventilation, dekompensierte metabolische Azidose mit Blut-pH von 7,1 bei fehlendem Ketonhinweis und normalen Blutzuckerwerten, normaler Nierenfunktion und normalen Kreislaufverhältnissen; unter intensivmedizinischer Behandlung mit sofortigem Azidose-Ausgleich weitere Verschlechterung, Beatmungspflicht; zum Berichtszeitpunkt etwa drei Wochen später Beatmung wegen Pneumonie, akutes Nierenversagen; Diagnose: metabolische Azidose, vermutlich Laktatazidose mit pulmonalen und renalen Komplikationen in Folge von HAART mit Stavudin; etwa eine Woche später verstorben

 

Medikation: (STREPTASE 1.500.000 I.E.) Streptokinase, (HEPARIN-NATRIUM 5.000 RATIOPHARM Amp.) Heparin.

Tod durch Intrazerebrale- und Subarachnoidalblutung.

 

Medikation:  STREPTASE 750.000) Streptokinase.

Hirnblutung (klein) und großer Mediainfarkt mit Hemiparese und Koma, Tod.

 

Medikation: (DYSURGAL Tropfen) Strychninnitrat – Ephedrin – Atropinsulfat – (LANITOP E Tabletten) Metildigoxin, (VERTIGOHEEL) Petroleum D8 – Conium D3 – Ambra D6 – Cocculus D4.

Schwerer Angina-pectoris-Anfall und dekomp. Herzinsuffizienz nach der dritten Einnahme von DYSURGAL; trotz Intensivstation verstorben.

 

Medikation: (AZULFIDINE RA Tabletten) Sulfasalazin, (NOVODIGAL Tabletten) Beta-Azetyldigoxin, (PHYTODOLOR Tinktur) Alkohol – Mannaeschen-Extrakt – Pappelextrakt – Arnika-Extrakt D2 – gelber Jasmin-Extrakt D3 – Goldrutenkrautextrakt – Herbstzeitlosen-Extrakt D3.

Stationäre Aufnahme wegen Ateminsuffizienz, Pleuropneumonie, Leukozyten 400/ul, im Differential-Blutbild 95% Lymphozyten, Knochenmarkspunktion: Agranulozytose; Ansteigen der Leukozyten unter Therapie mit Granulozyten-Kolonien-stimulierendem Faktor auf 2200/ul; Tod wegen Ateminsuffizienz, Abwehrschwäche bei Pleuropneumonie, Rechtsherzversagen.

 

Medikation 28-Jährige: AZULFIDINE Dragees (aH)) Sulfasalazin.

Panzytopenie bei Myelotoxikose, Exitus.

 

Medikation 36-Jährige: (NALADOR Ampullen) Sulproston, (SYNTOMETRIN) Methylergometrin, Oxytocin, Behandlung mit Oxytocin und Methylergometrin postpartal wegen atonischer Nachblutung; zur Uteruskontraktion zusätzlich Sulproston; bei Verlegung auf Intensivstation Blutdruck 170/90 mmHg, Puls 110/min; kurz darauf Bradykardie mit Puls unter 20 Schläge/min, nach zweimaliger Gabe von Orciprenalin wieder normalisiert; wegen starker Anämie mit Hämoglobin von 3,9 mg/dl Gabe von vier Erythrozytenkonzentraten; Hysterektomie wegen bestehender Blutung; bei Umlagerung auf OP-Tisch erneute Bradykardie, Asystolie; trotz sofort einsetzender Reanimation erst keine Wiederherstellung der Herzaktion möglich; Hysterektomie unter Reanimationsbedingungen; nach drei Stunden anhaltender Reanimation Herzaktion von 110 Schlägen pro Minute und Blutdruck 95/60 mmHg, Hämoglobin 10,1 mg/dl; verschlechterte Blutgerinnung, Azidose, Verbrauchskoagulopathie; insgesamt Transfusion von 27 Einheiten Erythrozytenkonzentrat, 12 Einheiten Fresh Frozen Plasma; bei zunehmender Verbrauchskoagulopathie rascher Blutdruckabfall, weite Pupillen, erneute Bradykardie, Verzicht auf weitere Reanimation; daraufhin Todeseintritt bei Verbrauchskoagulopathie; Differenzialdiagnose: Fruchtwasserembolie, HELLP-Syndrom, Nebenwirkung des Prostaglandins

 

Medikation 57-Jährige: (IMIGRAN 100 Tabletten) Sumatriptan, (ERGO LONARID Zäpfchen (aH)) Kodeinphosphat – Dihydroergotamin – Parazetamol – Koffein – (Propranolol (INN)) Propranolol.

Eine halbe Stunde nach Einnahme Brustschmerzen mit Ausstrahlen in Halsbereich, eine Stunde anhaltend, spontanes Abklingen; am nächsten Tag neuneinhalb Stunden nach abendlicher Einnahme einer Tablette nachts mit gleicher Symptomatik aufgewacht, Behandlung durch Notärztin, Patient bewußtlos, Schnappatmung und völlig relaxiert, weite Stimmritze, Hinterwandinfarkt; Intubation, nach vier Defibrillationen und Injektionen von Atropin, Adrenalin und Orciprenalin Sinusrhythmus, während Transport breite Kammerkomplexe, “sterbendes Myokard”; Patient vor Erreichen der Intensivstation an Kammerflimmern verstorben, Sektion wurde abgelehnt

 

Medikation 50-Jährige: (IMIGRAN 100 Tabletten) Sumatriptan,  (Betamethason (INN)) Betamethason.

Nach ca. sechsmonatiger Sumatriptan-Einnahme ca. ein- bis dreimal pro Woche Übelkeit, Kopfschmerzen, Erbrechen, verwaschene Sprache; Klinikeinweisung; Herdsymptomatik parietookzipital rechts mit brachiofazialbetonter Hemiparese links, vaskulär-ischämische Genese ohne Hinweis auf Embolus, Gerinnungsstörungen und Gefäßstenosen, BSG beschleunigt; Entlassung in gebessertem Zustand, drei Tage später Herzinfarkt, Einlieferung mit kardiogenem Schock, Exitus.

 

Medikation 59-Jähriger: (CIALIS 10 mg Tabletten) Tadalafil, (Enalapril (INN)) Enalaprilmaleat, (GODAMED 100 TAH Tabletten) Azetylsalizylsäure, (SORTIS 20 mg Tabletten) Atorvastatin, (BELOC-ZOK Tabletten) Metoprolol.

Tod im zeitlichen Zusammenhang mit der Einnahme von Tadalafil ohne vorausgegangene körperliche Belastung.

 

Medikation 23-Jähriger: (DECA-DURABOLIN 50 mg Ampullen) Nandrolon, (PROVIRON 25 mg Tabletten (aH 7/03)) Mesterolon, (NOLVADEX 10 Tabletten) Tamoxifen,  (PPSB-KONZENTRAT (INN)) Blutgerinnungsfaktor X – Blutgerinnungsfaktor VII – Blutgerinnungsfaktor IX – Blutgerinnungsfaktor II,  (DIANABOL (Rußland)) Metandienon, 
(Choriongonadotropin, human (INN)) Choriongonadotropin, human, (Blutplasma (INN)) Blutplasma, (KYBERNIN HS 500 ANTITHROMBIN III) Antithrombin III.

Nach dreiwöchiger Einnahme von Metandienon und Anwendung von Nandrolon sowie zehntägiger Einnahme von Tamoxifen und Mesterolon wässriger Stuhl, Druckschmerz im Oberbauch, Übelkeit bei oder vor dem Essen, keine Lust mehr am Essen, dunkler Urin, Gelbverfärbung der Augen; durch Hausarzt veranlaßte Laboruntersuchungen: alkalische Phosphatase bis 266 U/l, gamma-GT bis 133 U/l, Bilirubin bis 30,9 mg/dl, GOT bis 953 U/l, GPT bis 2233 U/l, LDH bis 710 U/l, HBs-Antigen, HBe-Antigen und HBc-Antigen positiv; Weiteranwendung der Anabolika für etwa zwei (Metandienon und Nandrolon) bis drei (Tamoxifen und Mesterolon) Wochen, zusätzlich parenterale Anwendung von humanem Choriongonadotropin; drei Wochen nach Beginn der Beschwerden Absetzen jeglicher Anabolika; stationäre Einweisung auf Drängen der Familie; bei Aufnahme ausgeprägter Ikterus, Leberwerte weiterhin extrem erhöht; im EKG Zeichen einer mit Sportlerherz und Anabolika-Abusus zu vereinbarenden linksventrikulären Hypertrophie; sonographischer Befund vereinbar mit akuter Hepatitis; fulminante Hepatitis B, schwerer Verlauf wahrscheinlich toxischer Genese bei Anabolikaeinnahme; rasche Verschlechterung des Allgemeinzustandes, zwei Wochen nach Aufnahme hepatische Enzephalopathie, mäßiger perihepatischer Aszites, Gerinnungsstörung; Behandlung u.a. mit PPSB, Antithrombin-III-Konzentrat, Frischplasma; 16 Tage nach Aufnahme Verlegung auf Intensivstation, am selben Tag zunehmende Verwirrtheit, Bewußtlosigkeit, Leberausfallskoma, Intubation, Beatmung; einen Tag später computertomographisch generalisiertes Hirnödem, drohende Einklemmung; Verlegung in Universitätsklinik; wegen stark positivem Hepatitis-B-Antigen zunächst keine Lebertransplantation möglich, Tod

 

Medikation: (OMNIC 0,4 RETARD Kapseln) Tamsulosin-HCl.

Jeweils nach Einnahme am Abend Ziehen im linken Arm, geringe Atemnot; während der dreiwöchigen Einnahme wiederkehrend; verstärkt am Vorabend des Todes; in der Nacht an Lungenödem verstorben

 

Medikation: 53-Jährige: LIMAN Tabletten (aH)) Tenoxicam, (Verapamil (INN)) Verapamil-HCl, (VOLON 8 mg Tabletten) Triamcinolon, – (AZULFIDINE RA Tabletten) Sulfasalazin, (ZANTIC 300 Tabletten) Ranitidin.

3 Tage nach Umstellung auf LIMAN Entwicklung eines bullösen Exanthems im Bereich der rechten Achillessehne und Ferse mit rasch zunehmender Nekrosenbildung; 2 Wochen später Herpes zoster Th 4/5 rechts, 3 Tage später Erythema exsudativum multiforme im Bereich des linken Vorfußes mit rasch zunehmender Tendenz, Entwicklung kompletter Nekrosen. Nach Vorfußamputation links sowie Nekrosenabtragung rechts Verschlechterung des Zustandes: zunehmende rheumatische Schübe, Perikardergüsse; im kardiogenen Schock verstorben.

 

Medikation 69-Jährig: (LAMISIL Tabletten) Terbinafin, (Atenolol (INN)) Atenolol, (Vitamin B6 (INN)) – (Kalzium (INN)) – Kalzium.

Nach fünftägiger Einnahme von Terbinafin allergisches Exanthem; zwei Tage nach Absetzen akute Verschlechterung des Allgemeinzustandes; Verlegung in Klinik wegen Depression mit Suizidgedanken; Teerstühle und Tachyarrhythmia absoluta bei Vorhofflimmern; Labor: deutliche Entzündungszeichen bei nicht beschleunigter Blutsenkung, Hypalbuminämie; Behandlung der diagnostizierten atypischen ulzerösen Duodenitis mit Prednisolon; Computertomogramm des Schädels: zwei am ehesten vaskulär ischämisch bedingte Substanzdefekte in der linken Hemisphäre; frische Petechien an Füßen, Händen, gluteal, Arthralgie; bei anhaltenden Teerstühlen drohender Volumenmangelschock; Verlegung auf Intensivstation; thrombozytopenische Purpura; unter Steroidbehandlung deutliche klinische Besserung; wegen persistierender Proteinurie von 6 g pro Tag nach 18-tägigem Klinikaufenthalt Verlegung zur Nierenbiopsie; peranale Blutungen; Hämodialyse bei Nierenversagen und Massentransfusion erforderlich, weiterhin Substitution von Gerinnungsfaktoren; Pneumonie nach Immunsuppression; wegen respiratorischer Erschöpfung Intubation und Beatmung; Anstieg des Bilirubins bis 40 mg/dl als Ausdruck eines cholestatischen Leberversagens; Candidasepsis; Multiorganversagen; Tod; Diagnose: tödlich endende Purpura SCHÖNLEIN HENOCH mit Terbinafin als möglichen Auslöser.

 

Medikation 21-Jährige: (TELDANE 120 Tabletten (aH 1/98)) Terfenadin, (TRIQUILAR Dragees) Ethinylestradiol + Levonorgestrel.

Seit Jahren TELDANE-Medikation wegen Rhinitis allergica; nach Einnahme von 2 TELDANE FORTE Tabletten aus völligem Wohlbefinden heraus Herzrasen, Kollaps-Symptomatik, selber Bradykardie bemerkt, später Übelkeit, Erbrechen; Patientin legte sich zu Bett, wurde 6 Stunden später tot im Bett aufgefunden; Autopsie ergab Verdacht auf Myokarditis

 

Medikation: (DECORTIN H 50 Tabletten) Prednisolon, (TETANOL Fertigspritzen (aH 10/02)) Tetanus-Impfstoff, (BEROTEC 200 Dosieraerosol (aH 1/01)) Fenoterol-HBr-Inhalat, (BROMUC 200 mg Granulat) Azetylzystein, (AMOXYPEN 500 mg Tabletten) Amoxicillin,
(BRONCHORETARD 350 Kapseln) Theophyllin, (BRONCHOPARAT i.v.) Theophyllin, (INHACORT Dosieraerosol (aH 12/02)) Flunisolid-Inhalat, (ATROVENT LS 0,025% Lösung) Ipratropiumbromid-Inhalat, (MONO-EMBOLEX NM Ampullen) Certoparin-Na,
(BRICANYL Dosieraerosol (aH 1/01)) Terbutalinsulfat-Inhalat, (MAALOX) Magnesiumhydroxidgel – Aluminiumhydroxidgel, (TETAGAM 250 I.E. i.m.) Tetanus-Immunglobulin, (PASPERTIN Tropfen) Metoclopramid, (ZANTIC Ampullen) Ranitidin, (PASPERTIN 10 mg/2 mg Ampullen) Metoclopramid, (PROSTIGMIN Ampullen) eostigmin, (BEPANTHEN Ampullen (aH 12/02)) Dexpanthenol, hoch dosiert,  (LIQUIDEPUR Flüssigkeit) Sennoside – Kümmelöl – Anisöl, (ANTRA i.v. (aH 10/94)) Omeprazol, (LASIX 20 Injektionslösung) Furosemid, (HUMANALBUMIN 20% CURASAN Inf. Lsg.) Humanalbumin, (ATOSIL 25 mg Tabletten) Promethazin-HCl, (DIPIPERON Tabletten) Pipamperon, (SULTANOL Fertiginhalat Ampullen) Salbutamol-Inhalat, (Rizinusöl (INN)) Rizinusöl.

Medikamenteninduzierte Vaskulitis, Kolitis, Pankreatitis, Glomerulonephritis mit Bild einer Purpura-Schönlein-Henoch; zunächst Besserung der Bronchopneumonie sowie der exazerbierten chron. Bronchitis unter antiasthmatischer und antibiotischer Behandlung. Da keine ausreichende Besserung ab dem 13. Tag nach stat. Aufnahme, Gabe von 50 mg DECORTIN H. Zunächst 50 mg in absteigender Dosierung; deutlicher Rückgang der Bronchospastik. Am 21. Tag Schwellung des li. Handgelenkes, ein Sturz war nicht in Erfahrung zu bringen, radiologisch keine Fraktur. Am 22. Tag auf dem Handrücken, später disseminiert ausgedehnt auf das übrige Integument fleckiges, stark konfiguriertes Erythem mit scharfer Begrenzung und livider Verfärbung. Außerdem zeitweise Übelkeit und Erbrechen, ab 24. Tag Subileuszustand; Anstieg der Retentionswerte, des Bilirubin, der Lipase und Amylase und des Serumkaliums, vermutet wird eine allergische Vaskulitis, das zuletzt eingeführte Medikament war DECORTIN; ab 28. Tag Gabe von URBASON FORTE 1 g i.v./die in ausschleichender Dosierung, daraufhin Rückgang der Diarrhoe und Stabilisierung des zunächst auf 8 g/dl abfallenden Hb’s, Lipase und Amylase ebenfalls rückläufig; subjektive Besserung, Nahrungszufuhr schwierig; zusehends Flüssigkeitseinlagerung, größere Pleuraergüsse, außerdem Aszites; aufgrund der Vaskulitis Nekrosen über beiden Achillessehnen, links Phlegmone; Gabe von STAPHYLEX; auch keine Stabilisierung unter parenteraler Ernährung und Humanalbumin; trotz Furosemidgabe zunehmende Plusbilanz, erneuter Anstieg der Retentionswerte. Im Urin massiv Eiweiß und Erythrozyten. SDS-Page-Elektrophorese: Bild einer selektiv glomerulären Proteinurie; nach zwei Monaten Tod mit dem Bild eines Herz-Kreislauf- und Nierenversagens; bei Sektion keine Veränderungen von Darm und Haut nachweisbar; somit wird von Reversibilität der Vaskulitis unter hochdosierten Kortikoiden ausgegangen

 

Medikation 46-Jährig: (EUPHYLONG 375 RETARD Kapseln) Theophyllin.

Nach dritter Einnahme zur Behandlung einer Schlafapnoe und Genuss von zwei Kognaks und zwei Bier nachts schwerer Krampfanfall, blau-graue Hautverfärbung, Atemnot, Atemstillstand, Schaumbildung am Mund, Koma, Tod.

 

Medikation: (FAVISTAN Tabletten) Thiamazol, (DIGIMERCK Dragees (aH)) Digitoxin, (Verapamil (INN)) Verapamil-HCl, (ZYLORIC Tabletten) Allopurinol, (COLFARIT Tabletten) Azetylsalizylsäure, (ISDN STADA 120 mg RETARD Kapseln) Isosorbiddinitrat, (Furosemid (INN)) Furosemid, (Parazetamol (INN)) Parazetamol, (TENSOBON 25 Tabletten) Captopri, (CIPROBAY Tabletten) Ciprofloxacin.

Agranulozytose mit Pneumonie und Sepsis, Leukozyten 400/ul, Temperatur 39 Grad Celsius; zunächst unter Umkehrisolierung, Antibiotika und Immunglobulinen gebessert, Tod an Sepsis und kardialer Dekompensation

 

Medikation 48-Jähriger: (DOLO-NEUROBION (aH)) Vitamin B6, hoch dosiert – Metamizol-Natrium – Cyanocobalamin, hoch dosiert – Vitamin B1, hoch dosiert.

Nach stationärer Aufnahme wegen geplanter Allergentestung Behandlung von dort aufgetretenen Rückenschmerzen mit DOLO-NEUROBION; nach i.m.-Injektion anaphylaktischer Schock mit Luftnot, Zyanose, Bewußtlosigkeit; erfolglose Reanimation, Tod

 

Medikation: (SUPERTENDIN DEPOT 5 mg (aH 10/90)) Dexamethasonazetat – Cyanocobalamin, hoch dosiert – Vitamin B1, hoch dosiert – Lidokain-HCl – (Indometazin (INN)) Indometazin.

Akute Oberbauchsymptomatik, Serum hyperlipämisch; Todesursache: Linksherzinsuffizienz mit massivem Lungenödem beidseits, links stärker als rechts, bei massiver Fettstoffwechselentgleisung.

 

Medikation: (TISSUCOL-Kit 0,5) Thrombin – Kalziumchlorid – Fibrinogen – Aprotinin – Plasmafibronectin – Plasminogen – Blutgerinnungsfaktor XIII.

Mutmaßlicher anaphylaktischer Schock mit Todesfolge nach lokaler Injektion von TISSUCOL in ein Aneurysma spurium; durch Obduktion alternative Todesursachen weitestgehend ausgeschlossen

 

Medikation 35-Jähriger: ESBERITOX N Lösung) Indigowurzelextrakt – Echinacea-purpurea-Wurzelextrakt – Thujaextrakt, (UGUROL Ampullen) Tranexamsäure, (Vitamin C (INN)) Vitamin C, hoch dosiert.

Einen Tag nach Einnahme des Echinacea-haltigen Präparates Schleimhautblutung bei Thrombozytopenie sowie wohl hämolytischer Anämie, durch medizinische Maßnahmen nicht beeinflußbar; Laborbefunde: Thrombozytenantikörper positiv, Lymphozytenstimulation: spontane Proliferation 15.700 CPM, unter Pokeweed Mitogen 22.000 CPM, unter ESBERITOX (1:10, 1:100) um 25.000 CPM, ECHINACIN unverdünnt 34.780 CPM, 1:10 13.150 CPM, 1:100 24.000 CPM; elf Tage später Tod an intrakranieller Massenblutung.

 

Medikation: NEYTHYMUN) Thymusextrakt.

Anaphylaktischer Schock mit Hypotonie, Tachykardie, Dyspnoe, kaltem Schweiß, Tod

 

Medikation: (TIKLYD Tabletten) Ticlopidin-HCl, (Prednisolon, oral (INN)) Prednisolon, (Azetylsalizylsäure per os (INN)) Azetylsalizylsäure, (DYTIDE H Tabletten) Co-triamterzid, (Hydrochlorothiazid + Triamteren 1:2), (ERYFER 100 Kapseln) Eisen(II)-sulfat.

Nach mehrwöchiger Einnahme von Ticlopidin Leukopenie von 2500/ul, neutrophile Granulozyten 17%; trotz Absetzens weiterer kontinuierlicher Leukozytenabfall; neutrophile Granulozyten schließlich vollständig aus peripherem Blut verschwunden; acht Tage nach erster Feststellung der Leukopenie stationäre Aufnahme; unter Anwendung von Glukokortikoiden und Filgrastim keine Besserung; Tod unter dem Bild zunehmender Infekte und Kreislaufinstabilität.

 

Medikation: (TIKLYD Tabletten) Ticlopidin-HCl.

Seit Beginn der Einnahme häufige, zeitweilig blutige Durchfälle sowie zum Teil sehr schmerzhafte Ulzera im Mundbereich, Patient konnte seine Zahnprothese oft nicht tragen; nach siebenmonatiger Einnahme Klinikeinweisung wegen perianaler Fistel, Koloskopie: schwerste unspezifische Kolitis des gesamten Kolonrahmens; 13 Tage später wegen akuter Sigmaperforation notfallmäßige Operation, im Anschluss zwei weitere Operationen erforderlich, innerhalb von etwa zwei Wochen komplette Kolonresektion und Anus-praeter-Anlage, Absetzen von Ticlopidin; einen Monat später plötzlich massive peranale Blutung, starke Bauchkrämpfe, trotz notfallmäßiger Verlagerung in chirurgische Klinik Tod an nicht stillbarer peranaler Blutung, Diagnose: am ehesten schwere entzündliche Kolitis durch Ticlopidin

 

Medikation: (TIKLYD Tabletten) Ticlopidin-HCl, (DUSODRIL Kapseln) Naftidrofuryl.

Nach zweieinhalbjähriger Einnahme von Naftidrofuryl und zweijähriger Einnahme von Ticlopidin multiple Ulcera ventriculi et duodeni mit letaler Blutung

 

Medikation 62-Jähriger: (SPIRIVA 18 ug Inhalationskapseln) Tiotropium, (BERODUAL N Dosieraerosol) Ipratropiumbromid-Inhalat – Fenoterol-HBr-Inhalat, (Budesonid (INN)) Budesonid, (Prednisolon, oral (INN)) Prednisolon.

Nach erstmaliger Inhalation von Tiotropiumbromid am Morgen und direkt nach Inhalation von BERODUAL N plötzlicher Atemstillstand nach Einschätzung des berichtenden Arztes wahrscheinlich Kammerflimmern; Tod.

 

Medikation: AGGRASTAT Infusionskonzentrat) Tirofiba, (Heparin (INN)) Heparin.

Binnen Stunden nach Behandlung mit Tirofiban Zephalgien, rechtsseitige Sehstörungen, rasch zunehmende Vigilanzstörung; im Computertomogramm ausgedehnte intrazerebrale Blutung mit Ventrikeleinbruch und Hirnstammkompression; unter konservativer Therapie verstorben

 

Medikaiton 67-Jähriger: (XYLOTOCAN Tabletten) Tocainid-HCl, (DIGIMERCK MINOR Tabletten) Digitoxin, (Theophyllin (INN)) Theophylli, (Ambroxol (INN)) Ambroxol-HCl, (Captopril (INN)) Captoprill.

diffuse interstiti- elle Lungenfibrose; Tod an den Folgen der pulmonalen In- suffizienz. In den letzten Jahren immer wieder Episo- den eines atypi- schen, weitgehend therapieresistenten “Asthmas”.

 

Medikation: UNAT 10 Tabletten) Torasemid, (DIGIMERCK MINOR Tabletten) Digitoxin.

Nach Einnahme von Torasemid zusammen mit Digitoxin 6 kg Wasserverlust in 14 Tagen; anschließend Diarrhoe mit 5 kg Wassereinlagerung: einen Monat nach Einnahmebeginn stationäre Einweisung, dort verstorbe.n

 

Medikation 26-Jähriger: (ANAFRANIL 75 mg RETARD Tabletten) Clomipramin-HCl, (JATROSOM Dragees) Tranylcypromin – Trifluoperazin.

2 Stunden nach erster ANAFRANIL-Einnahme Zittern, Schweißausbrüche, Unwohlsein, zu Bett gelegt; kurze Zeit später desorientiert, bewegungsunsicher; Notarzt: getrübtes Sensorium, weite Pupillen, unkontrollierte Motorik, Hypotonie, Hyperventilation; geringe Sedierung mit 20 mg Diazepam; stationäre Einweisung per Notarztwagen; Phasen von heftigem Muskelzittern, unregelmäßige Atmung, Strabismus convergens, ständiges Pendeln der Bulbi nach rechts und links; EKG: Tachykardie; Leukozytose mit 15500 /qmm, Hyperkaliämie (6,2 mval/l); eigenmächtige JATROSOM-Überdosierung bzw. Interaktion der Medikamente vermutet; Temperatur 41 Grad Celsius, flache ungleichmäßige Atmung; Transport auf Intensivstation; Intubation und Beatmung; Abnahme der Herzfrequenz, Herzmassage, Reanimation mit 80 mg Dantrolen i.v., 300 mval Na-bikarbonat und 4 mg Adrenalin, externer endokardialer Schrittmacher; Tod 4 1/2 Stunden nach Auftreten der ersten Symptome unter dem Bild eines Herz-Kreislauf-Versagens infolge nicht beherrschbarer Azidose bei medikamentös induzierter maligner Hyperthermie.

 

Mdikation 35-Jähriger: (DELPHIMIX 2 (aH)) Cyanocobalamin, hoch dosiert – Triamcinolondiazetat.

Nach Injektion von DELPHIMIX auf dem Weg von Arztpraxis zum Auto Kollapssturz auf Hinterkopf: Schädelbasisbruch, Tod

 

Medikation 56-Jähriger: (VERATIDE Tabletten) Verapamil-HCl – Hydrochlorothiazid – Triamteren.

Patient wurde innerhalb von 14 Tagen auf täglich 2 Tabletten VERATIDE eingestellt, erlitt danach in einer Woche zweimal einen “Kollaps”; nach Aussage der Ehefrau sei er dabei bewußtlos gewesen und am ganzen Körper verkrampft, dem Patienten sei weder “Schwarz vor den Augen” geworden, noch war ihm schwindelig; Dosis wurde nach erstem “Kollaps” reduziert, danach das Medikament abgesetzt, woraufhin sich der Patient erholte, 6 Stunden nach dem zweiten Kollaps verstarb der Patient; als Todesursache wird “blasses” Kreislaufversagen vermutlich mit zentraler Ursache (bei Lid- und Pupillendifferenz) angegeben

 

Medikation: (EUSAPRIM Tabletten (aH)) Co-trimoxazol, (EUSAPRIM 5 ml i.v. (aH)) Co-trimoxazol, (DYTIDE H Tabletten) Co-triamterzid (Hydrochlorothiazid + Triamteren 1:2), (LASIX 20 Injektionslösung) Furosemid, (SOSTRIL 150 Tabletten) Ranitidin, (SOSTRIL Ampullen) Ranitidin, (ASPIRIN 300 Tabletten (aH 8/99)) Azetylsalizylsäure, (HEPARIN 10.000 I.E.) Heparin, (LANITOP Tabletten) Metildigoxin , (BRICANYL Tabletten) Terbutalinsulfat, (UNIPHYLLIN 400 mg RETARD Tabletten) Theophyllin, (MUCOSOLVAN Tabletten) Ambroxol-HCl.

Am 8. Behandlungstag mit Co-trimoxazol generalisiertes Exanthem, Fieber; an Folgetagen Nieren- und Leberversagen, Rhabdomyolyse, Verbrauchskoagulopathie; zwei Tage später Exitus im Kreislaufversagen; im Sektionsbefund an Haut Zeichen von Vaskulitis, Leber und Niere unspezifisch

 

Medikation 26-Jähriger: ANAFRANIL 75 mg RETARD Tabletten) Clomipramin-HCl, (JATROSOM Dragees) Tranylcypromin, Trifluoperazin.

Stunden nach erster ANAFRANIL-Einnahme Zittern, Schweißausbrüche, Unwohlsein, zu Bett gelegt; kurze Zeit später desorientiert, bewegungsunsicher; Notarzt: getrübtes Sensorium, weite Pupillen, unkontrollierte Motorik, Hypotonie, Hyperventilation; geringe Sedierung mit 20 mg Diazepam; stationäre Einweisung per Notarztwagen; Phasen von heftigem Muskelzittern, unregelmäßige Atmung, Strabismus convergens, ständiges Pendeln der Bulbi nach rechts und links; EKG: Tachykardie; Leukozytose mit 15500 /qmm, Hyperkaliämie (6,2 mval/l); eigenmächtige JATROSOM-Überdosierung bzw. Interaktion der Medikamente vermutet; Temperatur 41 Grad Celsius, flache ungleichmäßige Atmung; Transport auf Intensivstation; Intubation und Beatmung; Abnahme der Herzfrequenz, Herzmassage, Reanimation mit 80 mg Dantrolen i.v., 300 mval Na-bikarbonat und 4 mg Adrenalin, externer endokardialer Schrittmacher; Tod 4 1/2 Stunden nach Auftreten der ersten Symptome unter dem Bild eines Herz-Kreislauf-Versagens infolge nicht beherrschbarer Azidose bei medikamentös induzierter maligner Hyperthermie

 

Medikation 32-Jährige: (PSYQUIL 20 mg Ampullen (aH 12/02)) Triflupromazin.

90 Minuten nach intramuskulärer Injektion verstorben

 

Medikation 59-Jähriger: (TEMGESIC Ampullen) Buprenorphin, (PSYQUIL 10 mg Ampullen (aH 5/03)) Triflupromazin.

Etwa 30 Minuten nach Gabe von Buprenorphin und Triflupromazin Blauverfärbung der Lippen, Erbrechen, Aspiration, Kreislaufstillstand 6 Stunden postoperativ, Atemstillstand, Patient schlaff, enge Pupillen, ohne Reaktion, Wiederbelebungsmaßnahmen; Koma mit erhaltener mittlerer bis oberer Hirnstammfunktion; Interaktion bzw. Überdosierung bei gleichzeitiger Gabe von Opioid und einer anderen stark sedierenden Substanz wird diskutiert; 5 1/2 Monate später tödliches Herz-Kreislauf-Versagen bei apallischem Syndrom

 

Medikation 39-Jähriger: STANGYL 100 TABS Tabletten) Trimipramin, (NEURALGIN Tabletten) Koffein – Azetylsalizylsäure – Parazetamol.

Nach dreitägiger Trimipramin-Einnahme Suizid mit 5 g Trimipramin, einer Flasche Sekt und zwei Flaschen Bier.

 

Medikation: (VALTREX Tabletten) Valaciclovir, (TEGRETAL 400 RETARD Tabletten) Carbamazepin, (Parazetamol (INN)) Parazetamol.

Nach fünftägiger Einnahme von Valaciclovir sonografisch Lebersteatose; bei Klinikentlassung nach insgesamt siebentägiger Einnahme laut Auskunft des Sohnes des Patienten aufgetriebenes Abdomen (Aszites?); erneute stationäre Aufnahme dreieinhalb Wochen später mit unklarer Vigilanzminderung und stark reduziertem Allgemeinzustand; in den Tagen zuvor leichte Bauchschmerzen; bei Klinikaufnahme aufgetriebenes Abdomen; Abdomen-CT: Pankreaskopftumor, keilförmiger Perfusionsausfall im rechten Leberlappen, alternativ Lebermetastasen, Pfortaderthrombose; Labor: GOT 2.453 U/l, GPT 1.496 U/l, Gamma-GT 341 U/l, alkalische Phosphatase 528 U/l, Zeichen einer ausgeprägten Verbrauchskoagulopathie mit Thrombopenie von 44/nl, Quick-Wert 23%; Probelaparotomie: ausgeprägte Nekrosen und milchig trübes Sekret im Bereich der Leberpforte, weißliche Auflagerung auf der Leber; Histologie: maligne Leberzellen, fragliche Pilzsprossen; zwei Tage später Tod im septischen Schock.

 

Medikation: (CONVULEX 150 Kapseln) Valproinsäure-Na.

Medikamentös-toxisches Leberversagen durch Valproat, Gerinnungsstörung, Sepsis, Tod

 

Medikation 63-Jähriger: (TREVILOR RETARD 75 mg Kapseln) Venlafaxin.

Einen Monat nach Beginn der Einnahme Suizid durch Erhängen; in Abschiedsbrief geschrieben: “Ich habe Angst, Angst, Angst, dass ich ein Pflegefall werde.”

 

Medikation 63-Jährige: (TREVILOR 37,5 Tabletten) Venlafaxin.

Zu Beginn der Einnahme zuerst Stimmungsaufhellung, zehn Tage später Tod durch Suizid durch Strangulation.

 

Medikation 72-Jährige: (CORDICHIN Tabletten) Verapamil-HCl – Chinidin, (DIGIMERCK 0,1 Tabletten) Digitoxin, (Furosemid (INN)) Furosemid, (MARCUMAR Tabletten) Phenprocoumon.

Nach zweitägiger Einnahme von Verapamil plus Chinidinbisulfat (CORDICHIN) Kreislaufstillstand bei Kammerflimmern, Reanimation erfolglos, Exitus letalis

 

Medikation 68-Jähriger: VERATIDE Tabletten) Verapamil-HCl – Hydrochlorothiazid – Triamteren.

Patient wurde innerhalb von 14 Tagen auf täglich 2 Tabletten VERATIDE eingestellt, erlitt danach in einer Woche zweimal einen “Kollaps”; nach Aussage der Ehefrau sei er dabei bewußtlos gewesen und am ganzen Körper verkrampft, dem Patienten sei weder “Schwarz vor den Augen” geworden, noch war ihm schwindelig; Dosis wurde nach erstem “Kollaps” reduziert, danach das Medikament abgesetzt, woraufhin sich der Patient erholte, 6 Stunden nach dem zweiten Kollaps verstarb der Patient; als Todesursache wird “blasses” Kreislaufversagen vermutlich mit zentraler Ursache (bei Lid- und Pupillendifferenz) angegeben

 

Medikation 62-Jährige: (CORDICHIN Tabletten) Chinidin – Verapamil-HCl, (NOVODIGAL MITE Tabletten) Beta-Azetyldigoxin.

Plötzlicher Tod im Bett unter Therapie mit NOVODIGAL und CORDICHIN wegen Rhythmusprophylaxe bei Sinusrhythmus nach Vorhofflimmern.

 

Medikation 6-Wochen alt: (MONZAL Injektionslösung) Vetrabutin-HCl.

Nach massiver Kreislaufreaktion der Mutter auf Vetrabutininjektion Abfall der kindlichen Herzfrequenz, silente Oszillationen, Sauerstoffmangel; Geburt per Schnittentbindung etwa 50 Minuten später; Apgar 3-4, hypoxisch bedingtes Hirnödem; sorfortige Verlegung in die Kinderklinik; schwere zerebrale Schädigung mit Porenzephalie, Aspirationspneumonie, Stabilisierung; Sonographie Schädel im Alter von 6 Wochen: ausgeprägte Substanzdefekte in beiden Hemisphären mit keilförmiger Erweiterung des Interhemisphärenspaltes und deutlicher Erweiterung der beiden Seitenventrikel, gering vergrößerter 3. Ventrikel mit prominenter Massa intermedia, leichte Erweiterung des Subduralraumes und der basalen Zisternen; im weiteren Verlauf Tod des Kindes.

 

Medikation 48-Jähriger: . (DOLO-NEUROBION (aH)) Vitamin B6, hoch dosiert – Metamizol-Natrium – Cyanocobalamin, hoch dosiert – Vitamin B1, hoch dosiert-

Nach stationärer Aufnahme wegen geplanter Allergentestung Behandlung von dort aufgetretenen Rückenschmerzen mit DOLO-NEUROBION; nach i.m.-Injektion anaphylaktischer Schock mit Luftnot, Zyanose, Bewußtlosigkeit; erfolglose Reanimation, Tod.

 

Medikation 42-Jähriger: (SUPERTENDIN DEPOT 5 mg (aH 10/90))  – Dexamethasonazetat 
Cyanocobalamin, hoch dosiert – Vitamin B1, hoch dosiert – Lidokain-HCl, (Indometazin (INN)) Indometazin.

Akute Oberbauchsymptomatik, Serum hyperlipämisch; Todesursache: Linksherzinsuffizienz mit massivem Lungenödem beidseits, links stärker als rechts, bei massiver Fettstoffwechselentgleisung

 

Medikation 47-Jähriger: (DOLO-NEUROBION (aH)) Vitamin B6, hoch dosiert – Metamizol-Natrium – Cyanocobalamin, hoch dosiert – Vitamin B1, hoch dosiert.

Nach stationärer Aufnahme wegen geplanter Allergentestung Behandlung von dort aufgetretenen Rückenschmerzen mit DOLO-NEUROBION; nach i.m.-Injektion anaphylaktischer Schock mit Luftnot, Zyanose, Bewußtlosigkeit; erfolglose Reanimation, Tod

 

Medikation 19.Jähriger: (Ibuprofen (INN)) Ibuprofen, (AMOXICILLIN-RATIOPHARM 750 Tabletten) Amoxicillin, (TOXI-LOGES Tropfen) Ipecacuanha D4- Bryonia D4 – Aconitum D4 
Echinacea-purpurea-Presssaft – Indigowurzelextrakt – Wasserdosttinktur – Chinarindenextrakt.

Ausbildung einer Rhabdomyolyse (CK 32.270, LDH 19.870 U/l) mit protrahiertem Schockgeschehen, Myoglobinurie im Urin und im Ultrafiltrat positiv, erhöhte Gefäßpermeabilität; verstorben

 

Medikation 60-Jähriger: (COMBIVIR Tabletten) Lamivudin – Zidovudin, (ZIAGEN Tabletten) Abacavir, (BELOC-ZOK RETARD Tabletten) Metoprolol, (VESDIL 2,5 mg Tabletten) Ramipril, (DYTIDE H Tabletten) Co-triamterzid (Hydrochlorothiazid + Triamteren 1:2), (ZOLOFT 50 mg Tabletten) Sertralin, (DARAPRIM Tabletten) Pyrimethamin, (LEUCOVORIN 15 mg Tabletten) Folinsäure.

Nach Einnahme von Lamivudin plus Zidovudin und Abacavir schwere Hepatotoxizität mit nachfolgendem hepatorenalem Syndrom, atypische Laktatazidose, disseminierte intravasale Gerinnung, GOT bis 650 U/l, GPT bis 320 U/l, LDH bis 770 U/l, Thrombozytopenie; Urämie; Tod.

 

Medikation 73-Jähriger: STILNOX Tabletten) Zolpidemtartrat, (GRIPPIN-MERZ Tabletten (aH 4/98)) Amantadin, (RULID Tabletten) Roxithromycin, (GLUCO TABLINEN) Glibenclamid,
(DYTIDE H Tabletten) Co-triamterzid (Hydrochlorothiazid + Triamteren 1:2,
(DIGIMERCK Dragees (aH)) Digitoxin, (BRONCHORETARD 350 Kapseln) Theophyllin.

Zwei Stunden nach Einnahme einer Tablette Zolpidem extrem flache Atmung, akute Atemdepression, notfallmäßige Intubation erforderlich, beatmungspflichtige respiratorische Insuffizienz; Tod sechs Tage später

 

Medikation 68-Jähriger: (NITROLINGUAL Kapseln) Glyzeroltrinitrat.

Zehn Minuten nach sublingualer Anwendung plötzlicher Herztod (Kreislaufstillstand)

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